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Leselupe.de > Ungereimtes
Vormals
Eingestellt am 01. 11. 2008 18:40


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Vormals

Wie Staub fÀllt das Wasser
aus den Himmeln,
unterbelichtet
der Bergkamm,
ein schlÀfriger Ton
vom leeren Baum -
Kargheit sucht sich ihr Nest.
Schatten verheimlichen
einander
und geht wer Hand in Hand,
trank er vom Sonnenrand
als es noch Zeit war,
die SchwÀrze
ihr dunkelblaues Kleid trug,
die Enge sich noch
nirgendwo hindrÀngte,
der reife Apfel
im Grase lag.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Tasso
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2008

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Verehrte Vera-Lena,

eine "Weltuntergangsstimmung" lese ich aus dem Gedicht heraus:
"Wie Staub; unterbelichtet; schlĂ€friger; leeren Baum; Kargheit" und vor allem aus dem Zeilen: "trank er vom Sonnenrand / ..." alles negativ besetzte Begriffe aus unterschiedlichen Begriffsebenen. Dabei deuten die Zeilen: "als es noch Zeit war, / die SchwĂ€rze / ihr dunkelblaues Kleid trug, / die Enge sich noch / nirgendwo drĂ€ngte, / ..." fĂŒr mich auf die Verschwendung der Resourcen hin, ist die Erde ĂŒbervölkert. Denn wenn die Nacht von Licht erhellt ist, dann ist sie nicht mehr dunkelblau.

Je mehr ich mich mit Deinem Gedicht beschÀftige desto mehr hat es mir zu sagen. Einzig der direkte Vergleich mit dem Vergleichspartikel "wie" gefÀllt mir nicht. An sich sollte man direkte Vergleiche vermeiden. Das ist aber kein Postulat und muss vom Autor selbst entschieden werden.

Gerne gelesen.

Tasso dPaI.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hallo Tasso,

danke fĂŒr Deine Interpretation!

Ich möchte noch etwas hinzufĂŒgen.

Das "und geht wer Hand in Hand" steht inmitten des Textes und markiert die Stelle, wo vom "Vormals" die Rede ist. Es geht immer alles gut bis ein gewisses Maß erreicht ist, aber der Mensch ist sich dessen oft nicht bewusst, was er auslöst durch sein Handeln und wenn er es weiß, möchte er sich nicht vom Gewohnten verabschieden.

"und geht wer Hand in Hand" bezeichnet die Zeit, als die Menschen noch in Kommunikation miteinander lebten, noch Schwierigkeiten in Großfamilien bewĂ€ltigten. Als das Leben noch nicht so teuer war, wie es jetzt fĂŒr einen Single ist, der noch nicht einmal etwas einkaufen kann, das er als Einzelperson aufessen könnte, der mehr Heizung braucht als die Menschen, die zu mehreren in einer Wohnung leben.

Ich plĂ€diere hier fĂŒr gar nichts, das möchte ich unbedingt betonen. Ich versuche nur mit Sprache ein Wortfeld zu erzeugen, dass mithilfe von Klang und Suggestion der einzelnen Wörter eine Situation, die sich nicht mehr leugnen lĂ€sst, erfahrbar zu machen versucht.

Danke, dass Du mich in meinen Text hinein begleitest.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Vera-Lena
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Liebe Iphi,

erst einmal erschrocken: Nein, nein *lach*. Das "e" bei Gras muss unbedingt bleiben, weil sonst der Klang kaputt ist. Der Text muss ein weinig breiter ausklingen, als es sich bei "Gras lag" anhört. Die zwei "kurzen a" direkt hintereinander sind mir zu abrupt. Bei "Grase lag" wird ja das erste"a" in "Grase" lang gesprochen.

Mit den KlÀngen aus den Vokalen stimme ich Dir zu. Sie sind mir immer wichtig.

Deine Interpretation von Trauer und Annehmenkönnen, liegt ebenfalls auf meiner Ebene.

Na, Rose AuslĂ€nder, auch von mir geschĂ€tzt und geliebt. Sie hat fĂŒr mein GefĂŒhl nie ein Wort zu viel und nie ein Wort zu wenig.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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