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Leselupe.de > Kurzprosa
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
Eingestellt am 02. 02. 2008 20:09


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Odilo Plank
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

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Es war einmal - mein Lieblingsmärchen; ich genieße es noch immer.
Da hat also ein Vater zwei Söhne. Der eine ist klug und macht grundsätzlich alles richtig. Der andere ist dumm und kann nichts. Er ist sogar so dumm, dass es ihn vor nichts graust. Er will das Gruseln lernen und vielleicht sogar sein Geld damit verdienen. Er plant den Aufbruch.
Mir kommt es hier auf die grausige Klimax an. Ohne Klimax kein richtiges Grauen. Suchen wir den Höhepunkt!

Es fängt harmlos an. Der Küster, sein erster Lehrherr, befiehlt ihm, um Mitternacht die Glocken zu läuten. Selbiger erscheint als Gespenst, fliegt die Treppe hinunter und bricht ein Bein.
Der Vater gibt seinem Ausbildung suchenden Sohn entnervt 50 Taler und schickt ihn in die Welt.
Bis jetzt war noch nix.

Er übernachtet unter einem Galgen, an dem siebene mit des Seilers Tochter Hochzeit gehalten haben. Zero, aber wenigstens ein erregendes Moment.
Da schickt ihn der König in ein verwunschenes Schloss. Wenn er dort drei Nächte übersteht, bekommt er die Tochter...

1. Nacht: Er balgt sich mit einer roten Katze. Alle schwarzen Hunde der Gegend erscheinen. Rien.
2. Nacht: Da fällt einer den Kamin herunter. Der Hohoho? Fast richtig: Es ist ein halber Ausländer. Die andere Hälfte folgt prompt. Der Rest des Teams stellt sich schließlich auch ein. Sie kegeln mit Totenköpfen, und er verliert ein paar Cent. Niente.
3. Nacht: Er hat einen toten Mann im Bett... Der Tote wird warm, eine super Schlägerei beginnt. Unser Prot siegt und hat das ganze Schloss erlöst.

Jetzt kommt endlich der Gipfel. Die Königstochter heiratet ihn. Und die bringt ihm alles bei, was er noch nicht kennt.

Moral: 1. Nicht jeder Depp ist ein Loser.
     2. Wenn du dumm bist, nutze deine Chance.
     3. Wenn du so saudumm bist, dass es allen Geistern
vor dir graust, dann hast du gewonnen. Die
Königstöchter warten auf dich.
-----------------------------------------
Ihr Furchtlosen in aller Welt - ihr habt kein Problem mit dem Grauen. Ihr seid es.
__________________
Odilo P.
"Wer über sein Leid spricht, tröstet sich bereits." A. Camus

Version vom 02. 02. 2008 20:09
Version vom 03. 02. 2008 00:12
Version vom 03. 02. 2008 17:54
Version vom 03. 02. 2008 18:18

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Haki
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Odilo,

irgendwie habe ich gemischte Gefühle nach der Lektüre deines Textes. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das jetzt gut fand oder nicht.
Ich versuche mich mal vorzukämpfen.
Die ersten vier Sätze sind m.E.n. nicht ganz gelungen. Der erste ist unnötig, da mir zu erklärend. Der zweite klingt mir zu flapsig("da hat also"). Und der dritte und vierte Satz sind zwar notwendig, aber auch irgendwie zu abstrakt. Es würde meiner Meinung nach mehr wirken, wenn es mir gezeigt werden würde, dies würde aber vermutlich den Rahmen sprengen und du müsstes ein neues Genre anpeilen...
Danach find ichs gut, ab "er ist sogar so dumm".
Der zweite Abschnitt ist mir auch zu knapp. Erzähl mir doch ein bisschen mehr von diesem Abend.
UNd der Bezug bei "er erscheint als gespenst" ist auch irgendwie unklar, wen meinst du denn nun mit "er". Im Satz zuvor kommt sein erster Lehrmeister und er selbst vor.
"Der Tote wird warm, eine super Schlägerei beginnt. Unser Prot siegt und hat das ganze Schloss erlöst."
Hier ist mir das irgendwie auch zu flapsig daher erzählt.
Seit wann steht in Märchen die Moral am Ende des Textes. Überlass das doch dem Leser...

Also abschließend kann ich sagen, dass ich mir diesen Text ausführlicher gewünscht hätte. Die Handlung hätte mehr herausgearbeitet werden können, so wie es bei anderen Märchen auch der Fall ist.

Ich hoffe, ich kann dir mit meinen Gedanken zu dem Text helfen.

LG,
Haki

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