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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Vivaldi versus Vivace
Eingestellt am 05. 09. 2004 16:05


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freifrau von löwe
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Vivaldi versus Vivace



Mein Kalender behauptet, heute wĂ€re der 23. Dezember, doch das Wetter passt eher in den April. Auf den Hagelsturm heute morgen folgte strahlender Sonnenschein und auf den wiederum ein Regen, bei dem man sich ohne Gummistiefel kaum auf die Straße wagte. Der Schnee von gestern Abend ist zu einem traurigen Haufen aus Streusand und tauenden Hagelkörnern zusammengesunken. Die Reihen der schmelzenden Matschberge an den Bordsteinen machen den Weihnachtseinkauf zu einer waghalsigen Schlitterpartie und der Nieselregen kriecht einem bis in die Knochen.

Fröstelnd stehe ich am Fenster und lasse die WeihnachtseinkĂ€ufer in einem unscharfen Meer aus wimmelnden kleinen Punkten verschwinden. Die feinen Tropfen werfen sich melancholisch gegen die Scheibe. Ich seufze und schlĂŒpfe in meine Goretex-Stiefel. Nur widerwillig kann ich mich dem GetĂŒmmel anschließen, doch ich brauche noch Geschenke fĂŒr Henry und Steve.

Als ich draußen bin, stört mich das Wetter nicht mehr. Die Stimmung der beleuchteten Wohnzimmer dringt in ihrer stillen Üppigkeit hinaus bis auf die ĂŒberfĂŒllten Gehwege. Die Lichterketten an den Fassaden geben der einsetzenden DĂ€mmerung einen Vorgeschmack auf Kerzenschein mit MandelplĂ€tzchen und stimmen mich beinahe versöhnlich.

Vor einer halben Stunde noch beneidete ich meine beste Freundin Vera, die diese verfluchte Jahreszeit mit ihrer Liebsten an der Costa del Sol verbringt. Recht hat sie. Ich hasse Weihnachten ebenso, wie die Pflichtanrufe bei meinen Leuten. Doch Gott sei Dank wohnen die weit genug weg, dass ich nur meine finanziellen Probleme nebenher einfließen lassen muss, um das Gezerre meiner Mutter um einen Weihnachtsbesuch zu beenden und ihr die Idee fĂŒr dieses Jahr auszutreiben.

Wie immer will ich mich mit einer Flasche Rotwein auf dem Sofa einkuscheln, Vivaldis Jahreszeiten von FrĂŒhjahr bis Winter und wieder zurĂŒck und ansonsten meine absolute Ruhe.
Seitdem ich von Henry getrennt bin, verbringe ich Weihnachten am liebsten allein, auch wenn ich zugeben muss, dass ich Heiligabend nie ohne TaschentĂŒcher auskomme. Mir fĂ€llt ein, dass ich noch welche besorgen muss und notiere es auf meiner imaginĂ€ren Einkaufsliste.

Auf diese Weise in meine Gedanken versunken, finde ich mich im GedrĂ€nge des Kaufhauses wieder. Die grelle Beleuchtung und die Menschenmassen stören meine Einsiedlergedanken und die Werbung aus den Lautsprechern erinnert mich erbarmungslos daran, dass Weihnachten zum Konsum verkommt und daran, wie sehr ich das alles aus tiefstem Herzen hasse. Ich seufze, aber es hilft nichts. Ich besorge die TaschentĂŒcher und fahre in die Herrenabteilung in der zweiten Etage.

Da ich keinen Plan habe, schlendere ich ziellos von der Wand mit Kravatten zu den Regalen mit Oberhemden. Seit Henry schwul ist, legt er besonderen Wert auf sein Äußeres, versuche ich mich zu ĂŒberzeugen, und liebĂ€ugele mit einem rosa Hemd. Nein, ich glaube, das ist doch ein wenig zu schwul, grinse ich, und lege es zurĂŒck. Überhaupt scheinen alle meine Bekannten und Freunde eine Vorliebe fĂŒr HomosexualitĂ€t oder wenigsten fĂŒr bisexuelle SeitensprĂŒnge zu haben. Stimmt vielleicht etwas nicht mit mir?

