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Leselupe.de > Humor und Satire
Vorsicht Realsatire !
Eingestellt am 22. 08. 2011 16:45


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Herbert Schmelz
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Registriert: Oct 2009

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PlagiatinderSagenwelt „Sorry … diese Geschichte ist ein Plagiat – wissentlich oder unwissentlich sei dahingestellt .“ Kurz angebunden scheint mir seine Intervention: „Bitte entferne den Text und recherchiere für die Zukunft gründlicher.“ Das ist die rote Karte für den 'Flachbildschirmkarton'. Wie kommt der gestrenge Redakteur auf Plagiat ? Ich lasse doch nur, in aufreizender Verpackung, das tote Hündchen WALDI aus dem Stress verseuchten Tempel des Konsumglücks transportieren – bis es in die Hände von >ausländischen< Trickdieben fällt. Die können natürlich nicht ahnen, was sie sich da in Graz aus dem Einkaufswagen von Mutter und Tochter einhandeln.

Nun denke ich, dass es mir nicht gelungen ist, im Haus des Humors und der Satire der Pointe des „betrogenen Betrügers“ eine eigene, passende Botschaft hinzuzufügen. Im heiligen Bezirk einen Hund, der gerne in lebensgeschichtliche Beziehungen der Menschen aufgenommen wird, einfach sterben zu lassen, ist Frevel und kein Humor. Denn nur die Schadenfreude den „fremden“ Dieben gegenüber macht ja den humoristisch-satirischen Effekt aus. Meine eigene Botschaft, dass Humor nur tröste, ist defätistisch.

Der engagierte Redakteur erkannte es richtig. Meine Erfindung 'Flachbildschirmkarton' muss ein unwissentliches Plagiat genannt werden. Ich bekenne mich dazu. Zwei Leser überzeugen mich, die Quellenangabe zu streichen und Text wie Story zu „straffen“. Verbleibt, dass die neuere Österreichische Sagenwelt Quelle einer alten satirischen Moralpointe ist. Eine lebende Person ist die eigentliche Erzählerin.

Dem engagierten Redakteur ist mein 'Flachbildschirmkarton' „inhaltlich bereits bekannt “, bevor ich ihn erfinden und veröffentlichen kann. Mein Fall erinnert mich an die Entstehung des religiösen Glaubens in unserem Kopf, denn der ist auch schon bekannt, bevor er individuell bearbeitet wird. Mein erschrockenes Erstaunen legt sich. Denn die OBERÖSTERREICHISCHEN NACHRICHTEN erfreuen in der Vorweihnachtszeit 1997(!)ihre Leser mit der Geschichte „FETTE BEUTE“ ENTPUPPT SICH ALS DICKER HUND. Daraus schöpfe ich Mut, denn nicht von meinem kleinen WALDI ist dort die Rede, sondern von einem namenlosen Kalb der Hunderasse Bernhardiner. Der schnöde Pappkarton mit dem wertvollen Elektrogerät fällt zeitgemäß entsprechend groß aus, weshalb das Transaktionsgeschäft mit den Trickdieben auch anders abgewickelt werden muss. Ich recherchiere.

Bei der Kurzprosa treffe ich den hilfreichen Redakteur als Autor von HUNDELEBEN. Das namenlose Tier darf unter ärztlicher Anleitung durch „zwei Spritzen“ menschenwürdig „ohne Schmerzen“ sterben. Bei mir ist der Gedanke an den Tierarzt "lächerlich“. Im Unterschied zu meiner Erfindung führt ein geschickter Schachzug den Leser aus der anrührenden Tiergeschichte in die prekäre Welt des menschlichen Sterbens. Der nicht explizierte Gedanke einer angeblich menschenwürdigen Sterbehilfe kommt dem Leser von HUNDELEBEN automatisch.

Schließlich schreibe ich nach Linz an die OBERÖSTERREICHISCHEN NACHRICHTEN: „ein toter Hund hat in Deutschland einen literarischen Plagiatsstreit ausgelöst.“ Ernsthaft hoffe ich, dass mir von dort aus zuverlässige Angaben zugehen über das satirisch aufgeladene Tauschgeschäft vor 14 Jahren. Die Beute entpuppt sich ja damals im werthaltigen Karton der Wiener „Shopping-City Süd“ als „dicker Hund.“ Um im Rahmen zu bleiben, lautet meine Archivnachfrage: „Ich hege die Vermutung, dass in Ihrer Redaktion das Originalprodukt entwickelt wurde, das dieser Auseinandersetzung zugrunde liegt.“ So stimmt es leider nicht ganz. Denn mit freundlichen Grüßen aus der Sagenwelt antwortet mir Oskar Reif aus Linz präzise: „Da dieser Artikel nicht gezeichnet war und in Wien spielt, nehme ich an, dass eine Agenturmeldung der APA verarbeitet wurde.“

__________________
Ernst H.Stiebeling,EHS

Version vom 22. 08. 2011 16:45
Version vom 20. 09. 2011 10:08
Version vom 22. 09. 2011 13:36
Version vom 08. 10. 2011 10:06

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