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Leselupe.de > Anonymus
Wahre Gefühle?
Eingestellt am 25. 06. 2005 19:43


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Meine wahren Gefühle
stecken hinter einer lächelnden Fassade.


Sie leben in meinem Innersten
ohne Aussicht darauf,
das Licht der Welt zu erblicken.

Ich müsste mich in deinen Augen spiegeln
und dir gestehen: "Ich liebe dich!"

Niemals!

Du könntest antworten:
"Na, und?!"

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jon
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Ich will dich ja nicht ängstigen, aber:

"Nicht zu erkennen
für einen flüchtigen Zuschauer."

... das stimmt meist gar nicht. Man sendet Signale aus, die erkennbar sind. Man hat sich (vielleicht) "im Griff", so lange der Begehrte es mitbekommen könnte, aber man hat sich nicht permanent im Griff. Laut meiner Erfahrung jedenfalls.

Die Konsequenz in Sachen Textarbeit ist die: Du verlässt mit dieser Behauptung den Ich-Erzähler-Standpunkt, indem du die Position eines allwissenden (hier allerdings sich (wahrscheinlich) irrenden) Über-Erzählers einnimmst. Sowas macht man in der Prosa nur mit guter Begründung, in der VersDICHTung nur mit seeeeehr guter Begründung. Lass die beiden Zeilen einfach weg - das Verstecken ist auch mit dem Rest glaubhaft genug.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

So ängstlich bin ich nicht.
Ich finde es ist ein guter Vorschlag, die zwei Zeilen einfach zu entfernen.

Vielen Dank
A.



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Stoffel
gesperrt
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Hallo,
nachzuvollziehen.
Ich dneke mal, man möchte ja dann irgendwie "gleichgültig" wirken.Oder?
Nur ein paar Gedanken dazu.

Meine wahren Gefühle
versteckt
hintereiner Maske
der Gleichgültigkeit
.
(oder so ähnlich)

Sie leben nurin meinem Innersten
ohne Aussicht darauf,
jemals das Licht der Welt zu erblicken.

Ich würdemich ja
in deinen Augen spiegeln
und dir gestehen: "Ich liebe dich!"

Niemals!

Denndu könntest antworten:
"Na, und?!"

lG
Sanne

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jon
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Entschuldigt, wenn ich dazu was sage, obwohl ich nicht der Autor bin: Bis auf das Streichen des "nur" (, was ich im Sinne der VerDICHTung eine gute Idee finde) ändern Stoffels Vorschläge den Inhalt erheblich (und das – ich muss mich da mal auf meine Erfahrung berufen – nicht unbedingt in die "eigentlich ist es doch so"-Richtung).

Stecken – verstecken: Das VERstecken ist schon in Fassade mitgeteilt; im scteken kann man dagegegen noch die Info/das gefühl des FESTsteckens mitlesen.

Eine" Maske aus Gleichgültigkeit" ist etwas deutlich anderes als eine "lächelnde Fassade". Beides wird in solchen Fällen benutzt, manchmal auch in kurzen Wechseln – aber es ist nicht das selbe.

„Ich müsste mich spielgeln“ ist weit mehr als "ich würde mich spiegeln". Letzteres ist die pure Tatsache (bzw. die Vorstellung von dieser Tatsache), ersteres beinhaltet all das Unbehagen, das mit dieser Vorstellung verbunden ist.

Das "denn" ist inhaltlich überflüssig. Mehr noch: Ohne das verbindende „denn" entsteht eine Sprechpause, in der ganz viel gefühl stattfindet. Dies verleiht den letzten zwei Zeilen den Unterton "Du würdest sagen…" (, das ist wahrscheinlich, aber man hält sich am "Du könntest…" fest).


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Stoffel
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moin Jon,

teilweise teile ich Deine Interpretationen.

Es ist schwierig, denn ich, der Leser, weiß doch nicht 100% immer, was der Autor (oder das lyrische Ich) da fühlt. Sich fühlt, gefühlt hat/ es meint. Natürlich packe ich während des lesens und des Überdenkens, dann etwas von mir selbst hinein.

Ok, manchmal trifft das eine oder andere auch den Nerv des Autors, weil er nicht auf etwas selbst gekommen ist. (ging mir auch oft schon so). Ich persönlich möchte nur anregen, aber auch meine eigene Interpretation kund tun.
Aber sicher auch verstehen. Das kann ja dann eben durch solch Auseinandersetzung geschehen.

Jo..dann noch einen schönen Tag
lG
Sanne

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