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Leselupe.de > Gereimtes
Was solls
Eingestellt am 11. 06. 2007 22:35


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Walther
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Was solls


Im Auge ruht aus Holz ein Splitter,
Der ├╝berlebte das Gewitter,
Das das Brett vom Kopf wegriss.
Diese Welt ist voll Beschiss,

So klar war danach das Erkennen.
Und es half nichts, wegzurennen:
Das, was ist, tritt jetzt zu Tage,
Sturheit war es, keine Frage,

Die furchtbar den Blickwinkel tr├╝bte,
Als Folge sich in Dummheit ├╝bte.
Und die Bohnen in den Ohren
Hatten sich noch mit verschworen,

Tomaten, rot, vor seinen Augen,
Sie konnten kaum zum Durchblick taugen,
Brett dazu vorm Kopf, was solls,
Dieser war ja selbst aus Holz.

Zu einfach ist das d├╝mmlich Denken,
Anstatt das Hirn darauf zu lenken,
Dass man selbst die Fehler macht,
Bis dann das Gewitter kracht.

Es w├Ąre weise nachzugeben:
Doch Weisheit ist nicht oft im Leben
Dann vorhanden, wenn gebraucht,
Auch wenn Streiten furchtbar schlaucht.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Ohrensch├╝tzer
???
Registriert: Oct 2002

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Entschuldige, Walther, aber da *muss* ich einen Kommentar abgeben:

Der Ohrensch├╝tzer h├Ątt gen├╝tzt,
und vor Bohnen gut gesch├╝tzt.

Nicht wahr? Ansonsten gibt's da wenig zu meckern; die Aussage dr├Ąngt zu einem "wie wahr, wie wahr". Handwerklich wie zumeist sehr sch├Ân. Vielleicht m├Âchtest Du statt dem "Klarblick" den "Durchblick" verwenden?

Beste Gr├╝├če,
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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Walther
Routinierter Autor
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Hsllo Ohrensch├╝tzer!

quote:
Entschuldige, Walther, aber da *muss* ich einen Kommentar abgeben:

Der Ohrensch├╝tzer h├Ątt gen├╝tzt,
und vor Bohnen gut gesch├╝tzt.

Ich entschuldige nicht, ich danke daf├╝r.

quote:
Nicht wahr? Ansonsten gibt's da wenig zu meckern; die Aussage dr├Ąngt zu einem "wie wahr, wie wahr". Handwerklich wie zumeist sehr sch├Ân. Vielleicht m├Âchtest Du statt dem "Klarblick" den "Durchblick" verwenden?
Das mit dem Lob nicht ├╝bertreiben, sonst heimse ich hier noch 10er ein. Das w├╝rde manch eine/r nicht verwinden.

Und nat├╝rlich kann man das so wie vorgeschlagen umformulieren. Ist bereits geschehen. Und jetzt m├╝├čten die 10er eigentlich fallen wie geschnitten Brot.

Es gr├╝├čt und tsch├╝├čt

der W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
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Lieber Walther,
ich sehe Licht und Schatten ...


quote:
Was solls


Im Auge ruht aus Holz ein Splitter,
Der ├╝berlebte das Gewitter,
Das das Brett vom Kopf wegriss.
Diese Welt ist voll Beschiss,
Etwas unvorteilhaft:
Diese Zeile wird erst verst├Ąndlich, wenn man den Satz in der n├Ąchsten Strophe weiter liest.


Das war danach das Erkennen.
Ich hatte erst einen abrupten Rhythmuswechsel vermutet
(ububuubu),
weil ich bei "danach" keine Betonung der ersten Silbe erwarte.

Und es half nichts, wegzurennen:
Das, was ist, tritt jetzt zu Tage,
Sturheit war es, keine Frage,

Welche den Blickwinkel tr├╝bte,
Warum hier kurzzeitiger Rhythmuswechsel?
Ginge z.B. doch auch "die des Blickes Winkel tr├╝bte".
Das Wort "Blickwinkel" ist halt nur f├╝r daktylische Verse geeignet.

Als Folge sich in Dummheit ├╝bte.
Und die Bohnen in den Ohren
Hatten auch noch sich verschworen,

Tomaten, rot, vor seinen Augen,
Sie konnten kaum zum Durchblick taugen,
Brett dazu vorm Kopf, was solls,
Dieser war ja selbst aus Holz.
Die Strophe gef├Ąllt mir.

Zu einfach ist das d├╝mmlich Denken,
Anstatt das Hirn darauf zu lenken,
Dass man selbst die Fehler macht,
Bis dann das Gewitter kracht.

