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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Was geschah...
Eingestellt am 07. 12. 2004 00:19


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cara
Autorenanwärter
Registriert: Dec 2003

Werke: 73
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Bis heute weiß ich nicht genau, was mir widerfahren ist, als diese Freundin mich besuchte. Dabei fing alles ganz gewöhnlich an:

Sie tritt ein, hat eine große Kiste dabei. Die stellt sie ins Wohnzimmer und legt ihre Tasche daneben. Wir plaudern ein wenig, während sie sich ihrer Jacke entledigt. Zuvorkommend stehe ich bereit, sie ihr abzunehmen - und da muss mein Fehler gelegen haben. Denn ab diesem Moment überstürzt sich alles. Ihr die Jacke abzunehmen, eine ungeahnte Torheit! Viel zu nah komme ich ihr dabei...

Zarte Schwaden steigen auf, unsichtbar. Sie tasten mit warmen Fingerspitzen nach mir, umschmeicheln mich. Räucherkegel und eine herbere Note, ein Erlebnis, fast körperlich. Duftgespinnst. Hüllst mich ein, sprichst. Leises Wispern lauert, hinter jeder Windung: Komm, komm zu mir! Bricht sich. Fragmente hallen in mir nach, Fetzen eines Echos.




Ich bin blind. Das Gefühl von blasser Haut, weich und geschmeidig, eine leichte Rundung. Ich berühre sie, mit zitternden Fingern. Wie im Traum fühlt sie sich an. Verschwimmt. Leiser Atem weht an mein Ohr, streift, verfängt sich. Ich spüre meine Beine nicht mehr, schwebe.
Du willst mich! flüstert es unhörbar, betäubend. Zarte Haut, feucht an meinen Lippen; ich bin stumm, doch sie spricht zu mir. Sanfter Druck, Wogen schwemmen mich hinweg, ich versinke...

"Ist die Garderobe zusammengebrochen?" höre ich ihre Stimme von fern; und das Gefühl splittert. Ich stehe da, ihre Jacke noch immer in der Hand, benommen und blinzelnd.

Seitdem ist alles anders...
__________________
Die Gedichte schreiben mich -
ich fĂĽrchte sie nicht mehr.

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Rosentraum
???
Registriert: Nov 2001

Werke: 20
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eine wunderbare Geschichte

Hallo Cara
Mein Kommentar ganz spontan: Hut ab !
Oder wuerde darunter die Garderobe erst recht zusammenbrechen?
Ein kurzer Spannungsbogen brilliant gestaltet ... wenn manche wuessten, wie schoen traeumen sein kann ...
Moege dir der Spass an der Freude erhalten bleiben
mit einem leisen servus - der Rosentraum
__________________
Aus der Quelle meiner Gedanken werden Worte.
Aus meinem Schreiben werden Texte.
Möge der Spaß an der Freude die Richtung des Flusses ermöglichen . . . Rosentraum

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cara
Autorenanwärter
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Danke dir! :-)

Hallo Rosentraum!

Lieben Dank fĂĽr deinen Kommentar, ich habe mich sehr
darĂĽber gefreut. :-)

Keine Ahnung, ob die Garderobe den Hut verkraften
würde. Vielleicht könnte man den ja auch so
plazieren, dass er das windschiefe Gebilde
stabilisiert. ;-)

Und ansonsten... einfach immer weiter träumen.

Traumhaft liebe GrĂĽĂźe, *g*
cara
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Ralph Ronneberger
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Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

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Kommentare: 1400
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Hallo cara,

ganz spontan –von der Idee her gefällt mir dein Mini-Text
Beim zweiten Hinschauen – ist es schon nur noch ein „geht so“.
In dem Bestreben möglichst viel Aussage in möglichst wenig Text unterzubringen werden die Sätze hier und da überfrachtet. Und da passiert es dann eben auch, dass sich kleine Fehler im Ausdruck einschleichen. Nachfolgend hab ich mal ein paar Dinge aufgegriffen, die mir ins Auge gefallen sind. Vielleicht ist sogar hier und da etwas dabei, wozu Du nicken kannst.

GruĂź Ralph


Was geschah...


Bis heute weiß ich nicht genau, was mir widerfahren ist, (widerfahren …hm… was dem Protagonisten widerfährt, beschreibt er ja haarklein, also weiß er es schon. Er weiß es vielleicht nur nicht zu deuten, kann es sich nicht erklären. Er weiß also nicht so recht, was mit ihm passiert ist )als diese Freundin mich besuchte. Dabei fing alles ganz gewöhnlich an:

Sie tritt ein, (Ok – den Zeitwechsel finde ich nicht so toll, aber das ist Geschmackssache) hat eine große Kiste dabei. (Eine große Kiste hat sie dabei. Das Spannenste an der Geschichte war für mich von diesem Punkt an, was es wohl mit dieser Kiste auf sich hätte. Pustekuchen! Nix! Und warum taucht das Ding dann überhaupt auf? Ich könnte mir vorstellen, dass „diese“ Freundin vom Schleppen arg durchgeschwitzt ist. Das würde auch die aufsteigenden „Schwaden“ weiter unten erklären.) Die stellt sie ins Wohnzimmer und legt ihre Tasche daneben. Wir plaudern ein wenig, während sie sich ihrer Jacke entledigt. Zuvorkommend stehe ich bereit, sie ihr abzunehmen - und da muss mein Fehler gelegen haben. Denn ab diesem Moment überstürzt sich alles. Ihr die Jacke abzunehmen, eine ungeahnte Torheit! Viel zu nah komme ich ihr dabei...

