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Leselupe.de > Kindergeschichten
Vom kleinen Mäusemädchen Laura
Eingestellt am 08. 02. 2006 18:21


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Mala
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Feb 2006

Werke: 2
Kommentare: 1
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Hier könnt ihr meine erste Geschichte Lesen. Ich schrieb sie vor ca. vier Jahren für meine Tochter Laura.

Viel Spaß beim Lesen!


In einem großen Wald wohnte eine kleine Familie. Es war eine besondere Familie. Es war eine Mäusefamilie. Mama Maus, Papa Maus und das kleine Mäusemädchen Laura.
Sie lebten in einem schönen Haus. Es war so ähnlich wie eine Höhle. Mama Maus hatte den Platz gefunden und Papa Maus hatte das Haus gebaut. Es gab sogar einen kleinen Garten, in dem viele, bunte Blumen blühten.
Laura war heute sehr aufgeregt. Sie hatte ihren ersten Schultag! Mama und Papa hatten ihr schon viel über die Schule erzählt. Jetzt war sie schon sehr gespannt, was sie dort erwarten würde. Mama hatte erzählt, dass sie rechnen und schreiben lernen würde. Papa hatte gesagt, die Frau Lehrerin würde den Mäusekindern auch erklären, wie sie sich ein Haus bauen könnten, wenn sie groß waren. Und was das schönste war, sie würde viele andere Mäusekinder kennen lernen. Das fand Laura ganz besonders spannend. Sie hatte sich für diesen Tag ihr schönstes Kleid herausgesucht, und weil sie ein großes Mädchen war, wie ihre Eltern immer sagten, hatte sie es sich selbst angezogen. Nur bei den Knöpfen musste Mama noch ein bisschen helfen.
Endlich war es so weit. Den Schulweg kannte sie ganz genau, Papa Maus hatte ein paar Mal mit ihr geübt. Nach ein paar Minuten war unser kleines Mäusemädchen in der Schule. Es waren viele Mäusemädchen und Mäusebuben da. Alle hatten sich hübsch gemacht für ihren großen Tag. Auch die Frau Lehrerin saß schon an ihrem Schreibtisch. Sie schaute richtig lustig aus mit der dicken Brille auf der Nase. Die Frau Lehrerin sagte zu den Kindern, dass sie sich setzen sollten und dass alle ihre Namen nennen sollten.
„Laura, ich heiße Laura!“ rief das kleine Mäusemädchen, als es an der Reihe war. Da fingen alle Kinder laut zu lachen an. Was war denn das für ein komischer Name? Fips hießen Mäusekinder, oder vielleicht Fridolin, aber Laura? Das war doch kein Name für ein kleines Mäusemädchen. Laura wurde ganz traurig und fing zu weinen an. Dabei hatten Mama und Papa immer gesagt, dass es ein sehr schöner Name war und sie stolz auf ihren Namen sein könnte. Aber das stimmte wohl doch nicht, wenn alle Kinder darüber lachten.
Als die Schule aus war, war Laura noch immer ganz traurig. Keines der Kinder hatte mit ihr gespielt, sie hatten sich immer nur über ihren Namen lustig gemacht. So schön wie Mama und Papa gesagt hatten, war die Schule nicht. Dort wollte sie nie mehr wieder hingehen, wenn alle nur über sie lachten. Aber was sollte sie tun? Wohin sollte sie gehen? Nach Hause konnte Laura nicht gehen, denn die Eltern würden sagen, dass sie auf jeden Fall wieder in die Schule gehen müsste.
