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Leselupe.de > Gereimtes
Was hilft das Denken mit zwei Köpfen?
Eingestellt am 30. 03. 2004 06:59


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Mößner, Bernhard
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2001

Werke: 89
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Was hilft das Denken mit zwei Köpfen?

Ein Regenwurm, sowie ein Huhn,
was hat dies mit Gewalt zu tun?

Das Huhn, so man es machen lässt,
legt morgens froh ein Ei ins Nest.
Nachdem es diese Tat getan
fängt es befreit zu gackern an,
um dann ein wenig auszugeh'n
und sich im Garten umzuseh'n.

Dort sucht es friedlich und beflissen
den Rasen ab nach Leckerbissen,
sie scharrt und kratzt dazu und mit
dem Suchen steigt ihr Appetit.
Jetzt schaut sie aufgeregt nach unten,
denn sie hat einen Wurm gefunden,
der gräbt sich friedlich durch die Erde,
auf dass dieselbe locker werde,
womit der Wurm dem Boden nützt,
was leider ihn nicht weiter schützt:

Dem Huhn in seinem Unverstand
ist dessen Nutzen unbekannt.
Der Bissen scheint ihr akzeptabel,
sie packt ihn daher mit dem Schnabel
und zieht und zerrt, der Wurm wird länger,
sein Widerspruch wird bang und bänger.
Schon rutscht, voraus mit seinem Kopf,
der Regenwurm in ihren Kropf.

Zwar hat der Wurm der Köpfe zwei,
im Grund ist dies hier einerlei:
Was hilft das Denken mit zwei Köpfen
im Inneren von dummen Kröpfen?
Das Motto der Gewalt auf Erden
heißt Fressen und gefressen werden!
Auch Huhn und Ei sind unterdessen
von uns schon lange aufgegessen.

__________________
-Bernhard Mößner-

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

"Dort sucht es friedlich und beflissen
den Rasen ab nach Leckerbissen,
sie scharrt und kratzt dazu und mit.." müßte es hier nicht auch "es" heißen, statt "sie"?
Mehr zu meckern gibt es nicht! Mir fiel am Ende spontan mein (am letzten Sonntag) verschnabuliertes Huhn ein!
LG IKT

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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traurig

Lieber Bernhard,

eine traurige Wahrheit gut verdichtet und amüsant ins Tierreich verlegt.

Liebe Grüße von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Guten Morgen, Bernhard!

Die Amsel sieht den Wurm im Gras.
Das Huhn von fern, wird ganz schnell blass -
Der schwarze Vogel heisst Gefahr,
das wird dem Huhn nun ganz schnell klar.
Es eilt herbei in schnellem Schritt.
Die Amsel trällert fröhlich mit.
Sie rupft am Wurm und zieht behende
ein ganzes Stück mit nacktem Ende ...
Der Wurm im Schnabel zappelt wild ...
Das Huhn - zu spät - setzt sich ins Bild,
es gackert eigenartig zahm ...
Die Amsel mit dem Wurm - schon lahm -
fliegt auf und setzt sich auf den Baum.
So endet für das Huhn ein Traum.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
LG
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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aboreas
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 16
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Die zentrale Aussage des Gedichts heißt:

Das Motto der Gewalt auf Erden
heißt Fressen und gefressen werden!

Damit kann ich problemlos einverstanden sein.

Anders wäre es, wenn es das Motto des Lebens schlechthin wäre. Denn Mensch sein und vor allem (als eine seiner höchsten Stufen) Dichter sein ist nicht gleichzusetzen mit dem "Fressen und gefressen werden".

Daher eine gute Note für ein schönes Gedicht.

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