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Leselupe.de > Science Fiction
Während du schliefst...
Eingestellt am 23. 05. 2001 00:24


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Doc Sternau
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2001

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Während du schliefst

Ein beständiges nervenzerreibendes Zirpen weckte McCoy aus tiefen Träumen. Wie eine Seifenblase zerplatzte die Vision von einer ruhigen Landarztpraxis in South Carolina und der Doktor der Enterprise rieb sich grunzend über das Gesicht. Seine Hand stockte kurz bei dieser Bewegung, doch dann zuckte McCoy mit den Achseln, noch zu müde um die Besonderheit in seinem Gesicht festzustellen.
Das anhaltende Zirpen ging ihm extrem auf sein ohnehin, durch James Kirk, überstrapaziertes Nervenkostüm. Er brummte ein kurzes "Verflucht!" und fuhr mit der Hand nach seinem Nachtschränkchen, um den Wecker auszuschalten.
Er griff ins Leere.
"Was zum Geier...?" McCoy wurde langsam ungehalten, wo war sein Nachtschränkchen?
"Computer, Licht, 10 Prozent Intensität." Grummelnd richtete sich der Doktor im Bett auf. Ein schummriges Glühen entstand in dem Raum, gerade soviel das McCoy merkte das überhaupt etwas passiert war.
"Computer ich sagte zehn Prozent Intensität, nicht ein Prozent!" ein bestätigendes Piepen erklang, der Computer war der Meinung den Befehl des Arztes richtig ausgeführt zu haben.
"Verfluchte Technik, ich hab es Scotty ja gesagt das dieser verrückte Computer mehrere Schrauben locker hat! Computer, hundert Prozent Lichtintensität!"
Das Glühen nahm zu und ließ nun verschiedene Konturen erkennen.
McCoy sah sich verwirrt um, dies war definitiv nicht seine Kabine!
Ein kurzes prüfendes Tasten bestätigte seinen Verdacht, er lag auf einem zwei Meter zwanzig langen Steinblock! Unwillkürlich fühlte er sich wie das Lamm auf der Opferbank, denn dies war nicht seine Unterkunft sondern die von Spock! Aber McCoy konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern wie er hierher gelangt war, noch warum er auf Spocks Stein geschlafen hatte, noch dazu angekleidet. Geschwind sprang er von dem Stein auf und verließ Spocks Quartier.

Ein seltsam unbehagliches Gefühl weckte den Vulkanier aus seinem Schlaf. Tief eingesunken lag er, eingewickelt wie ein Baby, in einem daunenweichen Federbett. Der Schmerz in seinem Rücken bestätigte ihm, daß er wohl schon längere Zeit in dieser unbequemen Schlafstatt zugebracht hatte. Er wusste zwar noch nicht genau warum aber er schien die Nacht nicht in seinem Quartier verbracht zu haben. Ein Zirpen ertönte neben seinem Kopf und Spock machte eine rein instinktive Bewegung, um den Wecker auszuschalten. Dabei stieß er eine Falsche von dem Nachtschränkchen neben sich. Ein kurzes Rollen von Glas auf Holz, daß verklang als die Flasche von dem Nachtschrank fiel und von einem kurzen aber intensiven Klirren abgelöst wurde. Die Flasche war zerbrochen und der Inhalt verströmte nun einen schweren alkoholischen Geruch nach irdischem Brandy, McCoys Lieblingsgetränk.
Spock wusste, dass der Doktor die ungesunde Angewohnheit hatte, vor dem Schlafengehen einen Schluck von diesem Getränk zu sich zunehmen.
Spock kletterte aus dem Bett, er hielt den Humor von Doktor McCoy für sehr verwirrend und verstand die ständigen Anspielungen des Doktors meist nur teilweise aber er hätte nicht gedacht, dass der Bordarzt zu so einem ausufernden Scherz fähig war! Spock konnte sich zwar vorstellen wie der Doktor es angestellt hatte aber nicht weshalb! Aber auf jeden Fall würde er die Transportersicherung in seinem Quartier verbessern!
Nachdem er kurz seine strapazierten Bandscheiben durchgedrückt hatte machte er sich auf, um seine Schicht auf der Brücke anzutreten.

