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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Warmer Regen ...
Eingestellt am 02. 08. 2003 03:28


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cyberdiver
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Oct 2002

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"Hallo Helga! Sch├Ân das du anrufst. Ich habe dich schon vermisst. Wie ist dein allt├Ągliches Wohlbefinden?"

Das Spiel begann von neuem. Er hatte die Nummer ihres Mobiles auf dem Display seines Handys gesehen und wusste, dass nur sie es sein konnte, die anrief. Daher auch die spontan vertraute Anrede. Dennoch, sie kannten sich nicht pers├Ânlich. Nur das Handy war die Br├╝cke zwischen ihnen.

Die Notwendigkeit eines gro├čen Projektes eines ebenso gro├čen Konzerns hatte sie zusammengef├╝hrt.
Weit voneinander entfernt waren sie, 600 Kilometer, weit genug um der Versuchung zu verfallen ehrlicher zu sein als ├╝blich und dennoch die zweifelhafte Sicherheit zu haben, sich nie wirklich begegnen zu m├╝ssen.

"Hi G├╝nther ! Die L├Ąstige ist wieder da! Bist' eh gut drauf?"

"Na ja - das was du mir jetzt sagen wirst, f├Ąllt sicher unter 'Laufendes' - was gibt's denn?"

G├╝nther legte wieder einmal die l├Ąssige und ├╝berlegene Platte auf, so verspielte er nichts und setzte auch nichts ein.

"Wie hast' denn das in deinem E-Mail gemeint - 'Liebe K&K!' - soll ich mich da jetzt angesprochen f├╝hlen?"

G├╝nther dachte sich "Oje, h├Ątte ich blo├č nicht die Emailgruppe als Adressat hergenommen und die Helga extra angeschrieben, alle anderen kennen sich ja aus - aber die Helga - was die jetzt blo├č wieder denkt?". Aber das hat er sich eben nur gedacht. Gesagt hat er ganz was anderes:
"Ja, nat├╝rlich hab ich nur dich gemeint - wie k├Ânnt es denn anders sein?".
Aber das h├Ątte er zu fast jeder anderen auch gesagt.

".. und warum schickst du das dann an 18 andere mit dem selben Inhalt?"

"Helga - du hast mich wieder einmal erwischt - M├Ąnner, wei├čt eh!"

"Aha, ich hab mir's gleich gedacht - bist' auch ein solcher"

"Na ja, was denn - soll ich mich jetzt deswegen operieren lassen?"

"Ist schon ok, ich hab sowieso nichts anderes erwartet - Verr├Ąter!! Aber jetzt 'Ernst': Du m├Âchtest von mir wissen, wie viele Tage ich dir - na, ned dir sondern dem Projekt - zus├Ątzlich zur Verf├╝gung stehen kann. Ist das wichtig?"

"Sieht du, das gef├Ąllt mir. Mit dir kann ich wenigstens so ├╝ber die Dinge reden wie sie wirklich sind - nebens├Ąchlich und unwichtig! Aber wenigstens wissen wir beide wie die Wirklichkeit ist - hart und herzlich! Zu deinem 'Ernst': Ja die wollen ein neues Konzept von mir und du wei├čt ja - nur gemeinsam - und da denk ich echt an dich - sind wir stark! Wie viel kannst' denn einbringen?"

"Woah - das werden harte Verhandlungen werden! Kennst ja meinen Preis!" hat die Helga darauf gesagt.

Jetzt muss dazu gesagt werden, die Helga war nicht eine st├Ąndige Mitarbeiterin bei dem Konzern. Es hat halt bei dem Projekt hinten und vorne nicht gereicht mit den Ressourcen im Bereich des Kundentrainings und so hat die Projektleitung beschlossen auch 'Externe' aufzunehmen und die Helga war eine solche.
Und der G├╝nther war der Koordinator im Trainingsbereich.
Bei den wirklichen Chefs hat er nicht viel zu sagen gehabt, mehr Mittel zum Zweck, aber man hat ihn 'koordinieren' lassen, weil da war er nicht so schlecht, hat ganz gut mit den Leuten umgehen k├Ânnen und ein echtes Arbeitstier ist er auch gewesen. Au├čerdem hat er nicht viel gemotzt und der Billigste war er f├╝r das Unternehmen in diesem Bereich auch noch. Das harte Verhandeln um die eigene Position war wohl nicht ganz das Seine. Aber das ist eine andere Sache.

