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Leselupe.de > Fantasy und M├Ąrchen
Weihnachtsgeschichte 2018 Der Vollmondsturm
Eingestellt am 25. 12. 2018 19:20


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TheoDoridis
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2013

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Es war einst in einer deutlich zu sp├╝renden kalten und luftfeuchten Nacht. Der Schnee hatte sich noch nicht angek├╝ndigt und lie├č auf sich warten.
Das Land hier wurde in dieser Nacht durch den strahlenden Vollmond erleuchtet und lie├č einige nasse D├Ącher dadurch gl├Ąnzen. Kleine Wolkenschleier streiften am wei├čen Himmelsleuchter vorbei und versch├Ânerten dabei den Sternenhimmel.
Nur das Land hier mit seiner momentanen wundersch├Ânen Romantik war in einer Starre der Gef├╝hle versunken.
Viele Menschen h├Ârten sich nicht mehr zu und hatten sich entschieden, eher auf verbreitete L├╝gen zu h├Âren als in der Wahrheit des Moments zu leben.
Die am schlimmsten davon betroffenen waren die Kinder. Sie mussten ertragen, was die Erwachsenen f├╝r t├Ârichte Handlungen vollzogen.
Kriege, das Aushungern und Unterwerfen eines anderen Landes und das dabei Erzwingen, sich von den Unterwerfen auch noch ausbeuten zu lassen. Und in diesem Land? Da war es den Bewohnern wichtiger Hass unter den Menschen und der Neid untereinander zu leben als ihre Liebe und das Verst├Ąndnis miteinander.
Der Vollmond dennoch erleuchtete diese Land durch seinen Spiegel mit der Kraft der strahlenden Sonne und erheiterte dadurch trotzdem einige Menschen.
So strahlte der Vollmond auf ein kleines offenes Kinderzimmerfenster, aus dem ein kleiner Junge auf ihn hinauf sah und sich w├╝nschte, dass seine Eltern mehr Zeit f├╝r ihn hatten. Er freute sich ├╝ber den leuchtenden Mond, doch sein Herz war traurig und schmerzte, weil seine von ihm sehr geliebte Gro├čmutter gestorben war. Seine Eltern hatten keine Zeit, mit ihm dar├╝ber zu reden und ihn zu tr├Âsten.
Tr├Ąnen liefen dem Jungen ├╝ber seine Wangen und doch l├Ąchelte er ├╝ber diese Sch├Ânheit des Mondes.
Der Junge bat den Mond, doch allen Menschen wieder ihr Herz und ihren Frieden zur├╝ckzugeben und die W├Ąrme die in ihnen lebte. Besonders die seiner Eltern. Denn diese W├Ąrme und das Herz seiner Mutter und seines Vaters erfuhr er, als er geboren wurde und in der Zeit danach bis er in den Kindergarten ging. Danach gingen beide, nicht nur der Vater, arbeiten und es begann auf einmal die Zeit der Leere und der Unzufriedenheit in der Familie.
Der Junge hatte noch drei Geschwister. Zwei j├╝ngere Schwestern und einen ├Ąlteren Bruder. Sie waren an diesem Abend noch in sein Zimmer gekommen und schauten mit ihm zusammen aus dem Fenster zum Mond.
Der Mond strahlte nun heller auf die mit voller Freude erf├╝llten Gesichter der vier Kinder, die ├╝ber den strahlenden und wundersch├Ânen Himmelsk├Ârper an diesem Abend staunten. Auch sie w├╝nschten sich wieder die Freude mit ihren Eltern und Hoffnung sp├╝rten sie in ihren Seelen. Sie r├╝ckten zusammen und umarmten sich und glaubten an ihre Hoffnungen.
Auf einmal begann der Sternenhimmel sich mit dunklen Wolken zuzuziehen und ein heftiger Sturm kam auf. Dieser war so stark, dass alle Fenster der vielen kleinen und gro├čen H├Ąuser dieses Landes aufgerissen und durch ihn die Menschen in ihren R├Ąumen und Zimmern umherwirbelt wurden.
Telefone, Computer und Handys wurden dabei aus den H├Ąusern geschleudert und vom Sturm fortgetragen. Der Strom viel aus, viele Geb├Ąude und Stra├čen hatten kein Licht mehr und die Menschen in diesem Land konnten durch ihre vom k├╝nstlichen Licht geblendeten Augen im ersten Moment nichts sehen. Auch ihre Ohren waren durch die t├Ągliche musikalische Berieselung und durch Dauernach-richten und Musik fast taub. Und der Sturm tat noch mehr.
Er riss den Menschen auch ihre s├Ąmtlichen Waffen, Raketen und Panzer fort. Durch den aufkommenden Starkregen wurden diese dann fortgeschwemmt.
Dieser Regensturm dauerte die ganze Nacht und h├Ârte erst auf als der Mond von der Sonne abgel├Âst wurde und mit seinen orangegelb leuchtenden Sonnenstrahlen die Menschen begr├╝├čte.
Die Menschen hatten auf einmal nichts mehr, an denen sie sich festgehalten und von denen sie abgelenkt wurden.
Die pl├Âtzliche Stille lie├č ihre Augen und Ohren und langsam auch ihre Herzen ├Âffnen. Ihre erweckte Hilfsbereitschaft aus ihren Herzen lie├č sie wieder miteinander zusammenkommen und sich umarmen.
Miteinander und Liebe im Jetzt wurde von den Menschen immer mehr angenommen und die Freude ├╝ber ihr Leben dadurch immer gr├Â├čer. Sie sch├Ątzten den Frieden, den sie immer mehr verbreiteten und die Menschen mit anderen Menschen gegen├╝ber auch pflegten.
Die Kinder aller L├Ąnder sp├╝rten immer mehr die Herzen ihrer Eltern und feierten mit ihnen an diesen Tagen das Fest der Liebe.
Und der Vollmond? Dem dankten die vier damals traurigen Kindern jedesmal wenn er schien mit einem Tanz um ein Lagerfeuer, dass ihnen ihre Eltern vorbereitet und angez├╝ndet hatten. Auch sie freuten sich, dass die Herzen ihrer Eltern wieder f├╝r ihre Kinder da waren. Zus├Ątzlich begannen ihre Eltern, ihr Leben neu nach ihrer Seele und ihrer Talente auszurichten und den Frieden immer mehr zu achten und zu sch├╝tzen.

ENDE




__________________
Theo Doridis

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