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Leselupe.de > Kindergeschichten
Weihnachten: Der Schokoladenadventskalender
Eingestellt am 07. 05. 2014 19:16


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T. B├Âhlke
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: May 2014

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Der Schokoladenadventskalender
Es war einmal ein Mann, der liebte Schokolade ├╝ber alles. Zum Fr├╝hst├╝ck trank er Kakao und schmierte sich Nuss- Nougat- Creme aufs Brot, zum Mittag durfte der anschlie├čende Schokokeks nicht fehlen und am auch abends wollte er die Tafel Schokolade nicht missen. Besonders in der Vorweihnachtszeit ging er seinem Verlangen h├Ąufig nach, kein Wunder, er wurde ja auch an allen Ecken in Versuchung gef├╝hrt. Seine Frau stand seiner Leidenschaft allerdings eher kritisch gegen├╝ber. Schokolade sei ungesund und mache auf Dauer dick, lautete ihre Begr├╝ndung. Anfangs bel├Ąchelte der Mann diese Annahme, doch seine st├Ąndige Nascherei blieb nicht folgenlos. Einmal, kurz vor Beginn der Adventszeit bekam er solche Bauchschmerzen, dass er einsah, dass er seinen Speiseplan ├Ąndern musste. Und wie kam man besser gegen eine Gewohnheit an, als mit einer Wette? Der Plan war wie folgt: seine Frau bastelte ihm einen Adventskalender, gef├╝llt mit Schokolade. Die sollte er allerdings nicht verzehren, sondern galt nur der Verlockung. Die Naschkatze sollte so Tag f├╝r Tag beweisen, dass er seiner Leidenschaft widerstehen konnte. Schon bald stand der Dezember vor der T├╝r und damit wurde es Zeit das erste T├╝rchen zu ├Âffnen. Mit ein wenig Bem├╝hung schaffte der Mann es auch wirklich den Kalender nicht anzur├╝hren. Doch am Abend hielt er es nicht mehr aus. Seine Schokoladentafel fehlte ihm so sehr, dass er das P├Ąckchen mit der 1 aufschn├╝rte. Gl├╝cklich hielt er das kleine braune St├╝ck in den H├Ąnden, als es auf einmal an der T├╝r klingelte. Er legte die Nascherei zur Seite und ├Âffnete. So eine ├ťberraschung! Es war sein bester Freund, beladen mit zwei gro├čen Pizzakartons, deren Inhalte in auch bald in null Komma nichts weggeputzt waren. Die beiden machten sich noch einen netten Abend und als der Mann schlie├člich ins Bett gehen wollte, war er von der Pizza so satt, dass selbst das St├╝ck Schokolade keinen Platz mehr in seinem Bauch gefunden h├Ątte. Am n├Ąchsten Tag war es bitterkalt. Drau├čen bedeckte eine hohe Schneedecke die Landschaft. Ungl├╝cklicherweise konnte der Mann das Schneetreiben nur durch die Fensterscheibe genie├čen, denn er hatte sich ├╝ber Nacht eine ordentliche Grippe eingefangen. Neben dem hohen Fieber plagten ihn Bauchschmerzen und ├ťbelkeit. Da konnte er beim besten Willen keine Schokolade genie├čen. Also blieb schaffte er es auch an diesem Tag, seine Wettversprechen einzuhalten. Am 3. Dezember ging es ihm zum Gl├╝ck schon viel besser. Doch da er bereits seit zwei Tagen nicht mehr genascht hatte, war sein Verlangen gleich nach dem Aufstehen besonders gro├č. Er wachte auf und h├Ârte sofort, wie sein Magen knurrte. Er schaltete die Lampe an, denn drau├čen war es noch dunkel, und legte die Schokolade direkt daneben auf seinen Nachtschrank. Doch bevor er sie verschlang, wollte er seiner Frau Kaffee kochen. Gesagt, getan, als er sich jedoch wieder dem Adventskalendergeschenk widmen wollte, war