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Leselupe.de > Gereimtes
Weihnachtshoch
Eingestellt am 10. 12. 2010 17:51


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Inge Anna
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Weihnachtshoch


Der Gabentisch brach unter Last in die Knie,
das kr├Ânte die Stimmung, die hoch flog wie nie;
verstreute Geschenke vom Boden zu pfl├╝cken,
dem beugte sich willig der z├Ąheste R├╝cken.
Man hatte die P├Ąckchen mit Namen versehn,
so gab's keine Fehlspur im Weihnachtsgeschehn.

Elisa bestaunte den silbernen Schmuck,
dann sah sie das Preisschild, sie gab sich 'nen Ruck -
im Jubelton pries sie die billige Ware -
da lag ja noch Hartwurst und Spray f├╝r die Haare.
F├╝r Emma gab's vierfach gef├╝lltes Geb├Ąck -
sie putzte das Zeug im Sekundentakt weg.

An Olga und Erich ging K├Ąse am St├╝ck
'ne Riesenportion reichlich muffeldes Gl├╝ck;
sie schmatzten gen├╝sslich, im Raum hielt sich Schimmel -
indessen fiel drau├čen der Schnee leis' vom Himmel.
Elvira und Hannes erhoben das Glas -
sie f├╝hrten den Ausschank und hatten schon Gas.

Mariechen und Josef bekamen Applaus -
ihr Paarlauf auf Stelzen nahm bestens sich aus;
sie hatten geprobt Jahrelang voller M├╝he -
im Nachbarstall br├╝llten vor Unmut acht K├╝he;
Vermieter Johannes war selten vor Ort
und war er zugegen, verlor er kein Wort.

Um elf fiel die Tanne, der Spa├č schien vorbei -
da bracht' man den Truthahn, juchheissa-juchhei!
Die Faust um die Gabel, das B├Ąumlein vergessend -
es lag, wo es lag - nur Sinn noch f├╝rs Essen.
Gekaue, Geschwafel, kein Ende in Sicht -
Mahlt weihnachtshoch weiter! Ich st├Âre euch nicht.
__________________
Die ├╝ber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

Version vom 10. 12. 2010 17:51

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Inge Anna, darf ich Dir eine kleine Korrektur
in der dritten Strophe vorschlagen. Ich denke, die Kleinschreibung von K├Ąse ist ein Fl├╝chtigkeitsfehler.
In der darauf folgenden Zeile jedoch fehlt mir eine Silbe,
daher mein Vorschlag:

'ne Riesenportion reichlich m├╝ffelndes Gl├╝ck


Ansonsten hast Du sehr humorvoll eine Weihnachtsfeier beschrieben, die zwar ein wenig ├╝bertrieben klingt (ein Merkmal jeder Satire) die jedoch gar nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt ist. Ich denke da an die vielen
Realsatiren auf jedem Lebensgebiet
Wunderbar finde ich ├╝brigens die Kombination von "m├╝ffelndem K├Ąse" und "Raumschimmel", wenn man bedenkt, dass K├Ąse und Schimmel oft Hand in Hand gehen, ob Edel- oder Verfallsschimmel

Sehr gerne gelesen und gelacht!
Mit herzlichen Gr├╝├čen, Pelikan

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