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Leselupe.de > Gereimtes
Wehmut
Eingestellt am 07. 05. 2007 02:04


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WVGI
Wird mal Schriftsteller
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Wehmut

Hilflos steht man auf weiter Flur,
ach würd’s doch weitergehen nur,
würd’an meiner Seite weiter steh’n,
würd’ diese letzte Umarmung doch nie vergeh’n

Mit Liebe hat’s mein Sein erfüllt,
und hatt’ ich Schmerzen, mich in Trost gehüllt,
In Wärme hat’s mein Herz getaucht,
und es scheint mir, seine Nähe ist es,
die ich zum Atmen brauch’,

Und nun vergeht’s
letztes Streichen rĂĽhrt die Haut,
vor mir im Trauerschleier steht’s,
mit feuchten Augen mir in die Seele schaut,

Lob möchte ich sprechen, Lob und Dank,
Liebe aufs Neue noch gesteh’n,
nie mehr werd ich’s wieder sehen,
doch die Sehnsucht nach der Nähe,
die wird nie vergeh’n.

Doch die Sprache fehlt in solch’ Momenten,
in denen man erst versteht,
was für einen Schatz man hielt in den Händen,
warum nur muss es heute enden?

__________________
Einfachheit ist die Schönheit des Besond'ren

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Walther
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Hallo WVGI,

lange nichts mehr gelesen von Dir. Das neue Werk liegt allerdings ein wenig quer:

quote:
o-x-o-x-o-x-o-x
Hilflos steht man auf weiter Flur,
o-x-o-x-o-x-o-x
ach würd’s doch weitergehen nur,
x-o-x-o-x-o-x-o-x
würd’an meiner Seite weiter steh’n,
o-x-o-x-o-o-x-o-x-o-x
würd’ diese letzte Umarmung doch nie vergeh’n

o-x-o-x-o-x-o-x
Mit Liebe hat’s mein Sein erfüllt,
o-x-o-x-o-x-o-x-o-x
und hatt’ ich Schmerzen, mich in Trost gehüllt,
o-x-o-x-o-x-o-x
In Wärme hat’s mein Herz getaucht,
x-o-x-o-x-x-o-x-o-x-o
und es scheint mir, seine Nähe ist es,
o-x-o-x-o-x
die ich zum Atmen brauch’,

o-x-o-x
Und nun vergeht’s
x-o-x-o-x-o-x
letztes Streichen rĂĽhrt die Haut,
o-x-o-x-o-x-o-x
vor mir im Trauerschleier steht’s,
o-x-o-x-o-x-x-o-x-o-x
mit feuchten Augen mir in die Seele schaut,

o-x-o-o-x-o-x-o-x
Lob möchte ich sprechen, Lob und Dank,
o-x-o-x-o-x-o-x
Liebe aufs Neue noch gesteh’n,
o-x-o-x-o-x-x-o-x-o
nie mehr werd ich’s wieder sehen,
x-o-x-o-x-o-x-o
doch die Sehnsucht nach der Nähe,
x-o-x-o-x
die wird nie vergeh’n.

x-o-x-o-x-o-x-o-x-o
Doch die Sprache fehlt in solch’ Momenten,
o-x-o-x-o-o-x
in denen man erst versteht,
x-o-x-o-x-o-x-x-o-x-o
was für einen Schatz man hielt in den Händen,
o-x-o-x-o-x-o-x-o
warum nur muss es heute enden?
Dabei steht "o" fĂĽr Senkung und "x" fĂĽr Hebung im Sprachrhythmus (Metrum).

