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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Was aber (Ich- Ich)
Eingestellt am 21. 06. 2002 13:49


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Suzie
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Was aber, wenn die Wege steinig und glutüberwuchert, die Brücken morsch und die Pfade verwildert sind? Den Atem anhalten und ganz langsam bis zehn zählen? Oder sich umdrehen, Anlauf nehmen und mit geschlossenen Augen losrennen?
Die Welt ist ein wackliges Podest; nur ein kleines derbes Rütteln und sie fällt auseinander, holter- di- polter. Jemand muss da doch aufpassen!! Sonst rutschen wir alle ab
Ich habe lange wach gelegen und nachgedacht. Der König wollte mir ein Schlaflied singen, aber ich warf ihn aus dem Fenster und spuckte ihm hinterher.
Es lebe die Verwundertheit!! Schockt eure Mitmenschen, springt schreiend im Kreis umher und werft mit Farbe um euch! Demontiert Hochhäuser und pflastert eure Straße zum Mond damit! Aber vergesst nicht, Laternen mitzunehmen, die die dunklen Gassen erleuchten!
Nieder mit den Milchtüten! Ab heute nur noch Flaschen, an deren gesplitterten Hälsen ihr euch die Lippen blutig schneiden werdet! So ein schönes, leuchtendes Rot! Ihr lebt, seht ihr!!
Ich halte mir ein Schnabeltier in meinem Zimmer. Es ist wie ich, hat ein Fell; ein ganz weiches, flaumiges, an das man sich immerzu anschmiegen möchte. Und es mag keine Luft, weil es ständig niesen muss, wenn es diese kleinen eingedrückten traurigen Wolken sieht.
Alle Wolken- Wolken tun ihm so leid und es möchte ihnen immer zurufen: Es kommt bald Krieg, dann werden sie euch befreien!, aber sie hören Palula (so heißt es, das Schnabelwesen) nicht und ihre verkniffenen, gramvollen Gesichter bekommen Löcher und es sieht aus, als wäre der Himmel ein gar grausamer Bruder. Gibt es eigentlich so etwas wie einen Märchentod?, hat mich Palula einmal gefragt und ich musste überlegen, weil eine falsche Antwort ja immer alles zum Einstürzen bringen kann.
Das ist jetzt zwölf Jahre her und mein Schnabeltier ist eingeschlafen und schnattert im Traum und ich werde nicht glücklich, weil ich die Lösung nicht finde und alle meine Haare weg sind (ausgegangen zum Tanzen) und ich sehne mich so. Ich bin ich, ein alter Baum, eine Eidechse, die an einem heißen Tag auf der Straße liegt, um sich zu wärmen und vom Fuß eines Wanderers zertreten wird
__________________
*On ne trouve pas le freins; ou pas aussi vite qu'on ne trouve le merveilleux...*

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jon
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Klingt gut – wenn ich auch nicht verstehe, worum es überhaupt geht. Und eine KurzGESCHICHTE find ich auch nicht. Ist das ganze nicht eher Lyrik ohne Verse?
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Suzie
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Hmm... ich hab auch ĂĽberlegt, in welches Forum ich's stelle, es passt wohl wirklich nicht zu Kurzgeschichten...
worum es geht? *g*
ja, keine Ahnung, eigentlich sollte das anfänglich wohl ne todtraurige Geschichte werden, aber dann musste ich an Schnabeltiere denken (was mich immer fröhlich macht) und dann wurde es nix draus *g*
__________________
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herb
???
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nein, nein, das gehört hier in ,kurzgeschichten. nicht jede geschichte muss eine handlung mit anfang und ende haben. wie ich im profil sah, bist du jung und experementierst. aber warum denn nicht. du findest überraschende, manchmal sogar groteske bilder. gut, das sind "lyrische bilder", aber was soll das sein, "lyrik ohne verse". smile, hättest du es bei lyrik reingesetzt, hätte jemand garantiert geschrieben, das gehört eigentlich in kurzgeschichten. mir gefällt es, gerade weil es so anders ist, als das, was ich schreibe. deine geschichte ist für mich anregend ist, auch mal den mut zu haben, ab und an andere elemente in meine schreibweise zu bringen. dafür danke
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hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kästner

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jon
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„Lyrik ohne Verse“ ist womoglich ein typischer jon-Begriff und basiert darauf, was ich für Lyrik halte bzw. was ich als Lyrik bezeichne – aber ich will keine Begriffbestimmungsdiskussion (wieder)erwecken.
Nur so viel: In meiner Nomenklatur ist ein Gedicht etwas in Versform – gereimt oder ungereimt – und Prosa ist verslos (dies sind rein FORMale Kategorien). Eine Geschichte ist eine Abfolge von Ereignissen (also Handlung) und Lyrik ist Gefühls- bzw. Stimmungsmalerei mit Worten. (Dies sind die beiden wesentlichen Pole bei den beletristischen Inhalten). Dann gibt es noch die Betrachtung, die sich Gedanken um ein Thema macht. (Dies spielt in jede Literatur, jeden Text hinein. In Reinform ist diese inhaltliche Kategorie im Essay und in der Abhandlung zu finden.)
Was bedeutet: „Lyrik ohne Verse“ ist eine prosa-formige Kettung von Bildern, die eine Stimmung erzeugen, ohne eine Handlung aufzuzeigen. Und das passiert hier.

Geschichten haben (und das nicht nur in meinem Verständnis, denk ich) IMMER eine Handlung. Ohne Handlung sind Texte Lyrik, Essay, eventuell eine (Situations-)Studie… was auch immer. In diesem Text gibt es nur zwei Stellen, die Handlung suggerieren: „Ich habe lange wach gelegen und nachgedacht.“ und die Passage „…Gibt es eigentlich so etwas wie einen Märchentod?, hat mich Paula einmal gefragt und ich musste überlegen, weil eine falsche Antwort ja immer alles zum Einstürzen bringen kann.
Das ist jetzt zwölf Jahre her…" Alles andere sind Gefühle in Bildern. Lyrik eben.

Sicher: Im Poesie-Forum würde man den Text (wegen fehlender Verse) wohl auch nicht willkommen heißen und „Sonstiges“ scheint sich als Forum erst langsam ins Bewusstsein zu arbeiten. Ich will aber auch gar nicht als Richter auftreten, es sind andere, erfahrenere, die dieses Forum pflegen.

Und noch mal zum Schluss: Als „Lyrik ohne Verse" find ich den Text gut. Und es beruhigt mich, dass es offenbar auch nicht mehr sein sollte – also keine verborgene Botschaft, keine ausgeklügelte Geschichte, einfach nur Stimmung. Aber was heißt "nur"…
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