Das Schott der Krankenstation glitt auseinander und Schwester Chapel blickte von ihrem Schreibtisch auf, um den Doktor zu begrüßen. Überrascht registrierte sie, dass es sich bei dem Eintretenden nicht um den erwarteten Doktor McCoy, handelte.
Leicht errötend fing sie an zu sprechen: "Guten Morgen Mister...".
Weiter kam sie nicht, denn Mister Spock winkte mit der Hand ab und nuschelte vollkommen untypisch in einem mehr als breiten Südstaatenakzent: "N'Morgen Christine, wir waren doch übereingekommen uns mit den Vornamen anzusprechen, oder?" Spock grinste sie kurz an und verschwand dann in McCoys Büro.
Viel zu verblüfft um irgend etwas zu sagen sperrte Christine Chapel nur den Mund auf und blickte Mister Spock nach. Was wurde hier für ein grausamer Scherz mit ihr getrieben?

Mit einem Rucken kam der Turbolift zum Stehen und ließ seinen Insassen auf der Brücke aussteigen. Spock wandte sich nach rechts um sich zu seinem Arbeitsplatz zu begeben. Er blickte kurz in den Schlitz des Sensorenschirms und stellte fest, dass im umgebenden Weltraum nicht das geringste los war.
Dann spürte er die Blicke in seinem Rücken. Ein innerliches Seufzen durchzuckte den Vulkanier, Menschen waren ja so penetrant! Wieso konnten sie sich nicht einmal wie eine halbwegs intelligente Rasse benehmen?
Er richtete sich Kerzengerade auf, so dass es in seinen Bandscheiben ein hörbares Knacken gab und wandte sich dem Captain zu. Als er das Gesicht Kirks erblickte war er kurz irritiert, der Captain brachte es ja sehr oft zustande seltsam, wenn nicht sogar dumm aus der Wäsche zu gucken, aber so eine Karpfenschnauze, ein höchst interessanter irdischer Begriff dachte Spock, hatte Kirk noch nie gezogen.
Spock wölbte eine Augenbraue und mit seinem kühlsten und indigniertesten Tonfall sagte er: "Captain?"
Kirk brachte kein Wort heraus, wie ein Fisch auf dem Trockenen schnappte er nach Luft und blickte immer wieder die anderen Anwesenden und dann wieder Spock an.
Der Vulkanier sah sich kurz um, Uhura hatte den Kommstöpsel aus ihrem Ohr gezogen und rieb sich irritiert über die Augen. Sulu sah aus, als wüsste er nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Und Chekov machte wie immer ein dümmlich ratloses Gesicht.
Nach einem Blick auf den Chronometer, entschloss sich Spock dazu noch etwas essen zu gehen, da seine Schicht eigentlich erst in einer dreiviertel Stunde begann und er ein ihm unbekanntes Hungergefühl verspürte.
Er nickte Kirk zu sagte noch einmal "Captain!" und verließ die Brücke.

McCoy saß in seinem Büro und wurde langsam nervös.
Er hatte es eine ganze Weile ignoriert aber jetzt wurde es doch sehr offensichtlich und vor allem lästig. Christine starrte ihn unentwegt durch die gläserne Tür seines Büros an und schien vor lauter Staunen den Mund nicht mehr zu zubekommen. Als ob sie ihn noch nie bei der Arbeit gesehen hatte! Er schüttelte den Kopf und beschloss es weiter zu ignorieren.
McCoy nahm den Tricoder wieder zur Hand und begann mit der Feinabstimmung weiter zu machen. Nach einigen wenigen Handgriffen glaubte McCoy das Gerät richtig eingestellt zu haben und aktivierte es, um einen Selbsttest durchzuführen.
Nach wenigen Sekunden stellte er das Gerät fluchend ab, natürlich machte die Technik mal wieder was sie wollte! Eigentlich hätte jeder noch so schlecht programmierte Tricoder den Unterschied zwischen Menschen und Vulkaniern treffen können müssen aber dieser hier wollte ihm tatsächlich weiß machen, daß er ein Vulkanier wäre! Entnervt knallte er das Gerät auf den Tisch und lehnte sich zurück.

