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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Wahre Freunde
Eingestellt am 28. 09. 2003 16:43


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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2002

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Autos fahren an mir vorbei, aber ich laufe nur stur grade aus. Ich will niemanden sehen oder hören. Nur weg!
An einer roten Ampel muss ich mein Hasten unterbrechen. Erst jetzt wird mir bewusst, wo ich mich befinde. Mein Unterbewusstsein muss mich hier her gefĂĽhrt haben.
Nun stehe ich unentschlossen vor dem Haus. Soll ich klingeln, oder wäre es besser wieder umzudrehen und nach Hause zu gehen? Aber nein, nach Hause will ich nicht. Ist es eigentlich noch mein Heim? Will ich da noch leben?
Nein! In meinem Kopf herrscht totales Chaos. Nachdenken kann ich nicht, die Kopfschmerzen, die die Tränen ausgelöst haben, hindern mich.
Das Haus liegt im Dunkeln, es sieht fast verlassen aus. Aber das ist um die Uhrzeit wohl normal. Es ist 3.50 Uhr am Morgen. Wenigstens die Uhrzeit kann ich noch durch meinen Tränenschleier erkennen.
Darf ich jetzt noch bei ihr klingeln?
Ob sie noch immer sauer auf mich ist? Immerhin haben wir uns gestern richtig gezofft. So schlimm was es noch nie!
Ich glaube nicht, dass unsere Freundschaft das ĂĽberlebt, aber ich brauche sie. Jetzt, hier, sofort.
Mir bleibt nichts anderes ĂĽbrig. Nach Hause kann ich jetzt nicht mehr. Nicht nachdem, was da abging.
Langsam steige ich die Treppen zu den Klingeln hoch. Ob es richtig ist, zu ihr zu gehen?
Noch immer mit mir ringend, stehe ich mit erhobener Hand vor den Klingelknöpfen.
Wird sie mich wegschicken? Ich dränge die Tränen zurück und mit zitterndem Zeigefinger berühre ich den Knopf. Im Haus erklingt ein schriller Ton und ich zucke zusammen.
Noch kann ich davon laufen.
Schon erklingt ihre verschlafene Stimme aus dem Lautsprecher.
„Wer klingelt um diese Uhrzeit?“
„Hi.. Sandy .. ich äh.. ich bin´s, tut mir leid, dass ich dich wecke“ bringe ich halb stotternd hervor.
„Was willst du hier?“
„ Ich äh… „ eine Pause entsteht „ Mein Vater hat mich rausgeschmissen.“
Es ertönt ein Klicken.
Oh nein, sie hat den Hörer aufgelegt. Sie lässt mich nicht rein.
Die Tränen fließen in Strömen. Ich lasse mich auf die Stufen fallen und vergrabe meinen Kopf unter meinen Armen. Was soll ich nun machen?
Ein lautes Geräusch hinter mir, lässt mich zusammen zucken und mit einem Satz bin ich auf den Beinen.
Und da steht Sandy!
In ihrem weiĂźen Nachtkleid, mit schreckgeweiteten Augen und offenem Mund kommt sie auf mich zu und nimmt mich in den Arm.
Ich glaube, trotz unserer grauenvollen Streitereien sind wir super Freunde.

__________________
Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele (Cicero)

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Klabautermann
???
Registriert: Feb 2003

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Hallo hopeless-1,

habe mir Deinen Text gerne durchgelesen und ein paar kleine Anmerkungen gemacht. Sie sind natürlich nur als Vorschläge zu verstehen, aber vielleicht helfen sie Dir ja.


