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Leselupe.de > Humor und Satire
Von Frauen und Pferden
Eingestellt am 19. 03. 2008 21:11


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Niki
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2008

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Nenn mich Whinnnihhhh! So ungef├Ąhr muss das erste lebend gefangene Fohlen zu Ayla, der ersten volleMannzipierten Frau in der Menschheitsgeschichte, gesagt haben.
Nur mal angenommen, Auel hat recht. Dann fing unsere Liebe also vor, sagen wir mal 15000 Jahren irgendwo im Nirgendwo an.
Der Beginn einer wunderbaren Beziehung, Pferd und Frau.
Einige arch├Ąologischen Hinweise hat man k├╝rzlich in den zentralasiatischen Steppen ausgebuddelt, weil man endlich den Spuren der griechischen ├ťberlieferung folgte. Bis in die innere Mongolei sollen die tollk├╝hnen Reiterinnen aus den skytischen Steppen vorgedrungen sein, sogar blonde Kinder hinterlassen haben.
Nun wird es aber mal Zeit, ein paar Sachen Richtig zu stellen, dachte ich.
Erstens, nicht jede Frau auf einem Pferder├╝cken ist notgedrungen emanzipiert und nicht jede Emanze reitet.
Immerhin, seit Abschaffung der Zelter und Frauens├Ąttel weht auch uns wieder ein frischer Wind um die Nas.. untenherum, meine ich. Erst recht, seit es in Mode gekommen ist, der nat├╝rlichen Behaarung mit Ladyshave, und f├╝r die ganz (ent)ha(a)rten unter uns, mit Wachs ans Fell zu gehen.
Da bekommt man direkt ein ganz anderes Feeling f├╝r das Tier das unten.
Und auch hier gilt, nicht jede blanke Muschi geh├Ârt zu einer Emanze und nicht jede emanzipierte Muschi ist eine Frau, oder so ├Ąhnlich.
Irgendwann zwischen Ayla und Alice wurde uns Frauen dann die Kandare angelegt. Was f├╝r ein Gl├╝ck, kann Mann da nur sagen, ohne Kandare keine Emanzipation, weil wir dann ja gar nichts gehabt h├Ątten, wovon wir uns emanzipieren h├Ątten m├╝ssen.
Zweitens! Nur schlecht war das gar nicht, damals. Klar, die doofe Seitensitzerei auf dem Pferder├╝cken machte keinen Spa├č, auf den ersten Blick! Aber, nur mal angenommen, so ein sanftm├╝tiger Zelter mit einer gezwungenerma├čen sanftm├╝tigen Frau obendrauf unternahm den sanftm├╝tigen Versuch einer Flucht, weil ein, oder zwei oder gar drei bestenfalls vier verwegene Lanzentr├Ąger hinter ihnen her waren. Dann st├╝rzte das die holde Maid in arge Gewissenskonflikte. S├Ąmtliche Honoratioren hatten ihr von Kindesbeinen an eingetrichtert, dass ein M├Ądchen schamhaft auf dem Pferd zu sitzen hatte, wo k├Ąme Mann denn sonst hin, wenn jeder man auf den Trichter draufkommen k├Ânnte, mit dem Hingucken und so. Um bei unserer Verfolgungsjagd zu bleiben. Die hatte sich inzwischen insoweit oder besser nah entwickelt, dass die sanftm├╝tig dahinhoppelnde Dame schon langsam den w├╝rzigen Geruch der Lanzen samt ihrer Tr├Ąger in ihre Nas.. bekam. Entweder, sie wagte den f├╝rchterlichen Schritt mit dem Schritt und klappte selbigen auseinander, um dem Tier unter sich endlich mal die Spore geben zu k├Ânnen, oder sie tat das, was man ihr eingetrichtert hatte, stillhalten ÔÇŽ
Das Ergebnis war immer dasselbe, die Dame musste die Beine breit machen, eintrichtern hin und her, her und hin. Wie gesagt, sooo schlimm war das gar nicht, damals.
Doch jetzt mal ernsthaft.
Liebste Geschlechtsgenossin, Du ahnst sicher bereits, womit ich Dir kommen will. Richtig, mit einer Bitte um Entschuldigung. Doch ich bef├╝rchte, es k├Ânnte diesmal schwierig werden mit Deiner Gro├čm├╝tigkeit. Nur all zu gut ist mir Deine tiefe Liebe zu den Pferden bewusst.
Aber! Bist Du Dir da ganz sicher? Kann es nicht sein, dass das Animalische an den M├Ąnnern so reizvoll ist, die wild reitend von einem Scharm├╝tzel zum n├Ąchsten ziehen und den Duft von Freiheit, Marlboro und totem Fisch an sich haben? Jede M├Ą.-Taille hat zwei Seiten. Vielleicht ist das ja Schuld daran, wenn Du Dich nicht entScheiden kannst, von vorn und von hinten betr├Ąchtigt kann das zu h├Âchsten Wonnen oder auch zu tiefstem Einschnitten f├╝hren. Gutes OhMen. B├Âses Omen! Der Geruch dieser Tiere war das erste, was wir tausende von Jahren in der Nase hatten, wenn der geliebte Gatte von Krieg und Beutezug nach Hause zur├╝ckkehrte. Hoffentlich beladen mit Geschmeide und sch├Ânen Stoffen, wenigstens. Aber diese Hetzerei! In die Schmiede, die Nieten schnell wieder eingef├Ądelt in die Dosenhose. Der Alte mit seinem kleinen Schl├╝sselchen immer. Zum Gl├╝ck ist morgen wieder Krieg. Gar nicht sooo schlimm, damals.
Und wie sieht es heute aus?
Alles reitende Amazonen, die sich mit ihren g├Âttlichen Kurven und P├Âlsterchen auf dem Pferde halten sooo hingebungsvoll, so offen, ÔÇ×gl├╝cklicherÔÇť Gaul, und sonst? Sooo sch├Ân ist das gar nicht, heute.

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Besser Kopfholz als Holzkopf

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