dieses von der W├Ąrme der Lampe geschmolzen. ├ärgerlich, noch ein Tag, an dem er seinem Hei├čhunger nicht nachgehen konnte. Am 4. Dezember hatte er viel zu tun. Da war Schokolade eigentlich besonders erforderlich, um die Nerven zu behalten und genug Energie f├╝r den anstrengenden Tag aufzubringen. Da ihm die Zeit fehlte, nahm er die S├╝├čigkeit mit in den Bus. W├Ąhrend er zur Arbeit fuhr, wollte er gerade beherzt hineinbei├čen, als der Fahrer aufgrund einer Schneeverwehung eine Vollbremsung machen musste und ihm das St├╝ck Schokolade aus den Fingern gerissen wurde, quer durch das Fahrzeug flog und irgendwo unter den Sitzb├Ąnken landete. Wieder musste er auf den Leckerbissen verzichten. Dann kam der 5. Dezember. Heute sollte es doch endlich mal klappen. Wohlbedacht, dass seine Frau keine Notiz nahm, schlich er sich zu dem Adventskalender, doch egal was er versuchte, das P├Ąckchen war so fest verpackt, dass er es beim besten Willen nicht aufbekam. Schlie├člich gab er auf, nahm sich aber vor morgen, an Nikolaus endlich sein Verlangen zu stillen. Diesmal lie├č sich das T├╝rchen auch problemlos ├Âffnen. Ein kleiner Schokoladenweihnachtsmann kam zum Vorschein, der den Mann so niedlich anl├Ąchelte, dass dieser mit viel ├ťberwindung entschied, dass es zu schade sei, ihn zu essen. Stattdessen stellte er ihn in die K├╝che, wo er weiter liebevoll grinste. Dieses Jahr gab es zum Nikolaus dann nat├╝rlich keine Schokolade, sondern auch f├╝r seine Frau nur Mandarinen und N├╝sse. Aber anscheinend fiel auch ihr der Verzicht schwer, denn als der Mann am n├Ąchsten Morgen mal wieder zum Kalender schlich, hatte bereits jemand die Leckerei genascht. Am 8. Dezember schneite es mal wieder dicke Flocken und die Kinder aus der Nachbarschaft trafen sich zu einer Schneeballschlacht. Auch der Mann nutzte das winterliche Idyll, um sich ein bisschen die Beine zu vertreten. Nat├╝rlich geh├Ârte ein St├╝ck Schokolade zu einem gem├╝tlichen Spaziergang dazu. Doch gerade als er ein Bissen nehmen wollte, wurde er von einem Schneeball getroffen, der ihn die Nascherei fallen lie├č. Naja, wenigsten hatte er so gute Aussichten die Wette zu gewinnen. Der n├Ąchste Tag war ein Sonntag und seine Frau hatte ausgiebig Zeit, um einen herzhaften Eintopf zu zaubern. Um in dieser kalten Jahreszeit ordentlich einzuheizen w├╝rzte sie ihn stark mit Chili. Mh, das schmeckte lecker, aber noch viel mehr freute sich der Mann auf den Nachtisch. Damit seine Frau nichts mitbekam, musste er das T├╝rchen mal wieder heimlich ├Âffnen und zum Nachtisch eine Mandarine essen, um vorzut├Ąuschen, wirklich satt zu sein. Doch nach diesem deftigen Eintopf schmeckte die s├╝├če Frucht nach gar nichts. Die Sch├Ąrfe der Speise hatte ihm den Geschmackssinn geraubt, sodass es eigentlich sinnlos war, Schokolade zu naschen, da er sie sowieso nicht schmecken w├╝rde. Am 10. Dezember waren er und seine Frau zum Kaffee trinken bei der Tante eingeladen. Auch der kleine pummelige Stefan sa├č am Tisch, der genauso gerne in die S├╝├čigkeitendose langte, wie sein Onkel. Da wollte der Mann ein gutes Vorbild sein und verzichtete deshalb auch an diesem Tag auf sein Adventskalendergeschenk. Einen Tag darauf hatte er sehr viel Stress im B├╝ro. Die Produktion lief auf Hochtouren, aber gleichzeitig hatten sich viele seiner Mitarbeiter bereits in den Weihnachtsurlaub