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Leselupe.de > Gereimtes
Wäre es zu viel?
Eingestellt am 15. 09. 2004 15:11


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Vera-Lena
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Wäre es zu viel?

Meine Sehnsucht trägt an ihren Rändern
streng verhüllt, fast gänzlich unsichtbar,
wie ein Hauch durchwirkt mit Liebesbändern,
einen Wunsch vom Allerkleinsten gar.
Ach, sie trägt doch nur dies leichte Keimen,
einen Anbeginn, fast nur ein Schein,
doch sie pocht darauf mit Kinderweinen,
dieses Keimes Lebenstrieb zu sein.
Bau ihr Brücken, schenk ihr einen Bogen
bis sie lautlos wie von ungefähr
hat dein Lebensnest kurz überflogen,
denn mehr will sie nicht, sie will nicht mehr.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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IKT
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Registriert: Not Yet

Knapp,aber dafür sehr empfindsam beschrieben wie groß Sehnsucht sein kann, und wie schnell sie doch oft gestillt werden könnte.
LG IKT

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Vera-Lena
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Liebe Iris,

danke für Deine Interpretation! Da freue ich mich, dass durch die ganzen Verkleinerungen umso deutlicher herauskommt, wie groß diese Sehnsucht ist.
Ob man allerdings den Beteuerungen am Schluss wirklich glauben schenken kann???? Ich weiß es nicht so richtig.
Fürs erste will das Lyri bestimmt nicht mehr, als es da benennt, aber erfüllt man ihm den ersten Wunsch, kommt dann nicht vielleicht gleich der zweite..... Ich weiß es wirklich nicht.

Danke für Deine Antwort.
Einen schönen Abend wünsche ich Dir.
Liebe Grüße von Vera-Lena
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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Vera-Lena
ist doch schön, wenn man noch Wünsche hat. Und wenn der Erste sich erfüllen ließe, warum dann nicht den Zweiten benennen? Wer keine Wünsche mehr hat, kann sich eigentlcih gleich von der Welt verabschieden.(Was nicht heißen muß, dass auch alle erfüllbar sein müssen. Aber könnten...)
Auch Dir einen schönen Abend! Liebe Grüße
Iris

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lapismont
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Hallo Vera-Lena,

zum Schluss scheint die Sehnsucht ja gebrochen, nur noch die Aufgabe, ein Letztes: sie will nicht mehr.
Ein Abschiedsgedicht. Sehr traurig und voller Melancholie.

"Bau ihr Brücken" ist da schon fast wieder zu gewöhnlich.


cu
lap

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Vera-Lena
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Lieber lapsi,

nun bin ich schon wieder sehr erstaunt...nämlich über die unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten von Texten.

Vielleicht ist das "Kinderweinen" der Punkt, an dem der Text eine andere Richtung nimmt, als ich mir das so gedacht hatte.

Ich meinte das Kinderweinen als eine Art Trotz, dass die Sehnsucht, auch wenn man sich alle Mühe gegeben hat, ihr ihren Wunsch auszureden, sie sich nicht dreinreden lässt, sondern dass sie weiter darauf beharrt.

"Denn mehr will sie nicht", bezieht sich auf die Winzigkeit des Erwünschten. Sie will nur einmal das Lebensnest des ersehnten Menschen überfliegen, weiter nichts.

"Bau ihr Brücken" durch eine andere Formulierung zu ersetzen ist eine Überlegung wert.

Danke für Deine Auseinandersetzung mit diesem Text.
Liebe Grüße von Vera-Lena


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