Das hat die Helga aber alles nicht gewusst. Man(n) - das war ihr ehemaliger Chef - hat ihr nur gesagt: 'Rufen sie den Herrn Berger an, der macht das alles und sagt ihnen wie es weitergeht'.
Und die Helga hat den Herrn Berger angerufen, um 07 Uhr 16 schon, weil das ja einen guten Eindruck machen mu├č, wenn man schon so zeitig in der Fr├╝h anruft und damit signalisiert: Ich bin frisch und leistungsf├Ąhig - ich bin diejenige die sie suchen und jederzeit da!

Sie hat aber nicht wissen k├Ânnen, dass der G├╝nther wieder einmal fast die ganze Nacht durchgearbeitet hat und gerade erst auf der Bettkante gesessen ist, als sie ihn angerufen hat. Das sieht man schlie├člich ├╝ber das Handy nicht.
Und der G├╝nther hat zu diesem Zeitpunkt eine Stimme gehabt, so wie man halt klingt wenn man die Nacht auf 'Tournee' war, oder auch so, wie wenn man ebensolche durchgearbeitet hat, tief - genau genommen urtief - und chefm├Ą├čig: "Berger - guten Morgen!" kurz, tief und zielstrebig.

"Hallo Herr Berger - Helga Paulsen spricht! Ebenfalls einen guten Morgen. Herr Berger ich soll sie anrufen."

Die Stimme von G├╝nther, und nicht nur die, ist gleich ein ganzes St├╝ck anders geworden, schlie├člich hat er ja gewusst, dass er Verst├Ąrkung in seinem Team braucht, eine die er mehr als dringend suchte. Er hat aber nicht gewusst, wer das sein wird.
Die Chefs machen das schon hat es kryptisch beim letzen Meeting gehei├čen. Jetzt war es offenbar so weit. Und es war eine weibliche Stimme, noch dazu eine Stimme, die ganz passabel klang. Man(n) konnte sich etwas vorstellen.

"Ja hallo Fr. Paulsen! Sie wissen ja gar nicht wie sehr ich schon auf ihren Anruf gewartet hab! Wie geht's ihnen denn?"

Der G├╝nther hat so eine fraternisierende Art gehabt. Irgendwie haben ihn die Leute ganz gern gemocht und auch respektiert. Mit seinem etwas fortgeschrittenem Alter und dem leicht grauen Schimmer in seinen Haaren hat er schon ein wenig beeindrucken k├Ânnen. Nicht zu jung um als "Springinsfeld" zu gelten, aber auch nicht zu alt um von vorne herein zum alten Eisen zu z├Ąhlen.
Und das mit dem starren Blick hat er in einem Buch gelesen, hat sich das irgendwie gemerkt und antrainiert und auch immer wieder eingesetzt, nur, das hat ihm jetzt beim Telefonieren auch nicht gen├╝tzt.
Die urtiefe Stimme hat aber auf die Helga schon Eindruck gemacht, obwohl sie eine sehr selbstbewusste Frau war und sich dadurch nicht so schnell aus ihrem Konzept bringen hat lassen.
Und was der G├╝nther nicht wu├čte war der Umstand, dass auch Sie den Job dringend brauchte. Der Monatserste kam wieder einmal rascher als erwartet und die 'Notwendigkeiten des Lebens' forderten das ihre.

Sie hat deshalb etwas verhalten aber mit einem gewissen Unterton gesagt: "Aha - das freut mich aber, wenn sie schon mit mir gerechnet haben!"

Der G├╝nther hat daraufhin, was ihm zu diesem Zeitpunkt sicher nicht leicht fiel, seine ganzen Lebensgeister gesammelt. Weil er hat ja gewusst, jemand anderen bekommt er nicht so schnell und das h├Ątte sonst ganz sch├Ân kritisch f├╝r seinen Job werden k├Ânnen. Und so hat er deshalb fast in sein Handy hineingehaucht:

"Frau Paulsen, sie sind wie warmer Regen - verzeihen sie den Ausdruck - aber es geht im Moment drunter und dr├╝ber und sie kann nur der Himmel schicken...",

..dann hat er nichts mehr gesagt, der Herr G├╝nther Berger. Einen halben Gedanken lang lag eine Stille zwischen den Beiden, die kann man nicht beschrieben.