Das VersmaĂź geht wie ein wildes Fohlen durch den GemĂĽsegarten, wie man leicht erkennen kann. Ich wiederhole mich leider immer wieder:
(1) Erst laut vorlesen, dann veröffentlichen. Das kann mit dem Holterdipolter im Rhythmus man erkennen, wenn man sich Mühe gibt.
(2) Betroffenheitslyrik schafft die Seele frei und macht dem verwundeten Herzen Luft, sie sollte aber dann privat bleiben, wenn sie nicht richtig verarbeitet ist. Sie hat die Tendenz zu langweilen, weil Themen wie Liebe, Abschiednehmen u.ä. doch schon sehr "ausgelutscht" sind, auch wenn sie für die Betroffenen einen Weltensturz bedeuten. Solche Themen brauchen dann in der Umsetzung etwas Überraschendes, Neues oder eine besondere Kunstfertigkeit in Form und/oder Sprache. Sonst werden sie schlicht ignorniert, oder schlimmer, verrissen und schlecht bewertet.
(3) Letzlich muĂź der Autor immer sich die Aufforderung aus der Werbung fĂĽr das Magazin Focus vor Augen halten: "Immer an die Leser denken."
Auch die haben ein Recht auf Respekt, nicht nur der Autor. Eines der Basiselemente dieses Respekts ist es, nichts zu veröffentlichen, was wirklich nicht so richtig gut ist. Und auch das kann man am kleinen Selbstzweifel erkennen. Wer Beiträge postet, die eher auf weniger Gegenliebe stoßen, riskiert irgendwann, einfach überlesen zu werden. Und genau das wollen wir doch alle nicht, das Hintenrunterfallen unserer Herzblutsprachwerke erfahren, die Nichtbeachtung also.

Von einer Bewertung sehe ich ab, weil ich sonst eine Note nehmen mĂĽĂźte, die ich als eher weniger motivierend ansehe. Und neue Dichter wie Dich sollte man erst einmal freundlich behandeln, damit er/sie sich bei uns wohlfĂĽhlen.

Liebe GrĂĽĂźe und eine erfolgreiche Woche

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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WVGI
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Hallo,

vielen Dank fĂĽr deine Antwort.
Sicher das mit dem Thema Liebe, Emotion und so weiter ist "ein heiĂźes Eisen" und auch wenn es nicht Mittel zum Zweck war, also nicht geschrieben wurde um etwas zu verarbeiten, bleibt doch immer dieser Beigeschmack und das Risiko ganz tief in die Kitschkiste gegriffen zu haben, ohne es vielleicht bemerkt zu haben.

Was zum Beipsiel VersmaĂźe angeht und ich denke man kann allgemein sagen das strukturierte, geordnete zielgerichtete Schreiben, da bin ich noch ziemlich am Anfang und daher fĂĽr solch konstruktive Kritik sehr dankbar.
Was das Veröffentlichen angeht, da gebe ich Dir vollkommen recht, allerdings finde ich den Sinn (für mich ganz persönlich) in dieser Plattform darin, dass sich genau solche Maßstäbe herausbilden, was gut und was schlecht ist, worauf geachtet wird und man achten muss. Nachdem was du zum Beispiel angemerkt hast, haben sich meine Maßstäbe wieder verändert und ich sehe das was ich bisher geschrieben habe und was ich schreiben werde in einem ganz anderen Licht.
Ich kann mich einfach überhaupt nicht selbst einschätzen. Sicher, der große Dichter bin ich bei weitem nicht aber wo ich in dieser "Durchschnittsschublade" zum Liegen komme weiß ich eben auch nicht.
Leider zeige ich mich nicht immer ganz zugänglich für Kritik, nehme sie mir aber schon zu Herzen wie man so schön sagt. Insbesondere dann wenn sie so einfühlsam und gut gemeint daher kommt wie Deine.
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Walther
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Moin WVGI,

kein Thema: Kritik kommt manchmal hart an, da darf man auch mal grummeln. Der Kritiker muß das abkönnen. Solange nicht mit der Mittelstreckenrakete (zurück-)geschossen wird, überlebt man das.

Wir lernen nur gemeinsam und an einander. Meister der Reime und Verse fallen nicht vom Himmel. Meister der Nichtreime schon eher, wie dieselben manchmal meinen. - Jetzt kriege ich bestimmt wieder "ein paar hinter die Ohren", die ich mir wie immer redlich verdient habe. Frechheit siegt, sag ich mir, bis ich den Segen abbekommen habe.

Literaturtips, aber gerne:

Wolfgang Kayser, Kleine deutsche Versschule, ISBN 3-8252-1727-2
oder auch
Dieter Breuer, Deutsche Metrik und Versgeschichte, ISBN 3-8252-0745-5
und - ganz anders, aber irre gut -
Raoul Schrott, Die Erfindung der Poesie, Gedichte aus den ersten viertausend Jahren, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), MĂĽnchen, 1999, 2. Auflage 2003,
ISBN 3-423-13144-6

Mucho SpaĂź beim Lesen und viel gedichtet!

Liebe GrĂĽĂźe

W.

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Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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