Christine zuckte zusammen, als sie sah, wie Mister Spock den medizinischen Tricoder wütend auf die Tischplatte knallte. Die von ihr bewunderte kühle Art des Vulkaniers schien wie weggeblasen zu sein! Wenn sie daran dachte das er sie geduzt hatte! Jahrelang hatte sie darauf gehofft, dass er seine Distanziertheit ablegen würde aber jetzt benahm er sich wie Doktor McCoy! Schockiert beobachtete sie, wie Spock sich im Sessel des Doktors räkelte und dann tatsächlich wie dieser die Stiefel auf die Tischplatte legte um sich entspannt zurück zulehnen.
Plötzlich wandte er ihr das Gesicht zu und bevor sie sich wegdrehen konnte sah sie, wie ihr der Vulkanier verschmitzt grinsend zuzwinkerte.
Es reichte! Christine drückte den Knopf des Kommunikators und rief die Brücke.
"Brücke! Was gibt es Schwester Chapel?"
"Ich weiß nicht genau, wie ich es ihnen beschreiben soll, es geht um Mister Spock, Sir!"
Chapel blickte nervös zum Büro des Doktor, Spock schien ein Nickerchen zu machen.
"Was ist denn mit Mister Spock los? Ist er bei ihnen?"
"Er ist hier, glaube ich jedenfalls."
"Was heißt sie glauben?"
Chapel schluckte, ihr war gar nicht wohl: "Nun es ist seltsam, er ist zwar hier aber er benimmt sich nicht wie Spock."
"Er benimmt sich nicht wie Spock? Wie denn dann?"
"Eher wie Doktor McCoy...", hastig drückte sie auf den Unterbrecher der Komaverbindung, als sie das hydraulische Zischen der Tür des Doktors hinter sich vernahm.
Spock lief an ihr vorbei, wandte sich kurz um und sagte: "Ich werde erst mal was essen gehen, Christine, ich bin in etwa einer halben Stunde wieder da."
Dann verließ Spock die Krankenstation.

