Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92193
Momentan online:
125 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Was nützt
Eingestellt am 12. 02. 2008 21:03


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Was nützt es sich der Müh
Zu unterziehen
Wenn es viel besser wär
Ganz schnell zu fliehen
Wer fragt
Wenn Mut für schlechte Münze gilt
Wenn sich der Held
Freiwillig Dummkopf schilt

Sag hast Du sie
Gezählt die kleinen Kerzen
Die sie dort aufgestellt
Gefüllt mit Schmerzen
Die Träne aufgefangen
Die rot quillt
Und sag die Trauer
Brüderlich gestillt

Ach geh doch geh
Und schweig für immer immer
Und mach das Ganze
Nicht durchs Mitleid schlimmer
Und mach Dir nicht die Müh
Mit dieser Zeit

Auch nicht mit mir
Beim Leben unterm Dimmer
Bleibt von der Hoffnung nicht
Ein kleiner Schimmer
Und auch den Leuten
Kein gemachtes Kleid

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 12. 02. 2008 21:03

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um ENachtigall eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Experiment?

Hallo Walther,

warum stellst Du das Gedicht nicht ins "Gereimte"?

Mir scheint, Du hast es versehentlich in "Experimentelles" gepostet, oder sollte ich überlesen haben, was ihm die experimentelle Färbung gibt?

Grüße von Elke

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Guten Morgen ENachtigall,

Das ist insofern "experimentell", weil ich den Text bewußt nicht nach den Endreimen gesetzt, sondern mit zusätzlichen Umbrüchen versehen habe, um Sinn und Sprache weiter zu gliedern. Vielleicht lege ich die Einteilung zu weit aus, aber das war als Versuch gemeint, die Form aufzubrechen und mit weiteren Stilmitteln zu versehen bzw. zu spielen.

Daher finde ich die Verschiebung keine gute Idee und gegen meine Intention. Wenn das Gedicht nicht in Ecke "Experimentell" paßt, würde ich es lieber löschen, ehrlich gesagt.

Danke für das Verständnis.

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

Werke: 156
Kommentare: 2423
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um NewDawnK eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Was nützt es sich der Müh zu unterziehen
Wenn es viel besser wär, ganz schnell zu fliehen
Wer fragt, wenn Mut für schlechte Münze gilt
Wenn sich der Held freiwillig Dummkopf schilt

Sag hast Du sie gezählt die kleinen Kerzen
Die sie dort aufgestellt, gefüllt mit Schmerzen
Die Träne aufgefangen, die blutrot quillt
Und sag die Trauer brüderlich gestillt

Ach geh doch geh und schweig für immer immer
Und mach das Ganze nicht durchs Mitleid schlimmer
Und mach Dir nicht die Müh mit dieser Zeit

Auch nicht mit mir beim Leben unterm Dimmer
Bleibt von der Hoffnung nicht ein kleiner Schimmer
Und auch den Leuten kein gemachtes Kleid



Hallo Walther,

Du kannst mir nichts vormachen. Dies ist ein astreines Sonett. Oder?

Eine kleine Portion Kritik (Bin schließlich nicht nur zum vergnüglichen Schleimen hier):
"Die Träne aufgefangen, die blutrot quillt"
Hier bin ich über eine überzählige Silbe gestolpert.
"Und sag die Trauer brüderlich gestillt"
Auf wen soll sich das "sag" beziehen?
"beim Leben unterm Dimmer"
Was verstehst Du unter "Dimmer" - die Sonne?

"Und auch den Leuten kein gemachtes Kleid"
Gerade der Schlusssatz gefällt mir besonders gut, weil er einen interessanten Perspektivewechsel vom "LyrDu" zu "den Leuten" andeutet.

Ein gehaltvolles Gedicht. Egal ob experimentell oder nicht - sehr lesenswert.

Schöne Grüße, NDK

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi NDK,

es ist ein Sonett, aber ich habe es anders gesetzt, damit Sprache und Sinn besser zu erschließen sind. Leider geht die Form in den Vorurteilen unter, also hieß es, das mal "modern" und anders zu versuchen.

Die eine Silbe habe ich entfernt, die war in der Tat zu viel. Danke für den Hinweis.

Das Lob nehme ich gerne entgegen, selten erhält man es hier auf diese Weise gesagt.

Lieber Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Klartext

Was nützt es sich der Müh Zu unterziehen
Wenn es viel besser wär Ganz schnell zu fliehen
Wer fragt Wenn Mut für schlechte Münze gilt
Wenn sich der Held Freiwillig Dummkopf schilt

Sag hast Du sie Gezählt die kleinen Kerzen
Die sie dort aufgestellt Gefüllt mit Schmerzen
Die Träne aufgefangen Die rot quillt
Und sag die Trauer Brüderlich gestillt

Ach geh doch geh Und schweig für immer immer
Und mach das Ganze Nicht durchs Mitleid schlimmer
Und mach Dir nicht die Müh Mit dieser Zeit

Auch nicht mit mir Beim Leben unterm Dimmer
Bleibt von der Hoffnung nicht Ein kleiner Schimmer
Und auch den Leuten Kein gemachtes Kleid
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


nofrank
???
Registriert: Oct 2004

Werke: 44
Kommentare: 975
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um nofrank eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hi walther,

klasse gedicht. einzig das s von durchs mitleid, scheint mir zu schnoddrig im kontext, sprachrhythmisch hats :-) ja sowieso keine auswirkungen.

ansonsten, verdammt gut.

liebe grüße
nofrank
__________________
„Die Preisgabe der Diskretion im öffentlichen Raum ist eine Vorstufe zum faschistischen Ordnungsdenken, sage ich." (Wilhelm Genazio "Die Liebesblödigkeit")

Bearbeiten/Löschen    


5 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Experimentelle Lyrik Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!