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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Warten
Eingestellt am 03. 02. 2003 18:53


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Sanne Bachmann
Autorenanwärter
Registriert: Feb 2003

Werke: 3
Kommentare: 0
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Warten

Sie saß vor ihrem Telefon. Nun, nicht genau davor; aber doch in dessen unmittelbarer Nähe und stets in der bangen Erwartung; auf dem Sprung; kaum noch einen anderen Gedanken fassend: ein Klingeln. Bitte! Nur ein Anruf. Von ihm! Er wollte doch schon gestern...

Schon den ganzen Tag schleppt sie sich durch die Wohnung, von einer Ecke in die andere. Immer auf der Suche nach etwas Ablenkung, Zerstreuung. Nur nicht daran denken! Da ein Buch- ach wie öde; kann mich nicht konzentrieren! Fernsehen? Sinnloses Zappen durch die Kanäle und doch nichts Interessantes finden...Sport! Jogging durch den Wald, auf der Jagd nach anderen Gedanken. Fehlanzeige: alles Denken kreist immer nur um die eine Sache: wird er anrufen? Und wenn nicht? Was soll es denn bedeuten? Hat er kein Interesse mehr? Oder trifft er sich mit anderen Frauen? Oder Männern?
Es hatte doch so verheißungsvoll begonnen: die Blicke,wenn man sich über den Weg lief; die Spannung wenn sie nebeneinander saßen. Dann ihr Mut, ihn anzusprechen und den Vorschlag zu unterbreiten, doch mal gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen. Er hatte gerne zugestimmt. UND WIESO RIEF ER JETZT NICHT AN? VERDAMMT! Sie lief einen Tick schneller bis sie nur noch so japste, Endspurt, hinein in die Wohnung und ins Weitergrübeln und Weiterwarten.
Hatte sie bei ihrem Zusammentreffen irgendetwas gesagt oder getan, was ihn erschreckt oder verletzt haben könnte? Hatte er einfach ein anderes Bild von ihr in sich herumgetragen? Hatte sie ihn ent- täuscht? Sie brannte sich die heute schon x-te Zigarette an und grübelte. Und das verfluchte Telefon blieb stumm.
Nicht mal Tabak und Papers waren da, um sich in eine `Mir ist doch alles scheiß egal` - Laune zu kiffen. Dass konnte ein Abend werden... Ein Klingeln an der Türe. Na, er konnte es ja nicht sein! Die Freundin. Und nun? Sie geht erst mal ins Bad. Da klingelt das Telefon! Oh du lieber Gott? Was tun? Wenn er es nun WIRKLICH ist... keine Panik; erst mal rangehen! Schnell hin, Durchatmen; GAANZ TIEF! Hörer in die Hand, ans Ohr. Und?! Es ist Markus. Ja, komm doch einfach vorbei... klar; freu mich! Tschüß! Bis dann. „Scheiße!“

Jetzt ist es schon halb acht, jeder normale Mensch hat seine Abendgetaltungsplanung bereits abgeschlossen. Das bedeutet, dass er den Abend ohne mich verbringt. Und ich ohne ihn. Ich werde immer deprimierter. WARUM MELDET ER SICH NICHT????!
Möchte am liebsten Frustessen veranstalten, doch ein Stein liegt in meinem Magen und der Hals ist wie zugeschnürt. Aber rauchen geht. Die nächste bitte!
Diana kocht. Und ich langsam auch. Verkrieche mich in meine Hausarbeit über formallogisch richtige Schlüsse. Aussagenlogik, Prädikatenlogik und dedukitives Schließen? Hä?
Es klingelt. ES: jawohl; das Telefon. Aber ohne mich, bitteschön. Ich lass mich doch nicht foppen! Erst ewig nichts und dann falscher Alarm und überhaupt... „Diana, gehst du mal bitte?“ „Nö!“ Sie geht doch. Ich höre angestrengt weg...dann ihr Kopf in meinem Zimmer. „Der Mann für die Abendgestaltung!“

Na also. Geht doch!!!

__________________
Sanne Bachmann

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kaffeehausintellektuelle
Guest
Registriert: Not Yet

warten? ich doch nicht! doch nicht auf einen mann. doch schon gar nicht auf den. hab ich doch nicht notwendig.
der text hat gut die stimmung rübergebracht, die wir frauen ja wahrscheinlich alle zur genüge kennen.
trotzdem. vielleicht, weil ich sie so zur genüge kenne, hätte ich mir ein anderes als dieses happy end gewünscht.

liebe grüße

die k.

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kuschelmuschel
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Sanne,

ich kann mich nur anschließen, die Stimmung hast du gut rübergebracht. Obwohl ich immer ein Problem mit großgedruckten oder fettgeschriebenen oder sonstwie formatierten Text habe. Der Text sollte für sich selber sprechen können, ohne das man noch extra mit dem Holzhammer draufhaut. Aber egal. Andere sehen das anders. Ich weiß.

Das Ende, da könntest du wirklich noch einiges mehr rausholen. Eine Überraschung wäre nicht schlecht. Irgendwas, so ist das Ende ein wenig entäuschend.

