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Leselupe.de > Ungereimtes
Wahrheit
Eingestellt am 27. 06. 2009 20:01


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Vera-Lena
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Wahrheit

Ergösse sich die Wahrheit
wie ein linder Regen
aus den Himmeln und
ein jeder öffnete den Mund,
um ihrer habhaft zu werden,

schmeckten sĂŒĂŸ die Zeiten;
Frieden flĂŒsterten die Binsen
durch Menschenherzen,
die eilfertigen TratschgrÀser:
Aus Liebe und Weisheit geboren
die Wahrheitsfrucht,

so redeten sie ununterbrochen
und wĂŒssten sich nicht zu lassen,
ob der ĂŒbergroßen Neuigkeit.

Erwartungsvoll sah ich sie stehen
an einem kleinen Gartenteich.







__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 27. 06. 2009 20:01

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Vera-Lena
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Lieber Manfred,

danke fĂŒr Dein Lob! Da sehe ich genauso, dass jeder fĂŒr sich durch Denken und FĂŒhlen zu Wahrheiten vorstoßen muss.

VernachlÀssigt er das Denken kommt er auch ziemlich weit, denn das Herz erkennt oft den wahren Grund der Dinge.

VernachlĂ€ssigt er das FĂŒhlen, kommt er auch ziemlich weit, denn der Verstand ist wie ein Seziermesser und kann die Dinge klar ans Licht bringen.

Seine Wahrheit wird er aber erst entdecken, wenn er in einer Sache Herz und Verstand bemĂŒht:
Mit Liebe sollte er die Dinge betrachten, so weit ihm das möglich ist (immer klappt das nun wirklich nicht ) und dann sollte er auch die KÀlte des Verstandes ihre Arbeit tun lassen, die Dinge durchleuchten wie bei einem RöntgengerÀt, um zu einer Erkenntnis zu kommen.

Dir einen schönen Sonntag!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
Guest
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Liebe Vera-Lena,

dein Gedicht ist von grundsÀtzlicher Wahrheit und sehr schön umgesetzt. Diesmal (das kommt bei deinen Texten selten genug vor) "stören" mich aber zwei Winzigkeiten.

Mein Vorschlag:

quote:
Wahrheit

Ergösse sich die Wahrheit
wie ein linder Regen
aus den Himmeln und
ein jeder öffnete den Mund,
um ihrer habhaft zu werden,

schmeckten sĂŒĂŸ die Zeiten;
Frieden flĂŒsterten die Binsen
durch Menschenherzen,
die eilfertigen wispernden TratschgrÀser:

Aus Liebe und Weisheit geboren
die Wahrheitsfrucht,
so redeten sie ununterbrochen
und wĂŒssten sich nicht zu lassen,
ob der ĂŒbergroßen Neuigkeit.

Erwartungsvoll sah sehe ich sie stehen
an einem kleinen Gartenteich.

In den Schlussversen wÀhlte ich den PrÀsens, weil Wahrheit ja bestehen bleibt, selbst wenn es sich - wie immer - um die eigene handelt.

Liebe GrĂŒĂŸe
Heidrun




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Vera-Lena
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Liebe Thylda,

Über die Wahrheit ist schon so viel gesagt worden, dass man natĂŒrlich sĂ€mtliche Sichtweisen hier wieder auflisten könnte. Man denke nur an Pilatus, der auf die Antwort Jesu zurĂŒckfragte: "Was ist Wahrheit?" und doch lag die Entscheidung ĂŒber den qualvollen Tod Jesu oder ĂŒber Seine Freiheit ausschließlich in seinen HĂ€nden, die er anschließend, wie wir wissen in Unschuld wusch. Also: Was ist Wahrheit.

Ich habe diese Frage hier nicht beantwortet,sondern nur beschrieben, wie man seiner Wahrheit auf die SprĂŒnge kommen kann, welchen Arbeitsprozess man da in Gang setzen muss. Und davon bin ich allerdings ĂŒberzeugt, wenn jeder Mensch die Kraft, den Mut und die Ausdauer hĂ€tte, alles mit Verstand und Herz zu betrachten, dass es dann in der Welt friedlicher zuginge.

Ich meine ja hier nicht, dass man Unwahrheiten und Verlogenheiten aufdecken sollte, sondern mir geht es um den ganz tiefen philosophischen und antroposophischen Aspekt, also um die Wahrheit schlechthin.