Die Helga war im selben Moment ganz sch├Ân irritiert, sie hat ja mit so Manchem gerechnet aber mit so was. Irgendwie hat sie sich dann aber doch wieder gekriegt und verhalten gemeint:

"Na ja - jetzt bin ich eben da".

Fortsetzung folgt (bei Bedarf ....)

__________________
..it's me the cyberdiver

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Farewell
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2003

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Hallo cyberdiver,

soso, das ist also die Story von dem G├╝nther und der Helga ...

Leider finde ich, da├č das Ganze klingt, als w├╝rdest du es einem guten Bekannten mal kurz in der Mittagspause berichten, jedoch finde ich diesen Schreibstil f├╝r eine Kurzgeschichte irgendwie unpassend.
Ich kann - welch ein Gl├╝ck - nur f├╝r mich pers├Ânlich sprechen bzw. schreiben: Bei mir besteht kein Bedarf, eine Fortsetzung zu lesen, da es mich einfach nicht reizt, zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht.
Dies ist wirklich eine Story, wie man sie fast t├Ąglich irgendwo zu h├Âren bekommt (nicht, da├č das etwas Schlechtes w├Ąre!) - ich wage fast, zu behaupten, da├č deine KG wirkt wie "Alt-Tanten-Tratsch", den man rein zuf├Ąllig irgendwo mitbekommt - nichts Halbes und nichts Ganzes.
Hier z.B. wird dieser "Tratschstil" besonders deutlich:

quote:
Jetzt muss dazu gesagt werden, die Helga war nicht eine st├Ąndige Mitarbeiterin bei dem Konzern.

Desweiteren hast du einige Komma- und Rechtschreibfehler gemacht, aber ich denke, da├č du die selbst findest, wenn du noch einmal (?) auf Suche gehst ...
Nur einige Beispiele:
quote:
Hallo Helga! Sch├Ân das du anrufst.
Sch├Ân, dass du anrufst.

quote:
Weit voneinander entfernt waren sie, 600 Kilometer, weit genug um der Versuchung zu verfallen ehrlicher zu sein als ├╝blich und dennoch die zweifelhafte Sicherheit zu haben, sich nie wirklich begegnen zu m├╝ssen.
Weit voneinander entfernt waren sie, 600 Kilometer, weit genug, um der Versuchung zu verfallen, ehrlicher zu sein als ├╝blich und dennoch die zweifelhafte Sicherheit zu haben, sich nie wirklich begegnen zu m├╝ssen.

quote:
Ja die wollen ein neues Konzept von mir und du wei├čt ja - nur gemeinsam - und da denk ich echt an dich - sind wir stark!
Ja, die wollen ein neues Konzept von mir ...
Ist mehr als einmal vorgekommen, da├č du hinter "ja" bzw. "nein" kein Komma gesetzt hast.

quote:
"Woah - das werden harte Verhandlungen werden! Kennst ja meinen Preis!" hat die Helga darauf gesagt.
Kennst ja meinen Preis!", hat die Helga darauf gesagt.

quote:
Ebenfalls einen guten Morgen. Herr Berger ich soll sie anrufen.
Ebenfalls einen guten Morgen. Herr Berger, ich soll sie anrufen.

Nun denn, obwohl ich von diesem Werk nicht wirklich begeistert bin, w├╝rde ich mich freuen, mal etwas "anderes" von dir zu lesen. Und ich bin mir fast sicher, da├č ich in den Tiefen von leselupe.de noch das ein oder andere Werk von dir finden werde, das mich hoffentlich eines Besseren belehrt, was deine Schreibk├╝nste betrifft.

LG
Farewell





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Daktari
Guest
Registriert: Not Yet

zu umgangssprachlich

Die Geschichte ist f├╝r meinen Bedarf zu umgangssprachlich gehalten. Es fehlt auch ein richtiges Ziel - meiner Meinung nach. Was ist die Aussage des Textes?
Man k├Ânnte die Situationskomik besser hervor heben, beispielsweise das Telefonat um 07.16 Uhr. Und wenn die Zusammenarbeit das Ziel ist, k├Ânnte man die Spannung etwas anheben.

Sollte in jedem Fall noch mal ├╝berarbeitet werden, hat aber eine ausbauf├Ąhige Basis. Ist aber keine schlechte Idee f├╝r eine Basis Story.

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