Viel Grüße

Michael

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kuschelmuschel
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Sanne,

die Wertung ist von mir. Allerdings habe ich nicht geahnt, das, "Dieses Werk hat etwas, mit etwas zusätzlicher Mühe könnte es gut werden", gleich als "unterdurchschnittlich" angegeben wird. die zusätzliche Mühe bezog sich nur auf den Schluss. Aber so ist das halt mit der Wertung, ich habe bei meinem Werk eine Wertung von 5,68 und es steht schon als "gut" dar. Es ist also nur noch ein minimaler Unterschied zwischen dem unterdurchschnittlich und dem gut.

Wollte ich nur kurz anmerken, weil, die Wertung ist war nicht wirklich wichtig, aber halt doch irgendwie motivierend oder demotivierend.

Ich denke du verstehst...

Grüße

Michael

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Quidam
Guest
Registriert: Not Yet

Warten

Sie saß vor ihrem Telefon. Nun, nicht genau davor; aber doch in dessen unmittelbarer Nähe und stets in der bangen Erwartung; auf dem Sprung; kaum noch einen anderen Gedanken fassend: ein Klingeln.->wann klingelt es denn endlich?! Bitte! Nur ein Anruf. Von ihm! Er wollte doch schon gestern... flotter Einstieg!

Schon den ganzen Tag schleppt sie sich durch die Wohnung, von einer Ecke in die andere. Immer auf der Suche nach etwas Ablenkung, Zerstreuung. Nur nicht daran denken! Da ein Buch- ach wie öde; kann mich nicht konzentrieren! Fernsehen? Sinnloses Zappen durch die Kanäle und doch nichts Interessantes finden...Sport! Jogging durch den Wald, auf der Jagd nach anderen Gedanken. Fehlanzeige:Anstatt Doppelpunkt Ausrufezeichen setzen. alles Denken kreist immer nur um die eine Sache: wird er anrufen? Und wenn nicht? Was soll es denn bedeuten? Hat er kein Interesse mehr? Oder trifft er sich mit anderen Frauen? Oder Männern?
Es hatte doch so verheißungsvoll begonnen: die Blicke,wenn man sich über den Weg lief; die Spannung wenn sie nebeneinander saßen. Dann ihr Mut, ihn anzusprechen und ,den Vorschlag zu unterbreiten-> ihm vorzuschlagen doch mal gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen. Er hatte gerne zugestimmt. UND WIESO RIEF ER JETZT NICHT AN? VERDAMMT! Sie lief einen Tick schneller bis sie nur noch so japste, Endspurt, hinein in die Wohnung und ins Weitergrübeln und Weiterwarten.
Hatte sie bei ihrem Zusammentreffen irgendetwas gesagt oder getan, was ihn erschreckt oder verletzt haben könnte? Hatte er einfach ein anderes Bild von ihr in sich herumgetragen? Hatte sie ihn ent- täuscht? Sie brannte sich die heute schon x-te Zigarette an und grübelte. Und das verfluchte Telefon blieb stumm.
Nicht mal Tabak und Papers waren da, um sich in eine `Mir ist doch alles scheiß egal` - Laune zu kiffen. Dass konnte ein Abend werden... Ein Klingeln an der Türe. Na, er konnte es ja nicht sein! Die Freundin. Und nun? Sie geht erst mal ins Bad. Da klingelt das Telefon! Oh du lieber Gott? Was tun? Wenn er es nun WIRKLICH ist... keine Panik; erst mal rangehen! Schnell hin, Durchatmen; GAANZ TIEF! Hörer in die Hand, ans Ohr. Und?! Es ist Markus. Ja, komm doch einfach vorbei... klar; freu mich! Tschüß! Bis dann. „Scheiße!“

Jetzt ist es schon halb acht, jeder normale Mensch hat seine Abendgetaltungsplanung bereits abgeschlossen. Das bedeutet, dass er den Abend ohne mich verbringt. Und ich ohne ihn. Ich werde immer deprimierter. WARUM MELDET ER SICH NICHT????!
Möchte am liebsten Frustessen veranstalten, doch ein Stein liegt in meinem Magen und der Hals ist wie zugeschnürt. Aber rauchen geht. Die nächste bitte!
Diana kocht. Und ich langsam auch. Verkrieche mich in meine Hausarbeit über formallogisch richtige Schlüsse. Aussagenlogik, Prädikatenlogik und dedukitives Schließen? Hä?
Es klingelt. ES: jawohl; das Telefon. Aber ohne mich, bitteschön. Ich lass mich doch nicht foppen! Erst ewig nichts und dann falscher Alarm und überhaupt... „Diana, gehst du mal bitte?“ „Nö!“ Sie geht doch. Ich höre angestrengt weg...dann ihr Kopf in meinem Zimmer. „Der Mann für die Abendgestaltung!“

Na also. Geht doch!!!
ich finde den Schluß zwar ebenso wenig überraschend, wie meine Vorredner aber doch gut. Eine Anregung: Schreib doch, dass seine Freundin ihm sagen soll, dass sie heute Abend keine Zeit für den Mann hat.

Insgesamt ein flotter Schreibstil mit guten Ansätzen und eine süße Geschichte. Die komplett großgeschriebenen Wörter stören allerdings.

*winke*
quid

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