Es w├Ąre weise nachzugeben:
Doch Weisheit ist nicht oft im Leben
Dann vorhanden, wenn gebraucht,
Auch wenn Streiten furchtbar schlaucht.
Kein tolles Ende (letzte Zeile)! Da w├Ąre was Z├╝ndenderes besser.

Aber ich vergebe eh keine Zehner mehr. nat├╝rlich auch die anderen Werte nicht.

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Walther
Routinierter Autor
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Lieber Aragorn!

quote:
Lieber Walther,
ich sehe Licht und Schatten ...
Da siehst Du mehr als ich, ich sehe Wolken.
quote:
quote:
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Was solls


Im Auge ruht aus Holz ein Splitter,
Der ├╝berlebte das Gewitter,
Das das Brett vom Kopf wegriss.
Diese Welt ist voll Beschiss,
Etwas unvorteilhaft:
Diese Zeile wird erst verst├Ąndlich, wenn man den Satz in der n├Ąchsten Strophe weiter liest.

>> Das ist Geschacksache, wollte ich so, bleibt so.

Das war danach das Erkennen.
Ich hatte erst einen abrupten Rhythmuswechsel vermutet
(ububuubu),
weil ich bei "danach" keine Betonung der ersten Silbe erwarte.
Und es half nichts, wegzurennen:
Das, was ist, tritt jetzt zu Tage,
Sturheit war es, keine Frage,

>> In der Tat ein Fehler im Versma├č, den ich ├╝bersehen habe. Ist verbessert. Danke.

Welche den Blickwinkel tr├╝bte,
Warum hier kurzzeitiger Rhythmuswechsel?
Ginge z.B. doch auch "die des Blickes Winkel tr├╝bte".
Das Wort "Blickwinkel" ist halt nur f├╝r daktylische Verse geeignet.
Als Folge sich in Dummheit ├╝bte.
Und die Bohnen in den Ohren
Hatten auch noch sich verschworen,

>> Dieser Stockfehler war behoben und hat sich dennoch hier eingeschlichen. Man(n) sollte sich besser konzentrieren. Ist verbessert.

Tomaten, rot, vor seinen Augen,
Sie konnten kaum zum Durchblick taugen,
Brett dazu vorm Kopf, was solls,
Dieser war ja selbst aus Holz.
Die Strophe gef├Ąllt mir.

>> Danke.

Zu einfach ist das d├╝mmlich Denken,
Anstatt das Hirn darauf zu lenken,
Dass man selbst die Fehler macht,
Bis dann das Gewitter kracht.

Es w├Ąre weise nachzugeben:
Doch Weisheit ist nicht oft im Leben
Dann vorhanden, wenn gebraucht,
Auch wenn Streiten furchtbar schlaucht.
Kein tolles Ende (letzte Zeile)! Da w├Ąre was Z├╝ndenderes besser.

>> Auch das ist Geschmacksache, wollte ich so, bleibt so.

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Danke f├╝r die vielen Hinweise, diesmal im Detail beantwortet.
quote:
Aber ich vergebe eh keine Zehner mehr. nat├╝rlich auch die anderen Werte nicht.
Mir sind Kommentare wie dieser lieber als Bewertungen ohne Kommentare. Ich bewerte da, wo es sich f├╝r mich als sinnvoll und angemessen/richtig erscheint. V├Âllige Verrisse benote ich nicht, weil ich den Frust in Grenzen halten m├Âchte und Dichten Spa├č machen soll. Einzig Renitenz, Aggression bei Kritik und arrogante ├ťberheblichkeit bekommen eine schlechte Bewertung "geschenkt", weil dann auch redlich verdient.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

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quote:
an und f├╝r sich gefiel mir Dein Gedicht schon beim ersten Lesen, doch von Mal zu Mal gef├Ąllt es mir besser.
Ich nehme an, dies d├╝rfte einmal mehr ein starkes Indiz daf├╝r sein, dass kleinliche Sichtweisen bei oberfl├Ąchlicher und fl├╝chtiger Betrachtung eines Textes eher wahrscheinlich sind, als wenn man sich gr├╝ndlich auf ihn einl├Ąsst, bevor man (frau auch) ein Urteil f├Ąllt.

Kannst du das ins Deutsche ├╝bersetzen, liebe NDK?

Was genau ist "oberfl├Ąchliche und fl├╝chtige Betrachtung eines Textes", was diesen Text hier angeht?

Dieses Gedicht handelt - zumindest meiner Einsch├Ątzung nach - nicht von Textbetrachtungen.
Oder bezieht sich Dein Posting nicht auf den Text?
Worauf dann?
Oder ist das Dein pers├Ânliches Motto (sozusagen Deine Lieblings-"binsenweisheit"), das Du hier gerne anbringen wolltest?

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