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Leselupe.de > Gereimtes
Was blieb
Eingestellt am 24. 04. 2005 22:37


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Walther
Routinierter Autor
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Was blieb


Ja: ├╝brig blieb ein alter Sack,
Hineingesteckt in einen Frack.
Die einzge Farbe, die er hatte,
Sie gl├Ąnzte tief aus der Krawatte.

Es hingen Jacke und auch Hose
An manchen Stellen etwas lose.
Das Gesicht war schon verwittert,
Hemd und Schuhe leicht zerknittert.

Abgefallen war die Last
Der Jugend mit der wilden Hast.
Statt die Erde zu ver├Ąndern,
Begn├╝gtÔÇÖ er sich, auf ihr zu schlendern.

Um die Augen kleine Falten,
Man k├Ânnte sie f├╝r Zierde halten.
Und der Mund verschweigt verschmitzt,
Was humorvoll darin blitzt.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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george
Routinierter Autor
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... nur eine winzige Kleinigkeit finde ich in diesem witzigen Text, Walther:

Das "humorvoll" passt vom Rhythmus her nicht ganz. Eventuell k├Ânntest du stattdessen "golden" schreiben, was zwar den Sinn ver├Ąndert, aber auch im Sinne von "Schweigen ist Gold" interpretiert werden k├Ânnte???

Aber auch so hat der Text eine gute Wertung verdient.

Gr├╝├če
J├╝rgen

__________________
┬ę J├╝rgen Locke

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Walther
Routinierter Autor
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Lieber George,

herzlichen Dank f├╝r Deine Kommentierung. Die Dichter, auch der Dillettant bzw. Feierabendlyriker wie dieser hier, lebt ja vom Lob/Beifall. Dieser ├╝berh├Ąuft mich bei diesem kleinen Gedichtchen geradezu, und das ist sch├Ân und aufbauend.

quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von george ... Das "humorvoll" passt vom Rhythmus her nicht ganz. Eventuell k├Ânntest du stattdessen "golden" schreiben, was zwar den Sinn ver├Ąndert, aber auch im Sinne von "Schweigen ist Gold" interpretiert werden k├Ânnte??? ...
Ein interessanter Vorschlag, dem ich nicht ganz folgen will, ohne die Meinung weiterer "Kritiker" zu h├Âren. Aber lieben Dank f├╝r Deine ├ťberlegungen, die ich gerne bedenke.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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LuMen
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Form und Inhalt

Hallo Walther,

Dein Text ist zweifellos originell und witzig und hat schon daf├╝r, worin ich George Recht gebe, seine Punkte verdient.

Zur Form h├Ątte ich allerdings noch einige Anmerkungen bzw. Fragen:

Die erste Strophe hast Du komplett - und fl├╝ssig - in Jamben gefasst.
In der 2. Strophe stehen nur die beiden ersten Zeilen im Jambus, dann wechselst Du - was m. E. die Fl├╝ssigkeit st├Ârt - mit den beiden n├Ąchsten Zeilen in den Troch├Ąus. Ist das Absicht? Will man im Jambus bleiben, k├Ânnte man sagen:
"Das Angesicht war schon verwittert
und Hemd und Schuhe leicht zerknittert."

In der dritten Strophe setzt Du jeweils die 1. und 3. Zeile in den Troch├Ąus und die 2. und 4. als Jamben. Bringt man alles in Jamben, w├╝rde die Strophe etwa lauten:

"Schon abgefallen war die Last
der Jugend mit der wilden Hast.
Anstatt die Erde zu ver├Ąndern,
begn├╝gt er sich, auf ihr zu schlendern."

In der 4. Strophe stehen Zeilen 1,3,4 im Troch├Ąus, Zeile 2 im Jambus. Nimmt man durchgehend den Troch├Ąus, was trotz des Gegensatzes zu den ├╝brigen Strophen durchaus zul├Ąssig w├Ąre, so w├╝rde die Strophe lauten:
"Um die Augen kleine Falten
k├Ânnte man f├╝r Zierde halten,
und der Mund verschweigt verschmitzt,
was humorvoll darin blitzt."

Auch "humorvoll" passt so in den Rhythmus.

Soweit mein Denkansto├č, zu dem Du vielleicht noch Deine eigenen Gedanken entwickeln wirst.

Herzlichen Gru├č

LuMen

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Walther
Routinierter Autor
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Liebe LuMen,

lieben Dank f├╝r Deine ausf├╝hrliche Kritik! Leider bin ich gerade arbeitstechnisch ziemlich dicht, so da├č ich nur sporadisch zum Lesen von Emails und von Eintragungen komme. Ich bitte vielmals um Verzeihung f├╝r diese Nachl├Ąssigkeit, sie ist nicht abwertend gemeint.

In der Tat kann man ├╝ber das Metrum im Gedicht nachdenken, mu├č man auch, denn da hapert's meistens, auch bei mir immer wieder. Daher ist Hinweis und Ratschlag immer gestattet.

Deine Vorschl├Ąge sind in G├Ąnze ├╝berlegenswert, obwohl es, wenn die Hebungen stimmen, durchaus gestattet sein mag, zwischen Jambus und Troch├Ąus zu wechseln, um der Sache gelegentlich etwas mehr "Speed" zu geben.

Ich werde Deine Vorschl├Ąge auf jeden Fall als zweite Version zu meinem Gedicht hinzuf├╝gen, das kann ich Dir jetzt schon dankend zusagen. Allerdings bitte ich noch um etwas Zeit, ob ich sie komplett in die fertige Version integriere.

Ich danke Dir sehr f├╝r Deine Hilfe und Deine Zeit, die Du in diesen kleinen Text investiert hast. Hoffentlich darf ich Dir und anderen diese Investition bald zur├╝ckgeben, im Moment hapert es allerdings etwas mit der Mu├če und der Zeit dazu.

Liebe, liebe Gr├╝├če

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Udogi-Sela

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blitzender Mund

Hallo Walther,

noch eine kleine Anmerkung:

quote:
Um die Augen kleine Falten,
Man k├Ânnte sie f├╝r Zierde halten.
Und der Mund verschweigt verschmitzt,
Was humorvoll darin blitzt.

Die Aussage der letzten Zeile bezieht sich doch sicher auf die Augen, in denen es humorvoll blitzt, es liest sich aber: Was humorvoll im Munde blitztÔÇŽ

Herzlichst
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem h├Âchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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