verabschiedet. Der Mann freute sich schon wahnsinnig auf die verdiente Tafel Schokolade, nahm aber, um abzuschalten, erstmal ein Vollbad, als er heimkehrte. Er war an diesem Abend so ersch├Âpft, dass er in der Badewanne einschlief und tats├Ąchlich erst am n├Ąchsten Morgen erwachte. So hielt er weiter, wenn auch nur zuf├Ąllig, der Versuchung stand. Nachdem er sich in der Wanne entspannt und wieder neue Energie getankt hatte, ging er am Vormittag spazieren, zumal es wundersch├Âne, dicke Flocken schneite. An einer kleinen Parkbank machte er Rast, nat├╝rlich mit dem Vorhaben, endlich mal wieder zu s├╝ndigen. Er holte den Schokoriegel aus der Tasche, schaffte es mit den dicken F├Ąustlingen aber nicht, ihn vom Papier zu trennen. Also legte er ihn ab, um diese auszuziehen. In diesem Augenblick kam ein Hund durch den Schnee gerannt und schnappte die Nascherei mit einem Satz weg. Verflixt! Erneut konnte der Mann seinen Hei├čhunger nicht stillen. So war es, ihr ahnt es sicher schon, auch am kommenden Tag. Diesmal gab er die Schokolade aber ganz bewusst aus der Hand. Er traf n├Ąmlich beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt einen kleinen Jungen, der ihn netterweise darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ihm seine Geldb├Ârse aus der Tasche gefallen war. Als Dankesch├Ân verschenkte er die S├╝├čigkeit. Am Freitag, den 14. Hatte der Mann mal wieder alle H├Ąnde voll zu tun. So kurz vor Weihnachten war es in seinem Beruf nicht un├╝blich, ├ťberstunden zu schieben. So machte er sich ohnehin schon sp├Ąter als sonst auf den Heimweg. Doch zu allem ├ťbel suchte an diesem Abend ein heftiger Schneesturm das kleine St├Ądtchen heim und der Mann kam so sp├Ąt nach Hause, dass er sich sofort zur Ruhe legte, weil er so m├╝de war. Der Sturm w├╝tete noch die ganze Nacht und richtet erheblichen Schaden an. So war zum Beispiel der Schweinestall des benachbarten Bauernhofes unter der Last der gewaltigen Schneemenge zusammengebrochen und der Geruch breitete sich in der ganzen Stra├če aus. Nein, auch wenn er Schokolade ├╝ber alles liebte, bei diesem Gestank konnte er sie beim besten Willen nicht genie├čen. Als er am n├Ąchsten Morgen die Sonntagszeitung aufschlug, um nach zu lesen, welchen Schaden der Schneesturm noch so angerichtet hatte, stie├č er auf einen Bericht ├╝ber die braune Leckerei. Leider teilte der Verfasser dieses Artikels sein Faible nicht. Ganz im Gegenteil: er kl├Ąrte ├╝ber die negativen Folgen von ├╝berm├Ą├čigen Konsum wie z.B. ├ťbergewicht, Pickelbildung und Karies auf und verdarb dem Mann somit den Appetit. Abgeleitet von den Hinweisen des Inserats stattete der Mann auch gleich am n├Ąchsten Tag dem Zahnarzt einen Besuch ab. Logisch, dass er auch heute nicht naschen konnte. Dann kam auch schon der 17. Dezember und damit blieb nur noch eine Woche Zeit, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Der Mann machte sich also auf in die Stadt und schlenderte von Schaufenster zu Schaufenster. Da sah er vor einem Gesch├Ąft einen Bettler sitzen, der nur in einen d├╝nnen Pullover gekleidet war. Sofort erweckte er Mitleid bei dem Mann. Dieser schenkte ihm schweren Herzens seine Schokoladentafel, die er nat├╝rlich bei sich trug, f├╝hlte sich danach aber sehr viel besser, denn er wusste, dass er eine gute Tat vollbracht hatte. Einen Tag darauf plagte