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Leselupe.de > Gereimtes
Vollmondwinter
Eingestellt am 10. 01. 2009 22:38


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Walther
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Vollmondwinter


Es ziert das Grau der Inversion
Der volle Mond.
Wie er dort thront.
Den ganzen Mittag steht er schon

So da und scheint so fahl und rund.
Ich geh und seh.
Er ruht wie eh.
Es geht voran zur Abendstund.

Ich greif mir an des Hutes Rand
Mit einer Hand.
Die Welt ist Tand.

Ich hauche Nebel. Es ist kalt.
Der Mond ist alt.
Ich bin es bald.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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revilo
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Hallo Walter, Du alter junger Kämpfer,
Deine Stärke liegt eindeutig bei den Reimen.Nur die Zeile:
" Ich geh und seh Er ruht wie eh" holpert fürchterlich. Das kannst Du eindeutig besser!LG revilo

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Sta.tor
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Hallo Walther,

sehr schön, sehr stimmungsvoll und z.Z. sehr real.
Auch der Schlussvers, leider.

revilo: das Gefühl für Rhythmus kann man lernen.

Viele Grüße

Sta.tor
__________________
schlimmer geht immer

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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@ Oliver:

Für das Metrum empfehle ich das gute alte Silbenbild:

quote:
Es ziert das Grau der Inversion
XxXxXxX
Der volle Mond.
xXxX
Wie er dort thront.
xXxX
Den ganzen Mittag steht er schon
xXxXxXxX

So da und scheint so fahl und rund.
xXxXxXxX
Ich geh und seh.
xXxX
Er ruht wie eh.
xXxX
Es geht voran zur Abendstund.
xXxXxXxX

Ich greif mir an des Hutes Rand
xXxXxXxX
Mit einer Hand.
xXxX
Die Welt ist Tand.
xXxX

Ich hauche Nebel. Es ist kalt.
xXxXxXxX
Der Mond ist alt.
xXxX
Ich bin es bald.
xXxX
Wie man sieht, ist das ein durchgehend jambisch ausgeführtes Metrum. Die Rhythmik entspricht dem guten alten deutschen Volkslied. Die Reime sind männlich, die Tonart "dunkel", die Vokale o, u und a sind Volkale der Ruhe.

Zugleich geht das Gedicht im Takt des Gehens und Stehens. Das LyrIch bewegt sich, hält inne, bewegt sich (Zäsuren). Damit ist das Gedicht selbst ein Abbild des beobachtenden Spaziergängers, der bildlich die Krempe des Hutes faßt, um seinen Sitz und das Denken auszurichten.

Außen- und Innensicht springen hin und her, ganz wie das der Spaziergänger, der alleine einen Spätnachmittagsspaziergang macht, auch tut. Das machen wir übrigens alle so.

"Gelegenheit macht Dichtung": Dieses Gedicht ist ein beredtes Beispiel meiner Poetologie. Zugleich durchbricht es in besonderer Weise das Sonett, um es doch wieder zu seinem Ursprung zurückzuführen.

Bester Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
Kommentare: 1762
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Hi Walther,

mir gefällt das Gedicht auch sehr gut! Vor allem die Form - wunderschön! Das Gedicht ist ein gutes Beispiel dafür, dass man selbst mit relativ oft benutzten Wörtern, Reimen und Bildern dennoch gute Lyrik kreieren kann.

Lg presque

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