„Kann ich ihnen helfen, schöne Frau?“, haucht mir da eine rauchige Stimme ĂŒber die Schulter. Bevor ich mich von dem Schreck erholen kann, steht sie schon neben mir und legt mir ihre Hand auf den Arm.
Da mich Schreck immer erst einmal hilflos macht und Hilflosigkeit krĂ€tzig, fauche ich sie an: „Nein danke, ich finde mich schon zurecht.“ und ziehe meinen Arm weg. Blöde Kuh, denke ich. Steht da in ihrem Armani-KostĂŒm und sagt „schöne Frau“ zu mir. Ich schaue an mir herunter. Mein Anblick ist zum Gott erbarmen. Ich merke, dass meine Haare triefen und weiß, wie schĂ€big mein alter Lieblingsjanker mit seinen ausgebeulten Taschen aussieht. Ich trenne mich nun mal ungern von Dingen, die ich mag.

Aber sie ist nicht beleidigt.
„Entschuldigen Sie bitte“, lĂ€chelt sie „Ich wollte sie nicht belĂ€stigen oder verĂ€rgern, aber ich finde sie haben ein außergewöhnlich schönes Profil.“




Und als sie merkt, dass ich schlecht zu begreifen scheine: „Wie eine altrömische Statue. Doch doch, glauben sie mir, ich studiere Bildhauerei. Ich weiß, wovon ich rede.“

Ich allerdings weiß nicht, wovon sie redet. Ich merke nur, dass mein Ärger zusammenbricht wie ein Kartenhaus und einer Verlegenheit Platz macht, die noch viel schlimmer ist.
„Danke“, stammele ich „das hat mir ja auch noch niemand gesagt“, und merke, dass meine Haarwurzeln prickeln. Oh Göttin, bitte nein, nicht auch noch rot werden, flehe ich.
„Was suchen sie denn?“, fragt sie mit einem LĂ€cheln, fĂŒr das ich eine Millionen ausgeben wĂŒrde, wenn ich sie hĂ€tte.
„Ich brauche noch Geschenke fĂŒr zwei Freunde und ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, was ich ihnen schenken soll“, gestehe ich und mir fĂ€llt auf, dass ich diese Frau mag. Ihre dunklen Augen schauen irgendwie hungrig, stelle ich mit leichtem Unbehagen fest und bekomme eine GĂ€nsehaut, als sie mir ihre Hand wieder auf den Arm legt.
„Dann kommen sie“, lacht sie „Wir finden schon etwas“.
Sie fĂŒhrt mich zur Wand mit den Kravatten zurĂŒck und danach zur UnterwĂ€sche, aber ich kaufe nichts. Geduldig zeigt sie mir alles, aber ich finde Gefallen daran, mir ihre HĂ€nde anzusehen. Zu meiner Verwunderung genieße ich die BerĂŒhrung und ertappe mich dabei, wie ungern ich an meine stille Wohnung denke und wie gern ich bleiben möchte und ihr zuhören. Auch ihr bleibt das nicht verborgen.

„Sagen sie, ich habe gleich Feierabend. Möchten sie vielleicht einen Kaffee mit mir trinken?“ fragt sie und ein Schwall von Parfum zieht mir in die Nase, als sie ihre Hand auf meine Schulter legt. Charmoröse, denke ich. Was soll das werden, wenn es fertig ist?
„Jetzt?“
„Ja, jetzt. Oder erwartet sie jemand?“
Ihre Hand verursacht eine heiße Stelle auf meiner Haut und macht mich nervös.
„Nein“, lĂ€chele ich angespannt „abgesehen von Vivaldi niemand.“

Am Hintereingang muss ich zehn Minuten auf sie warten. Ich komme mir vor wie ein Teenager, aber ich fĂŒhle mich seltsam leicht und frei. FĂŒhlt sich das so an, wenn man sich zu einer Frau hingezogen fĂŒhlt?

