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Leselupe.de > Kurzprosa
Vom Nachhausekommen ...
Eingestellt am 03. 10. 2009 19:24


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Bernd Patczowsky
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2005

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Vom Nachhausekommen, der Hausarbeit und unserem Nachbarn

Immer, wenn ich wieder einmal völlig abgespannt nach Hause komme überrascht mich meine Frau

mit Hausarbeit.

Nicht dass ich dieser Arbeit gegenüber negativ eingestellt wäre –
schließlich gehören Ordnung und Sauberkeit auch zu meinen größten Tugenden –
abgesehen natürlich von einem Glas Wein und den langgestreckten Füßen vor dem Fernseher.
Weshalb ich mir oft genug die Bemerkungen meiner Frau anhören muss, dass der Mann der Nachbarin sich viel mehr Zeit für seine Beziehung nehme -
was meine Frau wiederum schmerzlich vermisse...

Aber das tut ja hier nichts zur Sache.

Eine negative Einstellung zur Hausarbeit ist mir also nicht nur fremd, sondern ich beteilige mich gleichberechtigt an ihr – das heißt, wenn meine Frau meint, ich solle dies oder das oder jenes tun, so folge ich ihr ohne Widerspruch.
Wie ein moderner Mann dies eben tut.
Aber wenn ich nun mal abgespannt nach Hause komme, erwarte ich von meiner Frau doch etwas mehr Empathie als mir liebevoll einen kurzen Kuss auf den Mund und den Staubsauger in die Hand zu drücken.
Gibt es doch wesentlich wichtigere Dinge, denen in solchen Momenten des Nachhausekommens mein Interesse gilt. Und das läge doch auch im Interesse meiner Frau, also gerade und im besonderen wenn ich da an meinen Nachbarn denke, also an ihn und seine Frau.
Aber das tue jetzt nichts zur Sache, was ich mir wünschen würde, meint meine Frau dann jedes Mal und überlässt mich grinsend meinem Schicksal oder besser gesagt der Technik des Staubsaugers.

Wie sehr ein Mann die bereits genannten Tugenden von Ordnung und Sauberkeit mehr als eine abstrakte Begrifflichkeit sieht, merke ich an den liebevollen Hinweisen meiner Frau, wie so ein Staubsauger richtig zu bedienen sei.
Auch den Schmutz in den Ecken, wo ich bisher nicht mal mehr eine Ecke wahrgenommen habe, führt sie mir konsequent vor Augen.

Immer in solchen Situationen
also wenn ich so richtig abgespannt nach Hause komme ...
- aber das sagte ich ja bereits –
wenn ich also so richtig abgespannt staubsaugend den gut gemeinten Ratschlägen meiner Frau Folge leiste,
wünsche ich mir, dass meine Frau einmal - und wirklich nur einmal - eine Diät durchführt und so richtig schlank wird.

Dann kurz das Rohr angesetzt –
und weg ist sie.

Version vom 03. 10. 2009 19:24

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
Immer, wenn ich wieder einmal völlig abgespannt nach Hause komme überrascht mich meine Frau wenn's "immer" ist und immer das gleiche, dann kann's keine überraschung sein, sondern nur gewohnheit

mit Hausarbeit.

Nicht dass ich dieser Arbeit gegenüber negativ eingestellt wäre –
schließlich gehören Ordnung und Sauberkeit auch zu meinen größten Tugenden –
abgesehen natürlich von einem Glas Wein und den langgestreckten Füßen vor dem Fernseher das sind keine tugenden, sondern eher das gegenteil.
Weshalb ich mir oft genug die Bemerkungen meiner Frau anhören muss, dass der Mann der Nachbarin sich viel mehr Zeit für seine Beziehung nähme wieso "weshalb"? welcher zusammengang besteht hier? -
was meine Frau wiederum schmerzlich vermissen würde wen oder was verschmerzt die frau?...

Aber das tut ja hier nichts zur Sache ??.
hallo @bernd, ich seh in dem protagonisten einen frauenfeindlichen (oder zum frauenfeind gewordenen) schlappschwanz, der es nicht fertigbringt, sein leben so zu ordnen, wie er's eigentlich möchte, und stattdessen pubertären gewaltfantasien seiner frau gegenüber raum gibt.

kein besonders witziger ansatz und leider auch nicht besonders gut geschrieben - es sind eine menge unklarheiten und zusammenhanglosigkeiten in deinem text. er wirkt ein bisschen zu sehr "drauflosgeschrieben".

tipp: mach aus dem gedemütigten staubsauger etwas anderes als einen heimlichen schwafler. die grundidee, dass ein pantoffelheld plötzlich aufmuckt und zur lösung seines problems die waffe "haushaltsgerät" gegen die peinigerin richtet, ist ja nicht unbedingt an den haaren herbeigezogen (und auch nicht neu), erforderte aber eine bessere ausführung als deine, um den leser mitzunehmen.

nicht entmutigen lassen und weitermachen!

liebe grüße aus münchen

bluefin

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