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Leselupe.de > Gereimtes
Wach auf und nimm es hin!
Eingestellt am 10. 07. 2001 22:34


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chrisi
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

Werke: 26
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Meinetwegen

Raue Triebe,
morsches Warten,
trübe Siege,
laue Taten,
schwaches Funkeln,
dumpfes Leuchten,
fahles Munkeln,
sie verscheuchten.

Kalter Segen,
heisses Bangen,
meinetwegen,
hier gefangen,
deine Nähe,
uns're Wärme,
wie ich flehe,
wie ich lärme.

Nach den Tagen,
nach den Jahren,
hör ich sagen,
muss erfahren,
du seist fort,
und nicht bei mir,
an fremdem Ort,
und nicht mehr hier.

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Etwas neues für mich..

Chrissi, diese Art von Lyrik habe ich bisher noch nicht gekannt. Ich hatte es auch zu schnell gelesen, weil es irgendwie ein schnell geschriebenes Werk ist. Also nicht schnell runtergeschrieben sondern rasant geschrieben.
Dann beim zweiten und dritten Mal habe ich die Lesegeschwindigkeit verringert um den Klang und die Wehmut zu erfassen. Ja, und beides kommt rüber.

Ich bin nicht sehr bewandt in Gedichten, so verzeih meine Frage betreff der letzten Strophe. Wieso erfährt sie erst nach Tagen und Jahren, dass er fort ist, nicht mehr bei ihr?
Da sie ja eh allein war, musste sie doch vom ersten Tag an wissen, dass er fort war und das nicht nach Tagen und Jahren von jemanden erfahren.
Bin ich zu gefühllos um das zu merken was Du ausdrücken willst?

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lapismont
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Wieso allein?

Hallo RS,

steht in der zweiten Strophe nicht "deine Nähe, uns're Wärme"?
Das klingt nicht nach allein sein.
Vielleicht gibt es zwischen der kurzen, heftigen, nicht sehr erfüllten Begegnung der ersten beiden Strophen, und dem Resümee der Letzten eine Zeitkluft? Vergangenheit und Gegenwart vielleicht?
Da sass jemand immer noch mit der Hoffnung auf Wiederkehr des Anderen - und nun die Nachricht über seinen Tod, seine Heirat oder dergleichen.

*grübel*
Lap

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Ja, nein,ja, nein....

chrisi, ich verstand die Nähe und Wärme als Vergangenheit auf die schönen Tage wo sie noch zusammen waren oder sich halt nah waren.
Deine Bemerkung zu Tod, Heirat oder ähnlichem leuchtet mir ein, aber soll ich als Leser selbst darauf kommen? ist es so gedacht?
Jetzt leuchtet mir das ein, vorher nicht so. Aber leg mal nicht so viel von meiner Kritik in die Waagschale, warte noch andere Kritik ab. Ich bin mir nicht so sehr sicher darin, wenn es um umschriebene Gefühle geht.
Liebe Grüsse zu Dir.
RS

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chrisi
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

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Liebe rote Socke!

Danke für deine Beiträge und deine fragen, ich will versuchen si zu beantworten.
Erstmals geht es in diesem gedicht um einen Mann, was aber eigentlich nicht herauslesbar ist und wohl nur für mich einige Bedeutung hat.

Es geht darum, dass er seine Liebe nicht vergessen kann und "hofft" und "bangt" sie möge doch wiederkommen. Erst nach "Tagen" und "Jahren" akzeptiert er und erkennt, dass seine Liebe verflossen ist.

quote:
"chrisi, ich verstand die Nähe und Wärme als Vergangenheit auf die schönen Tage wo sie noch zusammen waren oder sich halt nah waren."

Ganz genau!

Ich hoffe, deine Fragen sind beantwortet, bis bald!

Chrisi



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chrisi
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

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Lieber Lapismont!

Auch dir herzlichen Dank für deine Zeilen!

Frage Nummer eins siehe meine letztige Antwort.

Was das "Zeitloch" angeht: Die ersten beiden Strophen sind nicht als Begegnungen gemeint! Das Warten und Hoffen ist von Beginn an das Thema. Eine Zeitkluft kann man schon sehen, da ja zwischen Hoffnung und Erkenntnis ein Prozess stattfindet, der dauern kann.
Die letzten Zeilen sollen auch nicht Tod "bzw." Heirat des Anderen vermitteln, sondern sein Erkennen des Verlusts ihrer Liebe, das Platzen seiner Illusionen.

Beste Grüsse,

Chrisi

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