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Leselupe.de > Gereimtes
Was ich dir noch sagen wollte
Eingestellt am 04. 06. 2007 12:57


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Gerd Geiser
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Marlies hat fertig

Du bist der Hobel, ich bin der K├Ąse,
ich bin das Laub und du das Gebl├Ąse,
ich bin das Schaf und du bist die Schur,
dein sind die Perlen, mir bleibt die Schnur.

Du bist das Gras und ich bin der Hupfer,
ich bin nicht dicht und du bist der Tupfer,
ich bin das Mucksm├Ąuschen, du die Stille,
du bist die Sonne, ich bin die Brille.

Du bist der Frieden, ich bin die Pfeife,
ich bin der Knoten, du bist die Schleife,
du teilst mir mit, f├╝r dich sei ich immer
die Inkarnation vom blassen Schimmer.

Ich bin die Nase und du das Gesicht,
mir reicht jetzt dein Nachhilfeunterricht.
Ich habe l├Ąngst fertig und finde es besser,
du h├Ąltst mal kurz still und ich hole das Messer.

__________________
Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

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Ohrensch├╝tzer
???
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Also, Gerd, was hast Du uns denn da aufgetischt?

Die ersten drei Strophen k├Ânnte man und w├╝rde ich ernst nehmen. Da sind f├╝r mich sehr kindlich-sch├Âne Bilder dabei. Und kracks, da kam die vierte Strophe.
V├Âllig unklar f├╝r mich: Wof├╝r wird das Messer gebraucht?

Wenn Du nur die ersten drei Strophen verwendet h├Ąttest, h├Ątte ich es nett gefunden. So bin ich irritiert: Meinst Du es ironisch/satirisch? Was willst Du eigentlich ausdr├╝cken, eine st├Ąndige Unterdr├╝ckung (oder Selbst-Unterdr├╝ckung) in einer Partnerschaft?

fragt
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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Gerd Geiser
Routinierter Autor
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GG, leicht irritiert.
Egal.

Versetzen wir uns in die Lage der Protagonistin.
Sie durchl├Ąuft einen Erkenntnisprozess (siehe die ersten 3 Strofen). Als Ergebnis ihrer Vergegenw├Ąrtigungen bittet sie in der 4. Strofe ihren Partner, mal kurz still zu halten und teilt ihm mit, sie werde jetzt das Messer holen.
Was mag sie damit vorhaben? Will sie Kartoffeln sch├Ąlen?

Wie die allermeisten Gedichte von mir ist auch dieses sehr ernst gemeint.

Dir einen lieben Gru├č,
Gerd
__________________
Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

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Ohrensch├╝tzer
???
Registriert: Oct 2002

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Lieber Gerd,

> Wie die allermeisten Gedichte von mir ist auch dieses sehr ernst gemeint.
Also der Anteil an den humoristischen Sujets in Deinen Gedichten ist schon h├Âher als bei vielen anderen hier (und das freut mich).

Es tut mir Leid. Ich scheine das Gedicht v├Âllig falsch zu lesen, habe ein Brett vorm Kopf, missverstehe es v├Âllig. Dass es sich um eine ProtagonistIN handelt, h├Ątte ich niemals herausgelesen (Woran eigentlich?). Mein Eindruck war, dass es sich um eine (zu) unterw├╝rfige Liebeserkl├Ąrung handelt. F├╝r mich kommt der Umschwung (der mit dem blassen Schimmer zwar angedeutet wird) in der letzten Strophe mit einer derartig pl├Âtzlichen Brutalit├Ąt daher, dass das Naheliegende, was mit dem Messer zu tun ist, f├╝r mich fraglich war. Nichts f├╝r ungut.

Hm. Vielleicht hast Du recht, wie Du bei Stoffels Thread schriebst, und ich bin gerade furchtbar schwer von Begriff. Bitte um freundliche Nachsicht. Ich lass es mal ein bisschen wirken...
Liebe Gr├╝├če,
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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Aragorn
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Registriert: Jun 2004

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Also, in meinen Augen verschlechtert JotEs' Vorschlag den Rhythmus eher.
Aber mal zu dem, was ich denke:

quote:
Du bist der Hobel, ich bin der K├Ąse,
ich bin das Laub und du das Gebl├Ąse,
ich bin das Schaf und du bist die Schur,
dein sind die Perlen, mir bleibt nur die Schnur.
Nat├╝rlich ist die letzte Zeile etwas lang, aber m.E. l├Ą├čt sich das rhythmisch schl├╝ssig vortragen.

Du bist das Gras und ich bin der Hupfer,
ich bin nicht dicht, und du bist der Tupfer,
ich bin das Mucksm├Ąuschen, du bist die Stille,
und du bist die Sonne, ich bin die Brille.
Hier w├╝rde ich das "und" hinter die Sonne schieben!

Du bist der Frieden, ich bin die Pfeife,
ich bin der Knoten und du bist die Schleife,
du l├Ąsst mich wissen, f├╝r dich sei ich immer
die Inkarnation vom blassen Schimmer.
etwas kurz ...

Ich bin der Arsch und du das Gesicht,
ich brauch keinen Nachhilfeunterricht.
Sehr unvorteilhaft betont!
Ich habe jetzt fertig und finde es besser,
du h├Ąltst mal kurz still und ich hole das Messer.

Ob man alles im wirklich konstanten Rhythmus wie:
>>ich bin das Mucksm├Ąuschen, du bist die Stille<<
(oder, bei maskulinem Reim, letzte Unbetonte wech)
ist sicher Geschmackssache.

Dann hie├če es z.B.:

>>Ich bin der Arsch und du bist das Gesicht<<

Ich teile indes die Kritik von weiter vorne:
Weder ist klar, da├č die Prot. weiblich ist noch ist die Interpretation des Messers an dieser Stelle zwingend!
Und auch der HFleiss-Einwand trifft nat├╝rlich zu ...

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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
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quote:
Was ich sagen will, ist: Dies ist ein Plagiat. Plagiate sind keine l├Ąsslichen S├╝nden. Wenn die Krebserben dahinterkommen, kostet das etwas.
Ob nun bewusst Plagiat oder unbewusst, kann ich nicht entscheiden. Krebs hatte im Unterschied zu diesem Text zusammengesetzte Substantive genommen, z. B. Schuhl├Âffel. Also dichtete er:
Ich bin der L├Âffel, du bist der Schuh - ganz genau in derselben Art und Weise. Und wenn dieses Gedicht erst ein Jahr alt ist, ist das erst recht ein Beweis daf├╝r, dass Krebs zuerst da war. Ich w├╝rde diesen Text sofort zur├╝ckziehen, aus Selbstschutzgr├╝nden. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass es Leute gibt, die einen Plagiator gern voll auflaufen lassen wollen.

Wer einen solchen Text zur hiesigen Sachlage schreibt, dem sei mal ein Besuch im Sanatorium empfohlen.
Und danach am besten mal nachschlagen, was ein Plagiat ist!

Soweit meine Konstruktiven Vorschl├Ąge oder eine tiefere Analyse

lg
Ara
...

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