Laura setzte sich auf einen Baumstumpf und dachte nach. Am besten würde es wohl sein, wenn sie sich erst einmal einen Platz zum schlafen suchte. Sie stand auf und ging weiter. Als sie eine Weile gegangen war, kam sie auf eine Lichtung. Ja, das war ein schöner Schlafplatz, hier würde sie die Nacht verbringen, dachte unser kleines Mäusemädchen. Sie schaute sich um und fing an, ein paar Blätter und Zweige zu sammeln, um sich ein Bett zu bauen. Das war aber gar nicht so leicht, wie Laura gedacht hatte. Aber sie wollte nicht aufgeben und nach einer Weile war es geschafft. Sie hatte ein richtiges kleines Bett gebaut, wo sie die Nacht verbringen konnte.
Auf einmal merkte Laura, dass sie Hunger hatte. Da fiel ihr das Jausenbrot in der Tasche ein, das ihr Mama eingepackt hatte. Sie setzte sich hin und aß. Vom langen Gehen und von der Arbeit war Laura müde geworden. Sie wollte gleich ihr Bett ausprobieren und bald schlafen. Morgen würde Laura weitersehen. Laura legte sich in ihr Bett und machte die Augen zu. Aber richtig wohl war ihr nicht. Es wurde langsam dunkel und ihr war kalt. Irgendwie fehlten ihr auch Mama und Papa. Wenn ihr zu Hause kalt war, konnte sie sich an Mama kuscheln, so lange bis sie eingeschlafen war. Aber jetzt war sie ganz alleine.
Auf einmal schreckte Laura hoch. Was war das? Irgendwo raschelte etwas. Sie begann sich zu fürchten.
„Mama, Papa!“ rief sie. Aber es konnte sie niemand hören. Laura schaute sich um. Sie konnte aber nichts entdecken. Sie schaute noch einmal. Doch da drüben konnte sie Licht sehen. Laura stand auf und ging in die Richtung, wo sie das Licht sah. Da hörte sie einen Hund bellen. Sie erschrak. Sie sah ein Haus und einen Stall. Ein Bauernhof! Über den Hof bewegte sich eine große Gestalt. Das musste wohl ein Mensch sein. Zu den Menschen sollte sie nicht gehen, hatten Mama und Papa oft gesagt. Menschen mochten die Mäuse nicht. Aber jetzt war es zu spät. Der Bauer hatte das kleine Mäusemädchen schon entdeckt. „Ha!“, schrie der Bauer. „Eine Maus hat auf meinem Hof nichts verloren! Ich werde gleich den Kater aus dem Haus holen, der soll sie fangen!“ Da rannte Laura, so schnell sie konnte. Sie rannte und rannte und „Pst!“, hörte Laura auf einmal, „schnell komm zu mir“. Es war ein kleiner Kater, der gerufen hatte. „Hab keine Angst, ich tu Dir nichts“. Zitternd vor Angst lief das Mäusemädchen zu der kleinen Katze.
Der kleine Kater hatte sich hinter dem Schuppen versteckt. Da sah Laura, dass das Kätzchen nur drei Beine hatte. Der Kater erzählte, sein Name sei Konstantin und dass ihn der Bauer nicht mochte, weil er nicht so schnell wie die anderen Katzen laufen konnte. Langsam fasste Laura Vertrauen und erzählte ihre Geschichte. „Mir gefällt Dein Name“, sagte Konstantin. „Aber jetzt helfe ich Dir, dass Du wieder zu Deinen Eltern kommst, die werden sich schon Sorgen machen.“
Konstantin setzte Laura auf seinen Rücken und trug sie den ganzen langen Weg bis zu ihrem Haus.
Mama Maus und Papa Maus bedankten sich bei Konstantin und freuten sich sehr, dass ihrer kleinen Laura nichts passiert war. Dann musste sie die ganze Geschichte erzählen.
Die Kinder staunten nicht schlecht, als Laura am nächsten Tag von Konstantin in die Schule gebracht wurde. Sie lachten nicht mehr über Laura, nein sie waren richtig stolz auf sie.
Der kleine Kater Konstantin wartete jeden Tag nach der Schule auf Laura, er spielte mit ihr und sie erzählten sich viele lustige Geschichten.
Und so kam es, dass der kleine Kater und das Mäusemädchen Freunde wurden, Freunde fürs Leben.

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