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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Warum ich?
Eingestellt am 01. 10. 2007 14:43


Autor
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Adracir
Hobbydichter
Registriert: Dec 2006

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Ich schlug die Augen auf. Ein weiterer Tag. Ein weiterer Tag an dem ich sie ertragen w├╝rde. Ich zog mich an. Lange, weite, h├Ąssliche Kleider. Warum machte ich das denn noch? Es half ja sowieso nicht. Die Jungen kamen trotzdem immer wieder. Nach Schulschluss. Sie kamen zu dritt. Manchmal auch zu viert. Aber sie kamen immer. Mein Bruder hatte mir Fr├╝hst├╝ck gemacht und war zur Arbeit gegangen. Er war Polizist. Ich lie├č das Essen unber├╝hrt stehen und ging zur Schule. Ich sp├╝rte die Blicke, mit denen die anderen meine merkw├╝rdige Erscheinung streiften. Egal. Ich ging in mein Klassenzimmer und setzte mich an meinem Tisch. Der Unterricht begann. Ich h├Ârte kaum zu. Starrte geistesabwesend in die Luft. Es klingelte. Ich blieb sitzen, w├Ąhrend sich das Klassenzimmer um mich herum leerte. Ich hob langsam den Kopf. Ein schwarzer Schatten erhob sich vor mir. Sie waren wieder gekommen. Ich erhob mich und ging mit ihnen. Das tat ich immer. Ich wehrte mich nie. Denn dann schlugen sie mich.
Mein Bruder fragte mich, warum ich so sp├Ąt kam. Ich ging wortlos in mein Zimmer. Als er mich zum Essen rief, ignorierte ich ihn und legte mich schlafen.
Am n├Ąchsten Tag war es das gleiche Spiel. Der Unterricht war nicht wichtig. Meine Mitsch├╝ler waren nicht wichtig. Ich war nicht wichtig. Das einzig Wichtige war, sie zufrieden zu stellen, damit sie mich nicht schlugen.
Als ich am n├Ąchsten Morgen aufwachte, war mein Kopf merkw├╝rdig klar. Ich wollte das nicht mehr! Es war noch sehr fr├╝h. Ich schlich mich in das Zimmer meines Bruders. Dort auf seinen Nachttisch. Dort lag sie. Ich ergriff seine Dienstwaffe. Es klickte leise, als ich sie entsicherte. Ich hob sie an meine Schl├Ąfe. Mein Finger legte sich um den Abzug. Es war so leicht.

Schw├Ąrze. Da. Ein Licht. Ein Engel. Ich war tot. Es ist vorbei. Endlich. Nein. Eine Stimme. Ich kenne sie. Mein Bruder. Das Licht. Es wurde heller. Durch meine halb ge├Âffneten Augen erkannte ich ihn. Ich lebte!
ÔÇ×Warum ich?ÔÇť

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Rumpelsstilzchen
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Sep 2003

Werke: 30
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Ich war so frei und hab' Dich frei gemacht.
Also den Text.
Geschaltet.
Frei.
Wei├čt schon...;-)

Aber so richtig gl├╝cklich macht er mich noch nicht. Die Situation wirkt unglaublich und konstruiert: Der Bruder Polizist, das Geschehen findet in der Schule statt und alles was der Prota einf├Ąllt, ist in Duldungsstarre zu verfallen. Stimmt nicht ganz, am Schluss ballert sie sich das Hirn aus dem Sch├Ądel. Was regelm├Ą├čig t├Âdlich endet. Oder tr├Ągt Br├╝derchen eine Erbsenpistole als Dienstwaffe?

Leicht verwirrt hat er sich im Unverstand verirrt
__________________
Ich glaube
an das Gesetz
der kritischen Masse

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Orangekagebo
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo adracir,

Herzlich Willkommen hier und Gl├╝ckwunsch zum ersten Beitrag.

Dein Ausdruck ist wenig zu bemeckern. Fl├╝ssig geschrieben, obwohl ein paar Abs├Ątze mehr dem Lesefluss gut tun w├╝rden.

Der Tatort - die Schule - ist wirklich unglaubw├╝rdig. Niemals w├╝rden die Lehrer das ├╝bersehen.
Lass┬┤die Burschen lieber irgendwo auflauern. (Nur so eine Idee)
Ich w├╝rde den Bullen mit ins Spiel bringen. Vielleicht eine Falle stellen und sie l├Ąchelt, als sie abgef├╝hrt werden. (oder nach einem Urteil, so ungef├Ąhr:

"F├╝nf Jahre ohne Bew├Ąhrung. Abf├╝hren" sagte der Richter.
Das erste Mal l├Ąchelte ich sie an.

Alles nur Ideen, adracir.

Liebe Gr├╝├če und viel Spa├č hier, orangekagebo


P.S.: Rumpel, k├Âstlich, Dein Reim

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