Zarte Schwaden (Also mit den „Schwaden“ habe ich ein Problem, denn sie assoziieren Nebel, Rauch… vielleicht auch Abgase aber kein „Duftgespinst, wie es weiter unten viel treffender formuliert wird) steigen auf, unsichtbar. Sie tasten mit warmen Fingerspitzen nach mir, umschmeicheln mich. Räucherkegel und eine herbere Note (also das verstehe ich beim besten Willen nicht – riecht die wirklich wie ein Räucherkegel?), ein Erlebnis, fast körperlich. Duftgespinnst. Hüllst mich ein, sprichst. Leises Wispern lauert, hinter jeder Windung. (Was denn für Windungen? Hirnwindungen – mag ja sein. Entweder man beschreibt etwas eingängig oder lässt es. Hier würde ich die Windungen einfach weglassen. Sie verwirren nur und sind meines Erachtens überflüssig)
„Komm, komm zu mir! “ Bricht sich. Fragmente hallen in mir nach, (in mir auch, denn „bricht sich“ ist ein Fragment, das so, wie es hier steht, sich völlig sinnlos darstellt. Hättest Du jetzt zum Beispiel die Verbindung zu den allerdings lokalisierten Windungen hergestellt, in denen sich das Wispern dort bricht, wäre wenigstens der Sinn klar)
Fetzen eines Echos.
Ich bin blind. Das Gefühl von blasser Haut, (So etwas liest man häufig. „Das Gefühl von blasser Haut…“ welche Gefühle hat denn die Haut? Natürlich keine, denn sie fühlt ja nicht, sie wird gefühlt. Also hieße es: „Das Fühlen blasser Haut“ (wobei ich wieder nicht recht weiß, wie sich blass anfühlt) weich und geschmeidig ,(Hier würde ich einen Punkt setzen, denn die Rundung gehört nicht mehr unmittelbar zur Haut – oder?) eine leichte Rundung. Ich berühre sie , mit zitternden Fingern. Wie im Traum fühlt sie sich an. Verschwimmt. (Gehe ich richtig in der Annahme, dass wir noch bei der Rundung sind?)
Leiser Atem weht an mein Ohr, streift (streift was?), verfängt sich (wo?). Ich spüre meine Beine nicht mehr, schwebe.
“Du willst mich! “ flüstert es unhörbar, betäubend. Zarte Haut, feucht an meinen Lippen; ich bin stumm, doch sie (die Haut?) spricht zu mir. Sanfter Druck, Wogen schwemmen mich hinweg, ich versinke...

"Ist die Garderobe zusammengebrochen?" höre ich ihre Stimme von fern; und das Gefühl splittert. Ich stehe da, ihre Jacke noch immer in der Hand, benommen und blinzelnd.

Seitdem ist alles anders...


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Zarathustra
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das splitternde GefĂĽhl

Wer es je erlebt hat, dieses splitternde GefĂĽhl, ... der versteht deine Geschichte.

Wer es noch nie erlebt hat, dieses splitternde GefĂĽhl, weiss jetzt was auf ihn zukommen kann.

L.G. Hans
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Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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cara
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Werke: 73
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Danke Zarathustra

Hallo Hans!

Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, nachdem mein Text ja schon so verschlimmbessert worden ist, hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben, dass jemand ihn vielleicht doch noch verstehen könnte.

Du hast mir eine groĂźe Freude gemacht, hab dafĂĽr nochmals ganz lieben Dank.

Liebe GrĂĽĂźe,
cara
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ich fĂĽrchte sie nicht mehr.

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

liebe cara,
ich denke, es ist immer sehr schwer, solche gefĂĽhle
auszudrĂĽcken, wie du es hier versuchst. den einen
sprichst es, wie hans, spontan an, dem anderen bleibt
es fast komplett verschlossen.
ich tue mich ebenfalls schwer, das gefĂĽhl in deinen
formulierungen nachzuvollziehen. aber mit der gesamt-
geschichte, der aussage, ziehst du mich mit.
das hört sich vielleicht seltsam an, ist aber durchaus
positiv gemeint. denn dass es sich um tiefe, verwirrende
empfindungen handelt, bringst du rĂĽber.
viele grĂĽĂźe,
denschie

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