Autos fahren an mir vorbei, aber ich laufe nur stur grade aus. hier könntest Du vielleicht eher indirekt arbeiten: "doch ich nehme nichts wahr. Meine Beine tragen mich eifnach gerade aus. Fort." Dadurch lässt sich eine Stimmung noch vertiefen Ich will niemanden sehen oder hören. Nur weg!
An einer roten Ampel muss ich mein Hasten unterbrechen. Erst jetzt wird mir bewusst, wo ich mich befinde. Mein Unterbewusstsein 2x bewusst". Das kannst du vermeiden, indem Du oben schreibst: Erst jetzt erkenne ich/ wird mir klar/ eröffnet sich mir muss mich hier her geführt haben.
Nun stehe ich unentschlossen vor dem Haus. Soll ich klingeln, oder wäre es besser wieder umzudrehen und nach Hause zu gehen? Aber nein, nach Hause will ich nicht. Ist es eigentlich noch mein Heim? Will ich da noch leben?
Nein! In meinem Kopf herrscht totales Chaos. Nachdenken kann ich nicht, die Kopfschmerzen, die die Tränen ausgelöst haben, hindern michdaran, einen klaren Gedanken zu fassen.
Das Haus liegt im Dunkeln, es sieht fast was heißt "fast"? Es SIEHT verlassen aus, oder? dann schreib es ruhig so. verlassen aus. Aber das ist um die Uhrzeit wohl normal. diesen Satz streichen. es geht aus dem nächsten hervor. Es ist 3.50 Uhr am Morgen. Wenigstens die Uhrzeit kann ich noch durch meinen Tränenschleier erkennen.
Darf ich jetzt noch bei ihr klingeln?
Ob sie noch immer sauer auf mich ist? Immerhin haben wir uns gestern richtig gezofft. So schlimm was es noch nie!
Ich glaube nicht, dass unsere Freundschaft das ĂĽberlebt, aber ich brauche sie. Jetzt, hier, sofort.
Mir bleibt nichts anderes ĂĽbrig. Nach Hause kann ich jetzt nicht mehr. Nicht nachdem, was da abging.
Langsam steige ich die Treppen zu den Klingeln hoch. Ob es richtig ist, zu ihr zu gehen?
Noch immer mit mir ringend, stehe ich mit erhobener Hand vor den Klingelknöpfen.
Wird sie mich wegschicken? Ich dränge die Tränen zurück und mit zitterndem Zeigefinger berühre ich den Knopf. Im Haus erklingt ein schriller Ton und ich zucke zusammen.
Noch kann ich davon laufen.
Schon erklingt ihre verschlafene Stimme aus dem Lautsprecher.
„Wer klingelt um diese Uhrzeit?“
„Hi.. Sandy .. ich äh.. ich bin´s, tut mir leid, dass ich dich wecke“ bringe ich halb stotternd hervor.
„Was willst du hier?“
„ Ich äh… „ eine Pause entsteht „ Mein Vater hat mich rausgeschmissen.“
Es ertönt ein Klicken.
Oh nein, sie hat den Hörer aufgelegt. Sie lässt mich nicht rein. beschreib hier die Szene. Stell dir vor, er steht da, mitten in der Nacht. Er glaubt, alle hätten sich von ihm abgewandt. Das Entsetzen, die Hoffnungslosigkeit, die Enttäuschung, auch das Selbstmitleid kannst Du hier sehr gut einbringen!
Die Tränen fließen in Strömen. Ich lasse mich auf die Stufen fallen und vergrabe meinen Kopf unter meinen Armen. Was soll ich nun machen?
Ein lautes Geräusch hinter mir, lässt mich zusammen zucken und mit einem Satz bin ich auf den Beinen.
Und da steht Sandy!
In ihrem weiĂźen Nachtkleid, mit schreckgeweiteten Augen und offenem Mund kommt sie auf mich zu und nimmt mich in den Arm.
Ich glaube, trotz unserer grauenvollen Streitereien sind wir super Freunde.

Du beschreibst hier offenbar einen Jugendlichen, denn auch die Sprache, Dein Stil deutet auf diese Zeit im Leben eines Menschen hin. Die Sprache ist daher natürlich auch ein wenig "umgangssprachlich", darf sie auch sein, wenn Du mit dem entsprechenden Soziolekt arbeitest. Insgesamt eine recht nette Geschichte von Freundschaft und dem, was sie aushält. Was noch interessant wäre, zu erfahren, ist einerseits der Grund, warum sich die beiden gestritten haben und weshalb der Junge von seinem Vater hinausgeworfen wurde. Ein zwei Sätze dürften da ausreichen, um die Szenerie kurz zu umreißen.

liebe GrĂĽĂźe
vom
Klabautermann




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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2002

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Hallo Klabautermann,

danke fĂĽr deine Anregungen. Es sind teilweise wirklich bessere Vormulierungen.

Es ist eine Geschichte ĂĽber einen Teenager, deshalb auch die umgangssprachlichen Worte.
Ich habe die Geschichte absichtlich in der Ich- Form geschrieben, denn auch du hast automatisch aus dem Erzähler eine männliche Person gemacht.
Ich wollte nur bezwecken, dass sich jeder Leser in die Geschichte denken kann.

Danke fĂĽr deinen Kommentar.

LG, Hopeless-1
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