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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Vogonengedicht
Eingestellt am 08. 11. 2005 11:55


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Otto Lenk
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Manchmal ist der Vogone
groß in mir.
Dann will es raus,
einfach nur raus in die Welt.

Oh, du Stern du.
Oh, du Stern
Du.
Starrst mich an,
mit starrem Silberblick,
als ob du mich nur kennest.
Es scheint, als trüge Absicht
dein Geleuchte.
Mir zu dienen, im inneren Gedäuchte.
Dann öffne ich das Groß-
und auch das kleine Hirn,
und ode in die Welt hinein.
Beleuchte in Gedanken das Gedäuchte,
und flieg´ mit starrem Silberblick,
hinein in dein Geleuchte.
Dort ist es hell, so hell und warm,
dass man die Kleidung gar nicht bräuchte.
Man könnte nackt, wie Glodistan einst
einen schuf, in Mördermeeren baden.
Sich mit schlüpfrig moden Würmern aalen,
und zum Dank fürs inspirierische Gedäucht
den ein und andren Wurm im Wurmfortsatze
widerhaken – für zwei oder drei Jahre bald.
Dort würde er in meinem Safte gehen und gehen,
um dir am Ende, du großes Glodistan,
das schleimig restliche Getier zu übergeben.
Es soll dienen dir.
In deinen Magen-Darm-Sekreten schwimmen,
und all das Ungetier, dass du gefrasst und frasst,
zersetzen.

Oh Stern,
du Stern du.
Es reicht mir nun.
Dein ewiges Geblitze blendet mich
und meinen hellen Geist.
Drum leuchte nun ein letztes Mal,
bevor ich dich vernichte.
Wie du wohl schmackest,
so pulverisiert und kleingehackt?
Ob wohl dein ausgelöschtes Licht
in mir wieder leuchte? Wenn es zum Kern vordringt.
In dies große Seelenlicht, das mich beleuchtet.
Den letzen großen Dichter dieser kalten dunklen Welt.
Wir werden sehen.
Oh ja...wir werden sehen.


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Bernd
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Ja, die Vogonen. Gefährlich für alle, denen sie begegnen.
Vogonische Dichtkunst.
Es soll die zweitschlechteste im All sein - sie soll auch vernichtend wirken bei Lesungen.

Aber Vogonen halten sich für groß und bedeutend.

So ist auch dieses Werk eine schöne Erweiterung vogonischer Dichtkunst.

Otto schaffte es, ein neues Werk aus dieser Gattung zu schaffen.

Vogonische Dichtkunst ist besser als ihr Ruf.

---

Ein Wettbewerb in vogonischer Dichtkunst wäre ein schönes Andenken an Douglas Adams.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Otto Lenk
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darauf genehmige ich mir einen doppelten pangalaktischen donnergurgler.

in diesem sinne otto

p.s. handtuch nicht vergessen. man weiß ja nie!

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Udogi-Sela

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Der Vogone in mir

Mit der vogonischen Dichtung ist das so eine Sache:
Ich lese:
„Manchmal ist der Vogone groß in mir.“
Das kann heißen:
„Der Vogone ist immer in mir, manchmal wird er groß und dann muss es raus...“
oder
„Manchmal nur ist der Vogone in mir, aber dann groß und dann muss es raus...“,
jedenfalls kam es raus, bzw. „odete es in die Welt hinein“ von Glodistan, Mördermeeren, schlüpfrig moden Würmern und einem zu verdauenden Stern, der evtl im Kern wieder leuchtet, obwohl es doch im „letzten großen Dichter dieser kalten dunklen Welt“ groß seelenleuchtet.
Vielleicht sollte ich mich auch mal per Anhalter durch die Galaxis schlagen.

Welch’ Glück, dass wir hier in „Humor & Satire“ sind, „...denn die vogonische Dichtkunst ist die drittschlechteste im Universum“.

Siehe auch: Hier klicken

Herzlichst
Udo



__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Otto Lenk
Routinierter Autor
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"Vielleicht sollte ich mich auch mal per Anhalter durch die Galaxis schlagen..."

Aber klar doch. Bademantel an und Handtuch um den Hals gewickelt...wir treffen uns dann im Restaurant am Ende des Universums.

In diesem Sinne 42

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Dabei wollte ich ihr eine Silbermedaille verpassen. Und nun ist es doch nur Bronze.

Die Vogonen sind sehr von ihrer Kunst überzeugt.

Trotzdem glaube ich, dass wir hier einer Mystifikation unterliegen.

In jedem Dichter steckt ein Vogone.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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