Scotty blickte auf, als sich die Tür der Offiziersmesse öffnete. Ein leises Grummeln war seine Reaktion auf das Eintreffen von Mister Spock. Eigentlich hatte er erwartet das Doktor McCoy eintreten würde, mit dem er zum Essen verabredet war.
Der Chefingenieur runzelte verblüfft die Stirn, der Vulkanier hatte ihm gerade quer durch den Raum zugewunken und grinste ihn jetzt breit an, als er zum Nahrungsausgabeschacht ging.
Was war denn hier los? Interessiert beobachtete Scott weiter was der Vulkanier tat, sein Treffen mit McCoy hatte er vorerst total vergessen!
Spock stand kurz vor dem Speisenautomaten und schien zu überlegen was er nehmen sollte. Dann drückte er hintereinander gleich mindestens fünf Speisentasten. Nach kurzer Zeit nahm er ein schwer beladenes Tablett aus dem Schacht und kam nun weiterhin grinsend auf den Chefingenieur zu.
"Mahlzeit Scotty, schmeckts?"
Verblüfft sperrte Scott den Mund auf, irrte er sich oder hatte der emotionslose Vulkanier gerade gefragt, wie es ihm schmeckte? Dann wurde ihm bewusst, dass Spock immer noch auf eine Antwort von ihm wartete und er nickte: "Wie immer!"
Spock grinste: "Verstehe, nicht ganz so wie es sollte aber auch nicht übel, wie Scotty?"
Scott wollte gerade antworten, als sein Blick auf Spocks Tablett fiel.
Ein riesiges Steak aalte sich zwischen Bratkartoffeln und Champignons, das ganze glänzte vor Bratenfett!
Mit einem Seufzen nahm der Vulkanier Platz und begann mit sichtlichem Behagen das Steak zu verdrücken. Scott war sprachlos, was ging hier vor? Erst brachte der Vulkanier in aller Öffentlichkeit Emotionen zum Ausdruck und jetzt aß er Fleisch und es schien ihm zu schmecken!
Die Tür der Messe öffnete sich erneut und Scott atmete auf, McCoy hatte ihr Treffen doch nicht vergessen, wahrscheinlich hatte er in der Krankenstation noch zu tun gehabt. Scott wollte ihm schon zuwinken, als er plötzlich das seltsame Verhalten McCoys bemerkte, dieser ging, mit durchgedrücktem Kreuz als hätte er einen Stock verschluckt, schnurstracks zur Essensausgabe und drückte ohne groß zu suchen einen Knopf. Mit stoischer Ruhe wartete er auf sein Essen.
Scott blickte nervös von McCoy zu Spock, der sich gerade schmatzend über seine Bratkartoffeln hermachte. Was für ein seltsames Spiel trieben die Beiden?
McCoy hatte sein Essen, Scott erkannte mit Entsetzen das es sich dabei um Salat handelte, bekommen und wandte sich nun um. Als er Spock und Scott erblickte schien er sich kurz zu versteifen, zog die linke Augenbraue in die Höhe und bewegte sich auf sie zu. Kein Zucken im Gesicht des Doktors verriet seine Gefühle, nachdem er hinter dem Vulkanier angelangt war und beobachtete wie dieser mit Genuss das letzte Stück des Steaks verputzte.
Erneute zuckte die Augenbraue des Doktors nach oben und ein interessiertes "Faszinierend!" verließ seinen Mund.
Scott beobachtete weiter das Geschehen.
Spock unterdrückte gerade nur schlecht ein Rülpsen und nahm einen tiefen Zug von seinem Bier, bevor er ohne sich umzuwenden den Doktor begrüßte: "Was ist denn so faszinierend daran wie ich esse, sie emotionsloser spitzohriger Teufel?"
McCoy setzte sich dem Vulkanier gegenüber hin und entgegnete ruhig: "Vielleicht weil sie momentan die spitzen Ohren haben?"
Scott war total verblüfft, entweder waren die Beiden wirklich sehr gute Schauspieler oder sie steckten wirklich jeweils im Körper des Anderen!
Der Vulkanier, bei dem es sich scheinbar aber um McCoy handelte, blickte von seinem Essen auf und ließ sprachlos die Gabel fallen. Scott registrierte, wie sie in die Soße von McCoys? Essen plumpste und dadurch die Uniform des Vulkaniers vollspritzte. Abwesend strich dieser über den Soßenfleck und schmierte ihn dadurch auf der gesamten Frontseite der Uniform breit.
Danach griff er sich langsam und vorsichtig, als könnten sie bei Berührung abbrechen, an die Ohren. Tastend fuhr er die Spitzen der Ohrmuschel auf und ab und sperrte verblüfft Mund und Augen auf.
"Was, wie, ich verstehe nicht, wie haben sie das gemacht?" McCoy, der Echte, war verwirrt.
Spock, im Körper des Doktors, zog eine Augenbraue nach oben: "Ich habe damit nichts zu tun Doktor. Irgendwie haben wir unsere Körper, während wir schliefen, getauscht."
Scott fand die ganze Sache mehr als komisch: "Und, wie fühlt man sich so als Vulkanier?"
McCoy schnitt eine Grimasse: "Ich finde das Alles nicht sehr komisch Scotty!"
Spock unterbrach die Beiden: "Wir sollten auf die Brücke gehen und den Captain über die Angelegenheit unterrichten!" McCoy nickt zustimmend und sie verließen die Messe.
Scott schüttelte mit dem Kopf, er war gespannt wie die Sache ausgehen würde.