Sie ĂŒberrascht mich mit einem passenden Mantel zum KostĂŒm und mir wird flau im Magen. Was fĂŒr ein Paar, denke ich, und verfluche mich fĂŒr meine Eile bei der Kleiderwahl. Egal wo wir beide hingehen, vermute ich, eine wird Spießruten laufen mĂŒssen. Aber dann kommt mir die zĂŒndende Idee.
„Möchten sie vielleicht mit zu mir kommen? Ich wohne gleich da vorne, um die Ecke.“
„Und ich wette, sie haben ganz hervorragenden Kaffee“, prustet sie.
Ich kichere.
„Nein, ich trinke gar keinen Kaffee. Ich trinke nur Tee.“
Wir lachen noch lauter. Die Leute schauen schon und wir mĂŒssen uns aneinander festhalten, um nicht ernsthaften Schaden unter den WeihnachtseinkĂ€ufern anzurichten, die schwer beladen und fluchend versuchen, uns auszuweichen.

In meiner Wohnung schĂ€le ich mich aus den nassen Sachen und schlĂŒpfe in ein langes Seidenkleid. Sie ist still geworden und schaut sich um, berĂŒhrt hier ein Bild und streicht da mit ihrer Hand ĂŒber eins meiner mexikanischen Kissen.
„Es ist schön bei dir“, sagt sie und mustert mich in meiner neuen Verpackung von oben bis unten. Unter ihrem brennenden Blick richten sich meine Brustwarzen auf und leuchten verrĂ€terisch durch den dĂŒnnen Stoff. Ich fliehe in die KĂŒche und mache Tee.

Als ich das Wasser in die Kanne gieße, steht sie hinter mir. Warmer Atem fließt in meinen Nacken und ihr Bauch wölbt sich weich in meinen RĂŒcken. Das erste Teil von Armani fĂ€llt neben meine FĂŒĂŸe. Ihre Hitze, die durch die dĂŒnne Seide in meine Haut sinkt, verursacht mir SchwindelgefĂŒhl und ich muss den Kessel absetzen.
„Vorsicht heiß“, sage ich leise.
„Ja, sehr heiß“, flĂŒstert sie heiser und ihre Lippen kitzeln mein Ohr. Wenn ich nicht gleich sitzen kann, werde ich ohnmĂ€chtig, denke ich, als ich ihre HĂ€nde auf meinem Bauch spĂŒre, von denen sich bald eine weiter in Richtung Brust schiebt und die andere meinen VenushĂŒgel massiert. Meine Knie werden weich und ich staune ĂŒber mich. Was mache ich hier?

Als ich mich umdrehe lĂ€sst sie die HĂ€nde sinken. Diese schönen HĂ€nde, mit den schlanken Fingern, die meine Haut in Brand setzen und mein Blut in Lava verwandeln. Ich wĂŒnsche sie zurĂŒck an meinen Körper. Schweigend sieht sie mich an.
Ihre Augen leuchten wie dunkle Fackeln und entzĂŒnden zwischen meinen Schenkeln einen sĂŒĂŸen Schmerz, der sich in meinem Schoß ausbreitet, wie Sirup, den man tropfenweise ins Wasser gießt.
„Ich will mit dir schlafen“, höre ich mich sagen. Sie lĂ€chelt ihr MillionenlĂ€cheln und drĂŒckt mich an sich.

