Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92253
Momentan online:
252 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Vom Scheitern gewisser Poeten
Eingestellt am 27. 07. 2001 18:21


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

Werke: 51
Kommentare: 134
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Dietmar Hoehn eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

VOM SCHEITERN GEWISSER POETEN

Gescheiterte Dichter - das spricht ja schon Bände -
behaupten, die Lyrik sei schwerstes Gelände:
Höchst unübersichtlich, voller Angeln und Fallen,
auch hässlicher Neid lau’re auf ihnen allen;
von Möchtegern-Dichtern, sprich Pseudopoeten,
sogar von Verlegern, die sie nicht vertreten.

Sie klagen und jammern, beschimpfen fast jeden
und werfen den Handschuh zu sinnlosen Fehden.
Beklagen ihr Schicksal und hadern mit Musen,
zerreißen die Kleider, zerkratzen den Busen.
Und mancher verwirrt an Verschwörung schon glaubt,
doch keiner streut Asche auf’s eigene Haupt.

Man war sich so sicher, man sei der Erwählte,
worauf sich das Ego mit Hybris beseelte,
erhaben zu sein über dieses Gelichter;
so scheitern sie alle an sich, diese „Dichter“.

Merke:
Gescheite Poeten - sofern es sie gibt -
sind allseits geachtet, verehrt und beliebt!

__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fühl'ich mich, das reicht, genug!

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2248
Kommentare: 11067
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Bernd eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
andere methode zu scheitern

die lyrik ist einfach, man braucht nichts zu wissen,
die anderen werden es schmerzlich vermissen,
wenn ich sie nicht weiter mit strophen erfreue
und zahlreiche lettern aus freundschaft verstreue

gegebenenfalls jedoch kann selbst das scheitern
enorm und geschwind das bewußtsein erweitern,
die anderen sind alle kunstbanausen,
so denkt mancher Dichter, drum laß sie nur hausen,

derweilen da werden die scheite gesammelt
was wird das, wird leise geflüstert, gestammelt,
ach klar doch, das wird eine hexenjagd werden,
noch nie gab es später darüber beschwerden,

die musen verschwinden, die blusen desgleichen,
ich werde das höchste, den gipfel erreichen
ich bin ja der größte, du wirst es erleben,
mit Heiligenschein werde ich dir entschweben,

und lasst alle lachen, ich bin der erwählte
mit all meinen musen sehr heftig vermählte,
und siehst du mich irgendwo hier auf der straße
erkennst du, sie reicht bis zum himmel, die nase


---

Dein Gedicht hat mich angeregt, darüber nachzudenken. Es stimmt, und es gibt noch mehr.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Bearbeiten/Löschen    


Jasmin
Autorenanwärter
Registriert: Sep 2000

Werke: 141
Kommentare: 1135
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Wie soll ich nach der...

Lektuere dieser Zeilen jemals wieder mir anmassen, etwas Zusammengedichtetes zu verbreiten? Denn stimmt das, was hier geschrieben steht, dann sieht es duester aus fuer verkannte Genies...
__________________
Jasmin

Bearbeiten/Löschen    


Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2248
Kommentare: 11067
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Bernd eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Jasmin,

Von Deinen Gedichten sind viele 1. Klasse.
Das Verbreiten hat übrigens wenig damit zu tun ;-)

Schreib bitte weiter und verbreite.

Liebe Grüße von Bernd

PS: Nichts ist absolut, erst recht nicht die Lügen in dem Gedicht, das ich oben schrieb als Antwort.

PS: Es ist ja soooo heiß.
Der Bildschirm schmilzt weg.

PS: Düsternis ist oft was Edles.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Bearbeiten/Löschen    


Jasmin
Autorenanwärter
Registriert: Sep 2000

Werke: 141
Kommentare: 1135
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Nichts ist absolut - Ta panta rei..

Lieber Bernd,

vielen Dank fuer die Rosen!

Das Verbreiten macht (mir) inzwischen das Dichten schwer. Ich habe gemerkt, dass viele meiner alten Gedichte viel besser rezipiert werden. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass ich damals unbefangen nur fuer mich selbst schrieb. Die beabsichtigte Verbreitung fuehrt zu Reaktionen und Bewertungen, die nun unbewusst schon vorher das Gedichtete beeinflussen, bevor es ueberhaupt gedichtet wurde.

Nichts ist absolut: Das spuere ich jeden Tag. Alles ist relativ zu meiner Stimmung.

Duesternis hat etwas Edles, doch ich ertrage sie auf Dauer nicht. Kaum hatte ich ein duesteres Meer auf meine Heimseite gezaubert,da schrie es schon nach surrealistischer Auflockerung und ich zauberte eine Magrittesche Tuer hin...


Liebe Gruesse von



__________________
Jasmin

Bearbeiten/Löschen    


Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,
also,was das MERKE: angeht..so glaube ich nicht,das es auf alle (gescheiten) Poeten zutrifft.
Erst schreibst Du auch.."sofern es sie gibt.."
Dann bist DU der Meinung..seien sie geachtet..etc..beliebt..
Die Geschmäcker sind doch alle verschieden..so also..ist der eine Poet beliebt,der andere nicht..(man kann nicht jeden Poeten lieben..)Und der Mensch,der dahinter steckt..es gab bestimmt ziemlich viele Fieslinge,mürrische Eigenbrödler..etc..unter den Poeten,so dass sie also bei ihren Mitmenschen nicht immer sehr beliebt waren.
Und von Poet zu Poet..gibt es mit Sicherheit auch Neid..oder so..
Oder hab ich da was missverstanden??
LG
Sanne

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!