Danke fĂŒr Deinen Beitrag!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

danke fĂŒr Deine Antwort! Das freut mich dass Du, wie ich es auch nicht anders erwartet hĂ€tte, den inhaltlichen Bezug zu meinem Text mĂŒhelos gefunden hast.

Ansonsten sind wir uns diesmal nicht ganz einig. Einmal möchte ich auf das FlĂŒstern nicht schon wieder so rasch ein Wispern folgen lassen und zum anderen kenne ich kein eilfertigeres Wesen, als jemanden, der stĂ€nig die neuesten Neuigkeiten unbedingt verbreiten muss. Das ist in diesem Falle ganz neutral gemeint, und deshalb wolltest Du vielleicht auch lieber das "Wispern" sehen, aber fĂŒr mich ist das "eilfertig" hier nicht negativ besetzt.

"Erwartungsvoll sah ich sie stehen."

Klar stehen die GrÀser da immer noch, aber ich wollte auch schon mit dem durchgezogenen Konjunktiv vorab deutlich machen, dass es sich hier um eine kurzfristige Vision des Lyri handelt, denn noch sind die Menschen ja an diesem Punkt, den das Lyri herbeisehnt, nÀmlich, dass die Menschen die Dinge mit Weisheit und Liebe betrachten, nicht angekommen, und die GrÀser warten also auch noch lange Zeit darauf, jedenfalls lÀnger als das Lyri dort an diesem Teich verweilen könnte.

Und so geht das Lyri weiter und behÀlt nur in seinem Herzen dieses Bild, wie die GrÀser dort standen in völliger Bereitschaft, diese gute Botschaft (wenn es sie denn schon gegeben hÀtte) in Windeseile auszubreiten.

Danke fĂŒr Dein Mitdenken! Ich genieße immer Dein stets interessantes und bereicherndes Echo auf meine Texte.

Dir einen schönen Sonntag!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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Vera-Lena
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Lieber Ivor,

danke fĂŒr Deinen interessanten Beitrag!

Zuallererst möchte ich auf das MĂ€rchen zu sprechen kommen. Es stammt aus dem Altgriechischen. König Midas verbot seinem Barbier, weiter zu erzĂ€hlen, dass ihm Eselsohren gewachsen waren, die er unter seinen Haaren verbarg. Aber der Barbier konnte das Geheimnis nicht fĂŒr sich behalten. Er rief es in ein Erdloch. Dort hörten es die Binsen, die mit ihrem stĂ€ndigen Rauschen es durch die ganze Welt erzĂ€hlten, so dass es zur "Binsenwahrheit" wurde.

Ich hatte ja schon weiter oben erwÀhnt und schreibe es gerne noch einmal, dass es mir nicht darum ging, zu erlÀutern, was Wahrheit sei.

Jeder Mensch kann auf seine Wahrheit stoßen, wenn er sich bemĂŒht, die Sache, um die es ihm zu tun ist, mit Herz und Verstand zu betrachten. Er wird heute zu diesem Ergebnis kommen. Da er aber stĂ€ndig ein Wachsender und Werdender ist, das Herz sich vielleicht schon stĂ€rker erwĂ€rmt und der Verstand sich schon schĂ€rfer ausgebildet hat, kann er morgen wieder zu einem anderen Ergebnis gelangen in derselben Sache. Jedesmal erhĂ€lt er aber die Frucht seiner BemĂŒhung, nĂ€mlich die fĂŒr ihn aktuelle Wahrheitsfrucht.

Daran denke ich, wenn ich das Wort "Wahrheit" benutze oder das Wort "Wahrheitsfrucht".

Schön wĂ€re es nun, wenn erstens alle Menschen solche BemĂŒhungen betreiben wĂŒrden und wenn sie sich zweitens zudem bewusst sein könnten, dass der andere auch solche BemĂŒhungen betreibt. Dann gĂ€be es mehr gegenseitigen Respekt auf der Erde und viel, viel weniger Feindseligkeit. Die Zeiten, dass jeder die Wahrheit fĂŒr sich gepachtet hat, wĂ€ren vorĂŒber. Also hier habe ich einen Zukunftstraum in Worte gefasst.

Dir ganz liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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