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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Waggi auf der Suche nach der Angst (Kindergeschichte)
Eingestellt am 09. 11. 2001 19:41


Autor
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Toronto
Hobbydichter
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Die gelbe Ente Waggi besuchte ihre Oma und ihren Opa in deren Haus am Stadtrand. Dort lie├č es sich Waggi richtig gut gehen. Waggi sa├č am warmen Kamin, w├Ąhrend Oma Kekse backte und Opa Holz hackte. Wenn es Waggi zu langweilig wurde, spielte sie entweder mit ihren Baukl├Âtzen, oder sie malte Bilder. Es war einfach urgem├╝tlich bei Oma und Opa.

Aber es gab auch manches in diesem sch├Ânen Haus, was ihr gar nicht geheuer vorkam. Es gab dunkle Stellen, da traute sich Waggi nicht alleine hin. Waggi hatte Angst. Als Opa dies h├Ârte, beschlo├č er, mit Waggi diese geheimnisvolle Angst zu suchen. Er nahm sie an die Hand, und so gingen sie los, auf der Suche nach der Angst.

Erst gingen sie die Treppe rauf. Vor lauter Sucherei war es Opa, der fast die Treppe runterfiel, wenn Waggi ihn nicht fest gehalten h├Ątte. Sogleich schauten sie an der Stelle, wo Opa fast gest├╝rzt w├Ąre, ob da vielleicht die Angst steckte. Aber sie fanden nichts. Es lag wohl weniger an der Angst, als vielmehr an der Schusseligkeit von Opa. Also suchten sie weiter. Auf dem Dachboden zeigte Waggi auf eine dunkle Stelle hinter dem Kamin. Sie schauten sofort nach, aber auch dort war keine Angst zu finden. So machten sie sich auf, zwischen dem Ger├╝mpel, welches immer so seltsame Schatten warf, nach der Angst zu suchen. Vergeblich, wie sich herausstellte, denn auch dort war keine Angst. Sie war pl├Âtzlich einfach weg. So beschlossen sie, in den Keller zu gehen, wo es auch tags├╝ber immer dunkel war und der Waggi ├╝berhaupt nicht geheuer vorkam. Ein verstohlener Blick in die Speisekammer lie├č Waggi erahnen, da├č hier die Angst verborgen sein m├╝├čte. Statt dessen roch es k├Âstlich nach frischgebackenem Brot, ├äpfeln, N├╝ssen und Keksen. Hier konnte man wunderbar naschen, aber keine Angst finden. Waggi wollte die Suche hier abbrechen, denn es war ja bald Mittag. Doch Opa erinnerte sie daran, da├č es ja noch Stellen in dem Haus gab, wo sie noch nicht gesucht hatten.

So suchten sie in der W├Ąschekammer, im Heizungskeller, in der Sauna, in den Schr├Ąnken, einfach ├╝berall. Pl├Âtzlich sah Waggi etwas, was ganz nach Angst aussah. Es war eine braune Fl├Ąche mit ein paar Kn├Âpfen drauf, welche sich an der Au├čenwand zur Sauna befand. Dieses seltsame Ding sah sehr nach Angst aus. Waggi verkroch sich hinter Opa, doch dieser griff fest nach Waggis Hand, und sie gingen langsam auf dieses Ding zu. War das etwa die Angst? Tapfer ging sie mit, lie├č sich hochheben, w├Ąhrend ihr Herz begann, schneller und schneller zu klopfen. Sie be├Ąugte das Ding erst aus sicherer Entfernung, lie├č sich langsam n├Ąher ranheben und schaute mit pr├╝fendem Blick, ob so die Angst aussah. Aber je n├Ąher sie an das braune Ding kam, stellte sie fest, da├č so die Angst bestimmt nicht aussah.

Waggi begann allm├Ąhlich zu vermuten, da├č es die Angst war, die Angst vor ihr hatte. Denn immer dann, wenn sie auf die Angst zuging, war diese bereits weg, sobald sie bei ihr angekommen war. Also beschlo├č Waggi, zuk├╝nftig auf die Angst zuzugehen, um sie so zu vertreiben und ├╝berall dort hingehen zu k├Ânnen, wo sie hinwollte, ohne Angst zu haben.


__________________
M├╝Ve

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flammarion
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wundersch├Ân!

mit deiner g├╝tigen erlaubnis m├Âchte ich diese geschichte meinen enkeln zu weihnachten schenken. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Toronto
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

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Genehmigt

Was ich nicht wei├č, macht mich nicht hei├č. Aber trotzdem nett, da├č Du fragst. ;^)
__________________
M├╝Ve

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flammarion
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klar

frage ich. es gibt schlie├člich urheberrechte. ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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anemone
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an Opas Hand

wird sich Ente Waggi wohl sicher f├╝hlen und kein Sturm kann ihr etwas anhaben. Sch├Âne Geschichte, Toronto, auch wenn sie f├╝r Kinder ist, sie hat mir sehr gefallen.

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flammarion
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aber

anemone, f├╝r unsere kinder immer nur das beste! ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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