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Leselupe.de > Kindergeschichten
Weihnachten
Eingestellt am 06. 05. 2014 16:40


Autor
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T. B├Âhlke
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: May 2014

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In der Weihnachtsk├╝che
Drau├čen fiel leise der Schnee auf die Erde. Die wei├čen Flocken tanzten durch die Dunkelheit und lie├čen sich schlie├člich auf Tannenwipfeln und Feldern nieder. Die glitzernde Schneedecke h├╝llte die Welt in eine zauberhafte Stille. So lag auch das H├Ąuschen des Weihnachtsmannes ruhig und friedlich am Waldesrand und schien zu schlafen. Gerader Rauch stieg aus dem Schornstein hinauf in den dunkelblauen Himmel und aus den oberen Zimmern war das gleichm├Ą├čige Schnarchen des Mannes in rot zu vernehmen. Da ging in der K├╝che pl├Âtzlich das Licht an. ÔÇ×Ok M├Ąnner, die Luft ist reinÔÇť, rief der Dicke Eddie und sprang mit einem gro├čen Satz aus seinem Versteck. Ihm folgte die gesamte Lebkuchenm├Ąnnerbande. Wie jeden Abend hatten sie nur darauf gewartet, dass sich der Weihnachtsmann zur Ruhe begab, sodass sie die K├╝che in einen Spielplatz verwandeln konnten. Im Mixer wurde Karussell gefahren, L├Âffel wurden zu Wippen umfunktioniert und auf den bunten Tuben, in denen die bunte Zuckerschrift gelagert wurde, mit denen der Weihnachtsmann und seine flei├čigen Helfer schlie├člich die Weihnachtspl├Ątzchen verzierten, wurde herumgehopst, wie auf einem Trampolin. Die Toberei blieb aber nie folgenlos: die Lebkuchenm├Ąnner verstreuten ├Âfter mal s├╝├če Zuckerstreusel, kleckertenmit Honig oder sch├╝tteten Zucker auf den Boden. Anfangs hatte sich der Weihnachtsmann stets gewundert, dass es in der K├╝che nach Zimt roch, wenn er morgens nach dem Aufstehen seinen Kaffee genoss, um wach zu werden. Mittlerweile hatte er sich aber an den w├╝rzigen Geruch gew├Âhnt. Den Weckm├Ąnnern war er jedenfalls noch nicht auf die Schliche gekommen. So wurde die K├╝che Abend f├╝r Abend zum Spielplatz, bis den kleinen Franz eines Tages der ├ťbermut packte. Er wollte gerade kopf├╝ber in ein Meer aus Schlagsahne springen, als er beim Anlaufen auf den kleinen, s├╝├čen Liebesperlen ausrutschte, die Melli auf dem Tisch versch├╝ttet hatte. Der arme Kerl landete in einer randvollen Keksdose, sodass er darin kaum auffiel. Sofort sprangen die anderen von ihren Schaukelpferdchen-Ausstechformen und eilten zu ihrem verletzten Freund. ÔÇ×Oh nein, du hast dir einen Kr├╝mel gebrochen!ÔÇť, rief Nanni entsetzt. Erschrocken tastete Franz seinen Lebkuchenk├Ârper ab. Wirklich wahr, von seinem Kopf fehlte ein St├╝ckchen. Sofort holte die Bande den Honig herbei, um ihren Freund zu verarzten, doch die goldene Leckerei war zu fl├╝ssig, um den Kr├╝mel wieder anzukleben. Der arme Franz musste sogar die Tortur ├╝ber sich ergehen lassen und in den hei├čen Backofen steigen, damit sein verlorenes St├╝ckchen wieder an seinen Kopf schmolz. Doch auch der Saunagang blieb erfolglos. Um seinen Makel zu verstecken setzte er vorerst eine Walnussper├╝cke auf, sah mit den welligen Locken jedoch eher albern aus. Trotz der schmerzlichen Erfahrung lie├čen sich die Weckm├Ąnner aber nicht von den n├Ąchtlichen Tobereien abhalten. Eines Abends wurden sie jedoch gest├Ârt. Sie spielten gerade Verstecken in einem Lebkuchenhaus, als sie Schritte vor der T├╝r h├Ârten. Jemand tapste die schwere Holztreppe hinunter. Der Weihnachtsmann? Nein, daf├╝r war der St├Ârenfried zu leichtf├╝├čig. Aber ganz egal, wer da so sp├Ąt noch auf den Beinen war, dieser jemand steuerte auf die K├╝che zu. In heller Aufruhr krabbelten sie zur├╝ck in ihre Keksdosen oder verbargen sich hinter Zuckerstreuern und sonstigen Backutensilien. Nur Trixi, die zuvor ein Entspannungsbad in geschmolzener Schokolade genossen hatte, war vor lauter Ruhe eingeschlafen und klebte nun in der getrockneten Nascherei fest. Oh nein, wenn der Unbekannte jetzt in die K├╝che kam, w├╝rde er sie sofort entdecken und die Lebkuchenbande w├╝rde auffliegen. Der mutige Sam wollte ihr helfen, aber es war schon zu sp├Ąt, in der T├╝r stand ein kleiner Wichtel, ein Helfer des Weihnachtsmannes, der sich offenbar heimlich nach unten geschlichen hatte, um zu sp├Ąter Stunde noch von den Backzutaten zu naschen. Als er die gefangene Trixi entdeckte, funkelten seine Augen und er rieb sich vor Appetit das B├Ąuchlein. Pl├Âtzlich war von drau├čen ein lautes Ger├Ąusch zu h├Âren und der kleine Einbrecher kroch unter den K├╝chentisch, da er offenbar selber f├╝rchtet erwischt zu werden. Blitzschnell kam Franz eine Idee: er schnappte sich ein scharfes Messer, sprang aus seinem Versteck, befreite seine Freundin in Windeseile aus der Schokolade und legte sich selber in die s├╝├če Masse. Trixi fl├╝chtete in den sicheren Schatten der Keksdosen. Das Ger├Ąusch stellte sich als harmlos heraus. Wahrscheinlich hatte eins der Rentiere, die im Stall schliefen, nur genie├čt. Der Wichtel trat aus seinem Versteck und wandte sich wieder seinem Leckerbissen auf dem Tisch zu. Doch was war das? Da hatte ja jemand ein St├╝ckchen abgebissen. War noch jemand au├čer ihm in der K├╝che? Ihm blieb keine Zeit, um den Lebkuchenmann zu vernaschen, aber lie├č er das M├Ąnnchen einfach so auf dem Tisch liegen, w├╝rde man ihm wom├Âglich auf die Schliche kommen. Also mixte er mit ein paar geschickten Handgriffen klebrigen Zuckerguss, klebte dem kleinen Franz seinen verlorenen Kr├╝mel wieder an und verschwand in sein Bettchen. Als er verschwunden war, brachen die Lebkuchenm├Ąnner in lauten Jubel aus. Das Problem hatte sich von ganz allein gel├Âst. Trotzdem wollten sie sich noch bei ihrem unwissenden Helfer bedanken und schoben eine gro├če Packung Spekulatius die Treppe hinauf. So konnte auch dieser seinen Appetit stillen. Nur der Weihnachtsmann wunderte sich, dass der leckere Zimtgeruch am Morgen k├╝nftig ausblieb, wenn er die K├╝che betrat. Aber das ├Ąnderte sich nat├╝rlich bald, wenn er Hand anlegte und nach seinem Fr├╝hst├╝ck mit dem Pl├Ątzchenbacken begann

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