ihn allerdings ein solcher Hei├čhunger auf S├╝├čes, wie er ihn in der gesamten Adventszeit nicht versp├╝rt hatte. Zum Gl├╝ck veranstaltete die Firma seiner Frau an diesem Tag eine Weihnachtsfeier, sodass er seine Schokoladentafel in aller Ruhe und bei Kerzenlicht in der K├╝che genie├čen konnte. Und wenn sich die Gelegenheit schon mal bot, wollte er auch gleich aufholen, was er in den letzten Wochen vers├Ąumt hatte. Also packte er die Adventskalenderleckerei aus, leckte sie auf die Theke und suchte auch noch s├Ąmtliche Vorr├Ąte zusammen, die er f├╝r Notf├Ąlle im K├╝chenschrank gelagert hatte. Der Schokoberg auf der Ablage wuchs und wuchs und dem Mann lief schon das Wasser im Mund zusammen, da fiel sein Blick auf einmal auf das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Schokoriegels, das schon um Monate ├╝berschritten war. Auch wenn er noch so Appetit hatte, dieses Lebensmittel konnte er beim besten Willen nicht mehr verzehren. Bl├Âd war nur, dass er seinen noch frischen Riegel in dem ganzen S├╝├čigkeitenhaufen nicht mehr identifizieren konnte. Wieder nichts mit dem Leckerbissen. Einen Tag darauf kam sein Neffe zu Besuch, denn die beiden hatten schon lange vereinbart, gemeinsam Pl├Ątzchen zu backen. Leckere Schokotaler sollten es werden. Es gab nur einen Haken: der Mann hatte damit gerechnet, dass all seine Vorr├Ąte noch haltbar waren, doch nun da er sie alle entsorgt hatte, hatte er keine Schokolade mehr im Haus. ÔÇ×Dann backen wir eben trockene Pl├Ątzchen ohne AllesÔÇť, beschloss er kurzerhand. Doch der entt├Ąuschte Blick seines Neffen stimmte ihn doch um, schweren Herzens seine Schokolade zu opfern. Nur noch drei Tage bis Weihnachten. Fast hatte er es geschafft, die Wette einzuhalten. Trotzdem wurde er jeden Tag aufs Neue verf├╝hrt, zu naschen. An diesem Morgen war es nicht anders. Fast h├Ątte es diesmal auch funktioniert: er wollte gerade abbei├čen, da stand seine Frau in der T├╝r und er schob den Riegel blitzschnell in die Hosentasche. ÔÇ×Warum erschrickst du so? Ich wollte doch nur die W├Ąsche machenÔÇť, wunderte sich diese. ÔÇ×Sieh nur, du hast gestern beim Backen ordentlich gekleckert. Am besten ich wasche deine Jeans gleich mit.ÔÇť Also zog er brav seine Hose aus und stopfte sie in die Waschmaschine. Er war so verdattert, dass er sein Versteck v├Âllig verga├č. Anscheinend wollte der Liebe Gott nicht, dass er auch nur einen Bissen a├č. Damit seine Frau ihn kein zweites Mal ├╝berrumpelte, steckte er sich seine Adventskalender├╝berraschung f├╝r den folgenden Tag am Vorabend schon mal in die Jackentasche. Am n├Ąchsten Morgen war es bitterkalt. Das Thermometer war unter null Grad gefallen und der Schnee viel ununterbrochen aus den grauen Wolken. Da der Mann schon fr├Âstelte, ehe er das Haus verlassen hatte, beschloss er sich in seine extra dicke Jacke zu mummeln. In der Mittagspause packte ihn dann wie ├╝blich der Hei├čhunger, doch auch dieses Mal wurde er entt├Ąuscht: zwar bereitete ihm die K├Ąlte keine Sorge mehr, aber der Schokoriegel wartete zu Hause an der Garderobe in der Jackentasche seines d├╝nneren Anoraks. Einen Tag noch bis Weihnachten und obwohl er es fast durchgehalten hatte, verf├╝hrte ihn die braune Nascherei jeden Tag aufs Neue. Morgen hatte er endlich Urlaub und so schlenderte er voller Vorfreude durch den Tiefschnee zu seinem Wagen, um