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Leselupe.de > Anonymus
Vorstadt
Eingestellt am 25. 09. 2018 11:46


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Als ich wieder da war, haben wir erstmal gründlich gevögelt.
Ich riss ihr vom Leib, was es nur zu reißen gab. War nicht viel zum Glück, es war Sommer.
Klamotten können schon ganz schön abtörnen, besonders Jeans.
Ich mein, guck Dir Pornos an. D a s schneiden sie immer raus.
Danach saßen wir in der Küche beim Kaffee, Bier war aus. Sie hatte aber noch Paprikachips da. Vom Discounter. Coffee 'n chips. Egal.
"Irgendwie wird alles immer beschissener", sagte sie und starrte durchs Küchenfenster auf den gegenüberliegenden Wohnblock, "einfach alles, ohne Ausnahme."
"Ja", sagte ich.
"So in der Welt überhaupt und hier im Viertel - alles geht den Bach runter."
"Normal", sagte ich, "so ist das eben. Erst, wenn Du aus Deiner Mutti rutscht, ist alles top. Und dann wird es Jahr für Jahr einen Tick beschissener. Naturgesetz, wenn Du mich fragst.
Was Du machen kannst, dagegen, ist Vögeln und den Schmerz gering halten und gucken, dass Dein Abgang kein hässlicher wird. Das ist alles. Maximal."
"Ja", sagte sie und kippte Kaffee auf den Chipsklumpen in ihrem Mund. "Wann musst Du wieder los?"
"Gleich", sagte ich, "für ein paar Tage oder so."
"Scheiße."

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Trainee
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Anonymus,

ich kenne (gottlob!) zwar niemanden, der sich auf diese Weise unterhält, trotzdem strahlen deine Verse eine gewisse Tristesse aus, die sich auch auf andere Bereiche einer substanzlosen Lebens übertragen lassen.
Leider gibt es ein paar sprachliche Ungereimtheiten:

quote:
Als ich wieder da war, haben wir erstmal gründlich gevögelt.
Ich riss ihr vom Leib, was es nur zu reißen gab. War nicht viel zum Glück, es war Sommer.
Klamotten können schon ganz schön abtörnen, besonders Jeans.
Ich mein, guck Dir Pornos an. D a s schneiden sie immer raus.
Danach saßen wir in der Küche beim Kaffee, Bier war aus. Sie hatte aber noch Paprikachips da. Vom Discounter. Coffee 'n chips. Egal.
"Irgendwie wird alles immer beschissener", sagte sie und starrte durchs Küchenfenster auf den gegenüberliegenden Wohnblock, "einfach alles, ohne Ausnahme."
"Ja", sagte ich.
"So in der Welt überhaupt und hier im Viertel - alles geht den Bach runter."
"Normal", sagte ich, "so ist das eben. Erst (zunächst, lediglich, nur am Anfang), wenn Du aus Deiner Mutti rutscht, ist alles top. Und dann wird es Jahr für Jahr einen Tick beschissener. Naturgesetz, wenn Du mich fragst.
Was Du dagegen machen kannst, ist Vögeln und den Schmerz gering halten und gucken, dass Dein Abgang kein hässlicher wird. Das ist alles. Maximal."
"Ja", sagte sie und kippte Kaffee auf den Chipsklumpen in ihrem Mund. "Wann musst Du wieder los?"
"Gleich", sagte ich, "für ein paar Tage oder so."
"Scheiße."

Zudem drängt sich mir eine andere Frage auf; Ist es zielführend, heute noch Texte zu schreiben, die so stark an Bukowski erinnern, dass sie geradezu epigonal wirken?

Positiv möchte ich nochmals erwähnen, dass du die bemitleidenswerte Leere der Protagonisten gut rüber gebracht hast.

Trainee

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hi,
die von Dir monierten Passagen sind dem Sprachvermögen des Prots geschuldet, gewollt mithin.
"Zielführend" ist natürlich ein gruseliges Wort (wie ich finde) - aber klar, diese Frage ist legitim - müssen Buko-like Texte heutzutage noch sein?
Ich denke, das müssen sie nicht.
Ich schriebs als eine Fingerübung; vllt ist die einzige Rechtfertigung, solche Texte heutezu verzapfen, das Interesse daran, nachzuspüren, wie es sich anfühlt, solche Texte zu verzapfen.
Gruß
/A

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