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Leselupe.de > Kurzprosa
Warten / Randbezirk
Eingestellt am 20. 11. 2008 09:36


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multimind
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Warten / Randbezirk

In der Stra├čenbahnstation ist es hei├č wo noch die Sonne hin kommt und sehr k├╝hl im Schatten. Die Metallbank ist nach kurzer Zeit kalt, wenn er unbewegt da steht, tut ihm der R├╝cken weh, weit entfernen will er sich nicht.

Der Bettler kreist jetzt schon das dritte Mal um ihn. Beim zweiten Mal sagte Alexander ÔÇ×Mehr als einen Euro gebe ich dir nichtÔÇť, der Bettler nickte, aber er entfernte sich nur wenig und wendete den Blick nicht ab. Grinst ihn an mit abgebrochenen braunen Z├Ąhnen und schrundigen Lippen.

In Alexanders Magen dr├╝ckt der Kaffee, den er sich vorhin eilig hinuntergesch├╝ttet hat. Ein Mann stellt sich neben ihn mit einer dick belegten Pizzaschnitte, es riecht nach hei├čem K├Ąse und knusprigem Schinken, Alexanders Magen knurrt leise. Er hat zu warme Schuhe angezogen.

Das eint├Ânige Ger├Ąusch des vorbeiflie├čenden Verkehrs, die Menschen in den Autos sehen alle gleich aus. Ein Kind winkt.

Im Haus gegen├╝ber ist nicht ein einziges Fenster ge├Âffnet, kein Licht ist zu sehen, ganz rechts oben ist eine Scheibe zerbrochen und mit Packpapier zugeklebt.

Lautes Hupen aus der Stra├če um die Ecke, mit Blumen und B├Ąndern geschm├╝ckte Autos biegen ein, die Fenster ge├Âffnet, herausgestreckte Arme und Gesichter, Johlen, Rufen, dann eine wei├če Stretchlimousine, sieben dunkle Fenster hintereinander, sie gleitet still vorbei, dahinter noch einmal hupende Wagen, der Konvoi biegt wieder ab, das Hupen und Johlen wird leiser.

Die Sonne sinkt hinter das Haus gegen├╝ber, seine Jacke ist zu d├╝nn.


Version vom 20. 11. 2008 09:36

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zum "zu" und danke

Lieber HerbertH, liebe Franka!

Vielen Dank f├╝r euer Feedback! Dieser Text ist in einem Schreibseminar schon durch eine ganze Runde Kritik gegangen - und dennoch stimmt die Sache mit dem "zu"! Allerdings - gar nicht so einfach dieses unauf├Ąllig auff├Ąllige Wort loszuwerden! Mache mich daran, sobald ich Zeit habe!

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