sich ein letztes Mal in diesem Jahr auf den Weg zur Arbeit zu machen. Die Temperaturen waren noch genauso eisig wie am Vortag und der weiche Schnee, der gestern noch die Stra├čen bedeckte, hatte sich ├╝ber Nacht in eine knackende Eisschicht verwandelt, so sehr hatte es gefroren. Gedankenversunken ├Âffnete er die Autot├╝r, als pl├Âtzlich sein Magen knurrte. Jetzt einen Schokoriegel! Der Mann erinnerte sich an all die Strapazen, die ihn in den letzten Wochen um den Genuss seiner Lieblingss├╝├čigkeit gebracht hatten und dachte sich: ÔÇÜWenn nicht jetzt, wann dann?ÔÇś Von seiner Frau fehlte jede Spur und wenn er sich jetzt gem├╝tlich auf den Fahrersitz fallen lie├č, konnte er ganz in Ruhe seinem Appetit nachgehen. Allerdings hatte er ein wenig zu lange da gestanden und nachgedacht, denn w├Ąhrend er den Entschluss gefasst hatte, sein Adventskalendergeschenk jetzt und hier zu verzehren, hatte der eisige Wind zahlreiche Schneeflocken in die offene Wagent├╝r geweht und dementsprechend war der Sitz nun ganz nass. ÔÇÜKein ProblemÔÇś, dachte sich der Mann, legte seinen Schokoriegel, den er schon einmal hervorgeholt hatte, aufs Autodach und machte sich dann in der Garage auf die Suche nach einem kleinen Handf├Âhn. Es dauerte nicht lange, da war das Polster wieder trocken. Aber wie so oft ging dann doch etwas schief: die Schokolade war n├Ąmlich inzwischen auf dem Autodach festgefroren. Jegliches Kratzen und Zerren war vergebens. Die einzige M├Âglichkeit, die Schokolade vom Auto zu tauen, w├Ąre der F├Âhn gewesen, doch auch wenn es ihm damit gelang, sie zu l├Âsen, w├╝rde sie bei der Hitze vermutlich schmelzen. Und so kam der Heilige Abend und brachte das Ende der Adventszeit mit sich. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte der Mann w├Ąhrend dieser 4 Wochen kein einziges St├╝ck Schokolade genascht. Aber wie sollte es anders sein- nat├╝rlich war auch am letzten Tag die Versuchung zu gro├č, als das er einfach an seinem Adventskalender vorbei gegangen w├Ąr. Insgeheim war er sogar erleichtert, wenn auch sehr ├╝berrascht, als er an diesem besonderen Tag keinen Schokoriegel vorfand. Hinter dem T├╝rchen verbarg sich lediglich ein kleines Weihnachtsk├Ąrtchen, auf das seine Frau geschrieben hatte: ÔÇ×Herzlichen Gl├╝ckwunsch! Du hast es geschafft. Ich bin wirklich stolz auf dich und als Belohnung darfst du nun, da die Wette vorbei ist, all die Schokolade essen, die sich hinter den 23 anderen T├╝rchen versteckt.ÔÇť ÔÇÜWenn du w├╝sstestÔÇś, dachte sich der Mann, denn er hatte dem Adventskalender ja heimlich jeden Tag die S├╝├čigkeit entnommen. Aber anstatt sich zu ├Ąrgern, musste er laut loslachen. Ja, er hatte es wirklich geschafft. Er trat hinaus in den Flur, wo ihm der Duft von frisch gesch├Ąlten Mandarinen in die Nase stieg. Pl├Âtzlich knurrte sein Magen und diesmal hatte er sogar richtig Appetit auf das frische Obst. Der Schokoladenverzicht kam ihm in diesem Moment so einfach vor wie noch nie, denn er hatte zwar Lust auf etwas S├╝├čes, aber die kleinen Fr├╝chte standen dem ja nichts nach. Vielleicht war es aber auch die Vorfreude auf das Weihnachtsessen am Abend, das ihm das gesunde Essen schmackhaft machte, denn er wusste genau dass nach der Bescherung ein Mousse au Chocolat- Dessert auf der Speisekarte stand.


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