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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Vom Versuch, einen Liebesbrief zu schreiben
Eingestellt am 15. 09. 2016 02:02


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Tula
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Vom Versuch, einen Liebesbrief zu schreiben
(Mini-Rap)


wenn ich abends nach der schenke
an die liebste denke

drängt sich was in die gelenke
das mich lenkt und fängt
an mit 'schätzchen, ach wie sengt
mich der schmerz...' - ist längst
kalt wie erz und es ertränkt
meinen mut... hand senkt sich...

schreibe schlaff so wie erhängtes
oder straff verrenktes
träume wieder ich wär' gangster
clyde und schieĂźe peng peng
denn wir wolln nicht ins gefängnis
nur das gold (das schenkt sich...)

- so ein schmarren (!) - hält der henker
mich zum narren stänkert
mir im kopf such' die po engte
auf dem topf dort zwängt sich
manches aber nichts geschwenktes
auf die liebe … denk' ich


alte Version:

wenn ich abends nach der schenke
an die liebste denke

drängt sich was in die gelenke
lenkt mich und dann fängt es
an mit 'schätzchen, sengte
mich der schmerz nicht...' - längst er-
loschen (!) stänkert wer - ertränkt
den mut die feder senkt sich...

schreibe schlaff so wie erhängtes
straff auch wie verrenktes
träume wieder ich wär' gangster
clyde und schieĂźe peng peng
denn wir wolln nicht ins gefängnis
nur das gold (das schenkt sich...)

- so ein schmarren (!) - hält der henker
mich zum narren stänkert
mir im kopf such' die po engte
auf dem topf dort zwängt sich
manches aber nichts geschwenktes
auf die liebe … denk' ich


Version vom 15. 09. 2016 02:02

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Mondnein
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Rapbinnenhaufenreim

Es lebt ganz gut von seinen Binnenreimen, Binnenhaufenreim, Rapbinnenhaufenreim.
Ich versuchs mal so zu gliedern, wie ichs spontan lese:

quote:
wenn ich abends     nach der schenke
an die liebste     denke

drängt sich was in     die gelenke,
lenkt mich und dann     fängt es an mit
'schätzchen, sengte    mich der schmerz nicht...' -
längst erloschen (!)     stänkert wer - er-
tränkt den mut die     feder senkt sich...

schreibe schlaff so     wie erhängtes
straff auch wie ver-     renktes - träume
wieder ich wär'     gangster clyde und
schieĂźe peng peng     denn wir wolln nicht
ins gefängnis     nur das gold (das
schenkt sich...)

- so ein schmarren (!) -     hält der henker
mich zum narren     stänkert mir im
kopf such' die po-     engte auf dem
topf dort zwängt sich     manches aber
nichts geschwenktes     auf die liebe …
denk' ich


"geschwenktes" - meinst Du einen "Schwank"?


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Mondnein
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Variante

Wenn man die "verwaisten" Halbverse auffĂĽllt, gehts auch ganz gut; die Binnenreime geraten dann oft auch "richtiger" ans Ende der Verse:

quote:
wenn ich abends     nach der schenke
an die liebste     denke drängt sich
was in die ge-     lenke, lenkt mich
und dann fängt es     an mit 'schätzchen,
sengte mich der     schmerz nicht...' - längst er-
loschen (!) stänkert     wer - ertränkt den
mut - die feder     senkt sich...

schreibe schlaff so     wie erhängtes
straff auch wie ver-     renktes - träume
wieder ich wär'     gangster clyde und
schieĂźe peng peng     denn wir wolln nicht
ins gefängnis     nur das gold (das
schenkt sich...) - so ein     schmarren (!) - hält der
henker mich zum     narren stänkert
mir im kopf such'     die po engte
auf dem topf dort     zwängt sich manches
aber nichts ge-     schwenktes auf die
liebe … denk' ich

__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Tula
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wein der schwenkt sich

Hallo Mondnein

vielen Dank fĂĽr Deine ausfĂĽhrliche Analyse und Beispiele.

zum Schwank: nein, die Antwort steht oben; den Wein zu schwenken hat etwas vornehmes, feierliches, doch hier (auf dem Klo) kommen dem Dichter auch keine besseren Gedanken fĂĽr seinen Brief (was soll auch nach einem Besuch in der Schenke noch Gescheites kommen?)

Zum Lesen: ich habe absichtlich den Rhythmus abwechselnd gebrochen, damit es beim Lesen nicht monoton wirkt und leiert. Dachte ich mir jedenfalls. Da ich nun mal (überhaupt nicht altersgerecht) enimem mag, versuche ich beim Musikhören mir die sprach-rhythmische Seite wenigstens annähernd zu erschliessen, bei diesem wird nämlich wie kaum anderswo die Sprache selbst zum Instrument, wirklich beeindruckend. Jedenfalls "springt" es bei ihm auch erheblich, natürlich immer auf die höchstgekonnte Weise.

Ich selbst lese es also so im ständigen Bruch, d.h. mit Betonung auf 'enkt' usw. Dass es dann im Stil auch etwas "schnodderig" wirkt, muss ich wohl in Kauf nehmen.

Ich gehe jetzt trotzdem das StĂĽck nochmal durch, vor allem die jeweils kĂĽrzeren Zeilen (2., 4. usw), die im Rhythmus nicht einheitlich sind.

LG
Tula

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Tula
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zweite Version ist drin, hoffentlich besser

Betonung der Zeilen auf der dritten Silbe und dann auf "enkt" usw. je nach Länge der Zeile (welche stets wechselt wie beschrieben)

Tula

PS: und ich meinte oben "eminem" (vertippt)

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