Ich will dich kĂŒssen, spĂŒren, schmecken, denke ich. Mit beiden HĂ€nden umfasse ich ihr Gesicht, streiche durch ihr Haar und genieße dieses fremde GefĂŒhl zwischen den Fingern. KĂŒhle Lippen berĂŒhren meine. Ich fĂŒhle mich wie unter Wasser und schwimme nackt mit der Strömung, als sich ihre Zunge zwischen meine geöffneten Lippen schiebt und sich heiß und feucht an meine schmiegt. Wasser ist in meinen Augen, meinen Ohren, meinen BrĂŒsten und in meinem Schoß. Es ist ĂŒberall und ich ergebe mich willig diesem sanften Schweben, das mich weg spĂŒlt aus meiner KĂŒche, aus dieser Stadt und aus dieser Welt. Ein paar Leute gehen lachend unter meinem Fenster vorĂŒber. Ich höre sie nicht.

Im Schlafzimmer ist es dunkel und ich mache kein Licht. Die Leuchtreklame von gegenĂŒber erschafft uns neu und ich verliebe mich in das große S, dass unter ihrer linken Brust beginnt und sich wie gemalt um den Bauchnabel windet. S fĂŒr Seide, denke ich. Seide, Sehnsucht und Sex. Wir lassen uns in die Decken sinken und ich will nur noch die Flut ihrer Haut auf meiner. Kein Gestern und kein Morgen. Kein Ich, kein Du und kein Denken.

Unter ihren HĂ€nden zerfließe ich zu formbarer, weicher Erde. Sie kennen alle meine Geheimnisse und enthĂŒllen mir neue. Hungrig lecken mir ihre Lippen den Schweiß vom Hals. Ihre BrĂŒste liegen warm an meinen und kreisen im Rhythmus ihres Schoßes. ZĂ€rtlichkeit und Gier mischen sich unaufhaltsam und gebĂ€ren ein eigenstĂ€ndiges Wesen, das wir nicht mehr beherrschen.

„Komm“, flĂŒstere ich „leck mich“. Mit weit geöffneten Schenkeln biege ich ihr meinen Schoß entgegen und implodiere mit lautem Stöhnen, als ihre Lippen meine Knospe umschließen. Spielerisch und wissend schiebt sich ihre Zunge in meine pulsierende Vulva und taucht tief in meine NĂ€sse. Ihre Finger gleiten in mich hinein und stoßen mit sanftem Druck in meine Tiefe. GerĂ€usche, GerĂŒche und Bilder verschwimmen zu einem erregenden Strudel, der mich rasend und kreisend mit sich reißt, hinab zum Anfang und Ende von Allem.

Die Welt steht fĂŒr einen Augenblick still und hinter meinen geschlossen Lidern wird es hell. Der Höhepunkt brandet wie eine Welle an meine Klippen und bricht sich in mehrfachem Echo, bis die Kraft langsam abnimmt und nur noch kleine schĂ€umende Strudel zart am Sand lecken, die nach und nach verebben. Ihre Zungen lassen mich noch lange nachbeben.

Was fĂŒr eine ungewöhnliche Taufe in den dunkelsten Tag des Jahres, denke ich lĂ€chelnd und heiße das neu eroberte Ufer mit seinen lustschwangeren DĂŒften willkommen wie eine BlĂŒte das erste Sonnenlicht im FrĂŒhjahr. Tief schmiegen wir uns Bauch an RĂŒcken in die Decken und ein nie gekanntes GefĂŒhl von Vertrautheit will mich hinĂŒber tragen in einen alles verwandelnden Schlaf, der mich hinaus hebt aus der Welt, die ich kannte. FĂŒr diesen Augenblick will ich vergessen, wie Rotwein schmeckt und wer Vivaldi war.

Der Schlaf holt mich mit sanfter Flut in seine Arme und ich vergesse alles, außer eins: Geschenke brauche ich noch......



__________________
Freifrau von Löwe

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gareth
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Aufregend schön und glaubhaft

von ein paar wirklichen Kleinigkeiten abgesehen, Freifrau.
Und die schreib ich nur hierher, um 1. zu zeigen, wie genau ich deinen Text gelesen habe und um 2. ĂŒberhaupt noch etwas Textarbeit betreiben zu können :o)

Die Leute schauen schon und wir mĂŒssen wir uns aneinander festhalten

Ein paar Leute gehen lachend unter meinem Fenster vorĂŒber. Ich höre sie nicht.
Wenn du sie aber nicht hörst, kannst du auch nicht wissen, dass sie da sind, oder?