McCoy, in Gestallt des Vulkaniers stürmte auf die Brücke.
"Jim, es ist einfach unglaublich...!" atemlos kam er vor dem Captain der Enterprise zum Stehen.
Kirk war überrascht, seit wann duzte Spock ihn, bisher hatte er es doch aus Pflichtgefühl und Respekt vor der Mannschaft nicht getan.
"Was ist denn los Mister Spock?"
McCoy sah aus als hätte ihn ein Hammer getroffen und in seinem breitesten Südstaaten-Akzent sagte er: "Ich bin nicht Spock! Er ist Spock!", dabei zeigt er auf den inzwischen an der Wissenschaftsstation stehenden Spock, in Gestallt des Doktors.
Kirk und der Rest der Brückencrew war sichtlich verwirrt, er wandte sich an die Gestallt des Doktors: "Pille? Was...?"
Spock, der echte, drehte sich um: "Sie müssen mit Spock reden wenn sie Doktor McCoy meinen Captain, er steckt zur Zeit in meinem Körper und ich in seinem. Ich versuche gerade herauszufinden, wer für diese Verwandlung verantwortlich sein könnte.", Spock machte sich wieder an die Arbeit.
Kirk blickte von Spock zu McCoy und wusste nicht, was er sagen sollte. McCoy schnitt eine weiteres Mal eine Grimasse: "Frag nicht Jim, ich habe keine Ahnung wie es ist ein Vulkanier zu sein, ich weiß bloß das ich diese verdammten Ohren loswerden will! Und die Stiefel von diesem Kerl fühlen sich mit der Zeit an, als wären sie eine Nummer zu klein."
Nach kurzer Zeit schien Spock ein Ergebnis gefunden zu haben, er drehte sich in Richtung des Captains: "Faszinierend Captain!", dabei zog er eine Augenbraue in die Höhe.
McCoy fuhr auf: "Lassen sie das!"
Spock schien nicht zu wissen was der Doktor meinte und fragte nach.
McCoy brauste auf: "Sie sollen meine Augenbrauen in Ruhe lassen, ich habe schon genug Falten im Gesicht, sie müssen nicht mit aller Gewalt neue rein knittern! Und demolieren sie nicht meine Bandscheiben, das sieht bei ihnen schon immer schmerzhaft aus, ich will nicht in meinen Körper zurückkehren und wochenlang an Hexenschuss leiden!"
Kirk unterbrach die Beiden: "Sie hatten etwas heraus gefunden Mister Spock?"
Der Vulkanier nickt: "Es scheint so, als kennen wir nur ein einziges Wesen, daß in der Lage wäre eine solche Transformation durchzuführen. Sie werden sich sicherlich an ihn erinnern, Captain, es ist..."
"...Trelaine!" erscholl eine Stimme aus Richtung des Turbolifts.
"Captain Kirk, es eine Freude sie und ihre Crew wieder zusehen."
McCoy stürzte auf den jungen Gecken los und brauste auf: "Sie! Sie werden das sofort...!"
Trelaine seufzte genervt und schüttelte kurz die Hand, worauf McCoy wie versteinert stehen blieb und kein Ton mehr über seine Lippen kam.
Kirk war sehr beunruhigt: "Was wollen sie Trelaine?"
"Aber Captain, erinnern sie sich nicht, wir haben unser kleines Duell von damals noch nicht beendet."
Dem Captain schwante Übles, nur mit Schaudern erinnerte er sich an das Duell mit Trelaine, der nur mit unfairen Mitteln gekämpft hatte.
Trelaine runzelte die Stirn, als er sich umblickte: "Aber dies ist nicht der richtige Ort für ein Duell." Ein erneutes Händeschütteln und sie befanden sich nicht mehr auf der Brücke der Enterprise sondern in einer alten verwilderten Parkanlage.
Trelaine schien zufrieden: "Wie finden sie es?"
Kirk wurde langsam wütend: "Ich werde nicht mit ihnen kämpfen Trelaine! Bringen sie uns sofort zurück auf unser Schiff und machen sie den Tausch von Spock und McCoy rückgängig!"
Das Götterkind lächelte: "Oh, sie werden kämpfen, denn der Preis ist ihre Rückkehr zur Enterprise und der Rücktausch ihrer Besatzungsmitglieder!", wieder schüttelte er die Hände und Kirk und er hielten Degen in den Händen.
"En'Garde Captain!" er machte einen Schritt nach vorn und versuchte nach dem Captain zu schlagen. Doch bevor die Klingen sich das erste Mal kreuzten erklang eine donnernde Stimme: "TRELAINE! WIR HATTEN DIR DOCH VERBOTEN DIE MENSCHEN NOCHEINMAL ZU BELÄSTIGEN! DU KOMMST JETZT SOFORT WIEDER MIT NACH HAUSE, DAS GIBT MINDESTEN EIN JAHRTAUSEND STUBENARREST!" Trelaine zitterte, eine dicke Träne rollte ihm über das Gesicht, dann schien es, als packte ihn etwas am Ohr und zerre ihn wie ein ungezogenes Kind, das er ja auch war, fort.
"WIR ENTSCHULDIGEN UNS NOCHEINMAL FÜR DIE UNANNEHMLICHKEITEN, DIE IHNEN UNSER SOHN BEREITET HAT, WIR HABEN LEIDER ZU SPÄT FESTGESTELLT DAS ER SCHON WIEDER AUSGEBÜCHST WAR. WIR WERDEN SIE AUF IHR SCHIFF ZURÜCK BRINGEN UND SEINE KLEINEN STREICHE RÜCKGÄNGIG MACHEN."

