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Leselupe.de > Gereimtes
Was wär
Eingestellt am 28. 03. 2006 23:49


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Walther
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Was wär


Ich drehe mich und fühle mich so warm
Ummantelt von der lauen Frühlingsluft.
Die Nase, kitzelnd, schmeckt den ersten Duft
Von Blüten. Vögel zwitschern wie ein Schwarm,

Der anzeigt, daß es sie nach Süden ruft.
Das Beet, zerfleddert, daß es Gott erbarm!
Der Rasen, moosig! Rosensstock, wie arm
Du leere Äste streckst, wie aus der Gruft

Des Winters an das erste Licht gebracht!
Doch irgendwie, da will sich's regen jetzt,
Da will es wachsen, blühn mit dieser Macht,

Da will's der Sieger sein zuguterletzt:
Was wär, wenn uns der Lenz andauernd lacht'?
Er wär nicht halb so sehr geliebt, geschätzt.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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heike von glockenklang
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Guten Morgen Walther,

du hast hier wunderschöne Bilder und eine gute Aussage geschaffen. Beim Lesen versuche ich einen Rhythmus zu finden, komme aber nicht rein... auf jeden Fall bemerke ich das du einen sehr eigenwilligen Stil hast.

Grüssle von heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kühle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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Walther
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Hallo Heike,

ganz traditionell mit einem fünfhebigen Jambus zu lesen. Es sind ein paar Enjambements drin, um den Plauderton der ersten Verse zu betonen.

Wenn Du willst, setze ich das Gedichte gerne mit den Hebungen rein.

Alles Gute für diese Frühlingswoche!

W.
__________________
Walther
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Vera-Lena
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Lieber Walther,

ein schönes Sonett über den Frühlingsgarten. Nur eine Kleinigkeit: Im Frühling zieht es doch die Vögel wieder nach Hause zu ihren Brutstätten, also nach Norden. Das meinst Du doch wahrscheinlich? Ich bin auch dankbar, dass ich nicht am Äquator wohne, sondern den Wechsel der Jahreszeiten genießen kann.

Liebe Grüße von Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Hi Vera-Lena,

gemeint war folgendes Bild:

Wenn im Herbst, dem Frühlingsantipoden, die Vögel zur Sammlung "pfeifen", dann ist der Krach ähnlich laut, wie wenn zwei Dutzend liebestolle Amseln sich um die Liebsten und die Nistplätze im Garten balgen.

Naja, vielleicht doch etwas verrutscht, die Metapher.

Danke für die kritische Anmerkung. Und das Lob natürlich.

Gruß W.
__________________
Walther
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Vera-Lena
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Lieber Walther,

jetzt habe ich es verstanden. Ich konnte einfach den Sprung vom Frühling zum Herbst nicht mitvollziehen. Da lag die Schwierigkeit für mich. Natürlich hast Du Recht, und wenn man es erst einmal weiß.....

Liebe Grüße von Vera-Lena
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Walther
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Hi Vera-Lena,

das Schlimme an Sprachbildern ist, daß sie, wenn sie nicht verstanden werden, immer auf den Autor zurückfallen. Ein Gedicht, das einer Erklärung bedarf, hat - leider - ein kleines Problem. Deshalb sind solche Hinweise wichtig, damit man lernt, nicht zu sehr um die Ecke zu denken und nicht beim Gegenüber zu erwarten, daß er/sie den eigenen, manchmal sicher abstrusen, Gehirnverrenkungen folgen.

Wer solches an Gedichten kritisiert, muß sich selbst dabei ertappen lassen wollen. Und mit dem Hinweis leben und auch daraus lernen (wollen).

Liebe Grüße

W.
__________________
Walther
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