Wir lassen uns in die Decken sinken und "..." will ich nur noch die Flut ihrer Haut auf meiner.

Hungrig lecken mir ihre Lippen den Schweiß vom Hals. Ich bin nicht sicher, ob das ein gutes Bild ist: leckende Lippen(?)

Ein besonders schöner Satz:
Ihre Zungen lassen mich noch lange nachbeben.

...und ein winziges bisschen hadere ich mit dem Titel. Aber was besagt das schon? :o)

Liebe GrĂŒĂŸe
gareth

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freifrau von löwe
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sir gareth.......

ein dank an dich fĂŒr deine mĂŒhe ;-) vor allem natĂŒrlich fĂŒrs genaue lesen und die textarbeit.

die von dir ausfindig gemachten schreibfehler werde ich schleunigst eleminieren.

womöglich ist es kein ausgereiftes bild, ein paar leckende lippen ;-) allerdings hebst du die zungen [der strudel] wiederum als besonders schön hervor, was eigentlich ein genauso unwirkliches bild ist. um mich davon zu ĂŒberzeugen, dass dies mehr als willkĂŒr ist, brauche ich wohl noch einen kommentar ;-))

wenn du dich am titel stĂ¶ĂŸt, so bin ich sehr empfĂ€nglich fĂŒr andere vorschlĂ€ge......

viele grĂŒĂŸe
eve







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Freifrau von Löwe

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gareth
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Den Satz:

Ihre Zungen lassen mich noch lange nachbeben

finde ich als Bild deshalb so gelungen, weil es eines der wesentlichen Merkmale fĂŒr gute lyrische Bilder ist, dass sie nur geringfĂŒgig, aber ĂŒberraschend und eindrucksvoll von der RealitĂ€t abweichen.

In diesem Fall ist es einfach die selbstverstÀndliche Mehrzahl der Zungen dieser Frau.

Es scheint mir allerdings das Privileg eben dieser einen oder mehrerer Zungen zu sein, zu lecken.
Lippen berĂŒhren, oder tupfen, oder saugen, oder streicheln, oder pressen sich auf, oder schließen sich um, oder bewegen sich, oder öffnen oder schließen sich und was sie nicht noch alles machen, aber sie lecken nicht (oder etwa doch?).

Liebe GrĂŒĂŸe
gareth,

der sich am Titel ausdrĂŒcklich nicht stĂ¶ĂŸt, sondern nur ein wenig damit hadert :o)

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blaustrumpf
???
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Hallo, gareth

Mit deinem zĂŒngelnden Hinweis ist dir - vermutlich unbeabsichtigt - der Nachweis gelungen, warum Grammatiker(innen) andere Höhepunkte erleben als weniger auf einen Aspekt der Sprache Fixierte.

So rein von den RĂŒckbezĂŒglichkeiten sind es ja die - im korrekten Plural - verebbenden "kleinen schĂ€umenden Strudel", die zu den Zungen gehören. Deine angedeuteten Assoziationen finde ich allerdings sehr reizvoll.

Schöne GrĂŒĂŸe von blaustrumpf
__________________
DafĂŒr bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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gareth
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Da ist was dran,

grammatikmĂ€ĂŸig, meine ich :o).

Die Zungen sind wohl tatsĂ€chlich rĂŒckbezogen auf die kleinen schĂ€umenden Strudel, die zart am Sand lecken und nicht auf die VerkĂ€uferin. Auch das ist ein hĂŒbsches Bild.

Aber zumindest konnte ich erklÀren, warum ich den Satz:
Ihre Zungen lassen mich noch lange nachbeben
besonders schön fand.

Also, noch genauer lesen, das nÀchste Mal *seufz*

Liebe GrĂŒĂŸe
gareth

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