Kirk schlug die Augen auf und befand sich wieder auf der Brücke der Enterprise. Neben ihm stand die Gestalt Spocks.
Vorsichtig fragte Kirk: "Pille?"
"Ich bin hier Jim!", die Stimme McCoys erscholl aus Richtung der Wissenschaftsstation. Als Kirk sich umwandte sah er wie Pille vom Arbeitsplatz Spocks zurück trat und diesen dorthin zurück kehren ließ.
"Gott sei Dank ist dieser Spuk jetzt vorbei!"
Spock zog eine Augenbraue nach oben: "Nicht ganz Doktor, ich bräuchte da ein Abführmittel!"
McCoy blickte ihn verwundert an: "Aber...?"
"Das Steak, das sie in meinem Körper gegessen haben, es liegt sehr schwer im Magen!"

-Ende-
by Doc

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Criss Jordan
???
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Während du schliefst...

ist einfach ... klasse... Spitze... darf man hier sagen, superaffentoll???... Also einfach, tja siehe oben! Ich fand schon immer, daß man auch Spock mal "auf'n ´Süßen nehmen" sollte. Und Deine Story trifft auf'n Punkt genau. Toll!!!
Leider kommen Kommödien bei ST (Buch und Film) viiiiiiiel zu kurz. Mach weiter, ich möcht' noch mehr so was lesen (Bettel, bettel).
Kichernderweise
Criss

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Templar
Hobbydichter
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Daumen hoch...

Also ehrlich Doc, das Ding könnte nahtlos in die alte ST Classic Reihe eingefügt werden, 1a Star Trek Atmosphäre.
Die Reaktionen der Personen aufeinander und die Dialoge wirken wirklich originalgetreu, das gibt dann auch nochmal nen Nostalgiebonus.
Weiter so!

Grüsse

Templar
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Manche Leute drücken nur deshalb mal ein Auge zu, damit sie besser zielen können.

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flammarion
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klasse!

wieder ganz tolle geschichte, habe mich köstlich amüsiert. kommt in meine sammlung. ganz lieb grüßt
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Old Icke

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Doc Sternau
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2001

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Vielen Dank...

...für die Blumen!

Sobald mir wieder mal etwas haarsträubendes einfällt, dass man bei StarTrek durch den Kakao ziehen kann, werde ich das sicherlich tun...
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flammarion
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da

freu ich mich schon drauf! habe extra für deine enterprise-sachen einen hefter angelegt, den ich den "offiziellen fakten und daten" der startrek-serie hinzufüge. ganz privat, versteht sich. lg
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Old Icke

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