Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
61 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Warten
Eingestellt am 11. 01. 2003 12:13


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Jeder Morgen, der Morgen. An der Haltestelle stehend, der Bus nahend, auf die Bordsteinkante zulaufend, einsteigend, blickend nach der Möglichkeit... zu sitzen.
Gleiche, auch selbe Gesichter. H√∂lderlin neben Axel Springer sitzend, die Sonne malt die gestrigen Linien der fettigen Finger auf der Scheibe nach. Ein Hinterkopf, akkurat liegt das Haar, glatt, gek√§mmt, fettig. Duftt√∂ne, Tonfetzen mischen sich kunterbunt, stechend, willk√ľrlich, absurd. Blicke treffen, weichen aus, kehren zur√ľck, nicht ruhend, nicht suchend, abtastend banal... andere haften, gez√ľckte Braue, Lippen schm√§lernd, an dem nicht entsprechenden Objekt.

Das Schnalzen... einziges Anzeichen einer Bewegung im Körper... Zunge gegen Zahnreste, klingt aus, als die Hände die Sitzlehne umgreifend, sich nach oben ziehen. Der Fuß in Richtung Gang gehoben, schlurft schon bei der Vorwärtsbewegung wieder im Bodenkontakt.
Jeder Morgen, der Morgen... im Bus sitzend, Discm√§nner, nicht auf eigenen Ohren... dr√∂hnende Ahnung von Musik. B√§ume, Blumen die unbewegt vorbeiziehen, bewegen gestrige D√ľfte... kontrastierend gegen das Schwei√ü-Tabak-Aroma des Sitznachbarn.
Wie erleichternd, dass der n√§chste Halt der eigene ist, dass der Weg weg f√ľhrt, wie fast jeden Morgen...
Den Schl√ľssel schon in der Hand, das Foyer betretend... gr√ľ√üend die morgendlichen Gesichter... die Treppe nehmend, um den zweiten Schl√ľssel in die VorRichtung zu schieben. Umlaufmappen, Emails... lesen abzeichnen... weiterleiten. Stunde um Stunde, dabei blickEnd auf die Uhr, digitale nicht tickende Sekunden, doch ebenso zaghaft... z√§h zerflie√üt die Zeit im Einerlei. Nichts bricht auf, gew√∂hnlich leere Kommunikation... wartend auf das Besondere, das Eigene... flie√üend Neue. Doch dabei Handlungen der Erinnerung imitierend, die nicht die eigenen sind... gebunden an das Haus... das Foyer, den Raum.
R√ľckSichtlos und √§ngstlich in einem, huldigt man dem gew√∂hnlichen Zwang die eigene Pers√∂nlichkeit zu verleugnen. Eilig, schnelllebig die Werte... z√§h, ausgeh√∂hlt die VerRichtungen.

__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
Kommentare: 1979
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Michael Schmidt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Mir gefällt zwar dieser Stil nicht, aber das ist ja Geschmackssache.
Trotzdem eine sch√∂ne Impression √ľber den Alltag. Gef√§llt mir irgendwie.

Bearbeiten/Löschen    


noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen    


titatom
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 10
Kommentare: 15
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um titatom eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Anfangs etwas verwirrend, doch reizt eben dieser Stil zum Weiterlesen. Nur an einem Satz beisse ich immer wieder fest. Da geht meiner Meinung nach der Fluss verloren und es liest sich wie ein grammatikalischer Ausrutscher zur√ľck zum schul√ľblichen Satzbau:

      "Schon ist man froh, dass.."
hätte ich eher durch
      "Endlich froh, dass.."
ersetzt.
Aber das ist wie so oft Ansichtssache.
Gefällt mir gut.

Gruß
Tom

Bearbeiten/Löschen    


noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Danke Tom! Wollte `Endlich¬ī verwenden, aber das erzeugt einen Textbruch. Da m√ľsste die ganze Stelle, der Absatz ge√§ndert werden. Ist das DA auch OK???
__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen    


titatom
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 10
Kommentare: 15
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um titatom eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi Noel, eigentlich stört mich persönlich eher das "man" in diesem Satzbau. Aber solange es nur mich stört...

Gr√ľ√üe
Tom

Bearbeiten/Löschen    


Zur√ľck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!