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Leselupe.de > Anonymus
Vor Damaskus
Eingestellt am 17. 06. 2011 14:39


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Vor Damaskus

Damaskus war nicht mehr sehr weit,
Da fĂĽhlte Saulus sich echt breit.
Er hatte Hunger und auch Durst,
Auf Bier und eine Rostbratwurst.

In seinen Augen: WĂĽstensand!
Doch da, am Weg: ein Restaurant!
So gibt er also dem Kamel
Den ziemlich selt’nen „Halt!“-Befehl.

Der Laden hatte lange Schluss,
Am Tresen schlief der Stephanus.
Das war der Wirt, ein schöner Mann!
Der Saulus sah ihn flĂĽchtig an

Und wieder weg und wieder hin:
Und plötzlich stockte ihm der Sinn.
Ein Blitz warf ihn auf das Parkett
Und gleich darauf in Stefans Bett.

Damaskus und sein ganzes Amt
Hat er hinfort total verschlampt.
Trotzdem hat er sich auch geschämt:
Hätt’ er den Namen sonst verbrämt?



Version vom 17. 06. 2011 14:39

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Lieber Walther,

mach dir nix draus, ich bin zufrieden damit! (Um nicht zu sagen: ich bin sogar ein wenig stolz auf dies Textlein!)

Hut ab auch vor deinem Sprachempfinden,

ehrfĂĽrchtig

A.

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Kleines Beispiel:

Er hatte Hunger und auch Durst,
Träumte von Bier und Rostbratwurst

Werter Anonymus,

allein aus Sympathie zu total schrägen Themen finde ich das Ding ja irgenwie witzig aber um stolz darauf sein zu können bedürfte es dann doch noch einiger Feinarbeit...

LG

JĂĽrgen
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

allein aus Sympathie zu total schrägen Themen finde ich das Ding ja irgenwie witzig aber um stolz darauf sein zu können bedürfte es dann doch noch einiger Feinarbeit...

Lieber Jote S,

vor mir taucht ein Bild auf: da sitzt einer, in Würde ergraut, in einem weichen Polstersessel; lehnt sich, scheinbar zufrieden und selbstsicher, zurück; blickt, scheinbar gelassen und entspannt, auf das Treiben vor sich; hält nun den Moment für gekommen, die Welt mit einem entspannten Lächeln zu beglücken - und schafft doch nur ein schiefes Grinsen: Wer nur noch "Sympathie zu total schrägen Themen" empfindet, dessen Zeit ist abgelaufen.

Aber zum Thema: Gibt's auch ein "groĂźes Beispiel"?
Natürlich sind der Möglichkeiten, Silben aneinanderzureihen, so ziemlich viele, vielleicht sogar unendlich viele. Ob ich aber nun schreibe: Träumte von Bier und Rostbratwurst, oder vielleicht: Sein Traum war'n Bier und Rostbratwurst, das ist für meine Begriffe - die natürlich nicht jedermanns sein müssen - ziemlich sekundär. Ein Wort zum Inhalt wäre allemal besser, als derart spitzfindiges Literaten-Klein-Klein. Ich fühle mich auch nicht primär für die fehlenden Kommas in den Komms - s. deinen - verantwortlich.

A.

Ps.: Ich möchte nicht in Würde alt werden. Lieber in der Toskana (R. Gernhardt).

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JoteS
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Werter Anonymus,

ich bin weder alt noch grau, noch besitzte ich einen weichen Polstersessel, ich fläze lieber auf dem Teppich und nichts anderes, als auf selbigem zu bleiben mahnte ich an.

An der kritisierten Stelle kannst Du träumtè lesen, was ziemlich bescheiden klingt oder eben träumte, was Dich aber aus dem Takt wirft. Egal wie, das Ergebnis klingt nicht, lässt sich nicht einmal im ersten Versuch flüssig lesen.

Nun kannst Du mich natĂĽrlich einen sesselfurzenden Pedanten nennen, muĂźt Dich aber auch nicht wundern, wenn man Dich einen selbstverliebten Pfuscher nennt.

Er hatte Hunger und auch Durst,
Ihm war nach Bier und Rostbratwurst

Er hatte Hunger und auch Durst,
Träumte von Bier und Rostbratwurst

Vergleiche selbst.

Zum Inhalt: Zotig, provokant, ja sogar gewitzt aber sicher nicht weltbewegend. Die Story hast Du gut aufgebaut und erzählt, Form und Inhalt korrespondieren. Passt sogar in mein Weltbild, da meiner Meinung nach gerade über den Gläuben gar nicht genug gespottet werden kann und man gewisse Kreise gar nicht genug provozieren kann. Es hat sogar für ein Lächeln gereicht.

Aber so ein Text braucht nun einmal einen Rhythmus, bei dem man mit muĂź. Wenns holpert ist die halbe Pracht dahin. Das ist nun mal so.

GruĂź

JĂĽrgen
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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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Also Ano., den Tipp mit der Wurst von JoteS solltest Du unbedingt annehmen. Alternativ schreib meinethalben:

quote:
Er hatte Hunger und auch Durst,
Träumte von Bier und Rostbratwurst.
auf Bier und dazu Rostbratwurst

Ohne eine Ausbesserung dieser Stelle ist es eine Qual für den Leser und schade um den sonst leichtlebigen Tonfall des Gedichtes mit dem schönen Titel.
Das Ende ĂĽberzeugt mich hingegen wieder nicht so sehr. Es wirkt etwas konstruiert.

Liebe GrĂĽĂźe,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Liebe Nachtigall,

mir war gar nicht so klar, dass das sogenannte "Damaskuserlebnis" nicht jedem präsent ist. Ich denke, Saulus kann nur durch ein Liebeserlebnis zum Paulus mutiert sein. Er hat nach seiner "Läuterung" in all seinen Schriften (falls diese von ihm sind) wie besessen gegen die Homosexuellen gewettert, also muss er doch ein schlechtes Gewissen gehabt haben, analog zu dem schönen Satz von den Kritikern der Elche, welche früher selber...

Im Ernst: es geht mir vor allem um gewisse neurotische Verklemmungen der Katholiken, die in den Anfangszeiten entstanden und bis heute böse Früchte tragen.

So, nun träume ich von Bier und Rostbratwurst!

A.

Ps.: Ach ja, der Stephanus: angeblich soll ja Saulus bei dessen Steinigung dabei gewesen sein. Ich vermute, das hat er seinen Chefs erzählt, um gut dazustehen.

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