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Leselupe.de > Gereimtes
Weihnachtsschrei
Eingestellt am 13. 12. 2008 18:25


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Olinn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2008

Werke: 9
Kommentare: 59
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Ich drĂ€ngle mich durch Menschen, EinkaufszĂŒgen
vorbei an Scheiben, schrillen Lichtfanfaren
verkĂŒnden mir beim Kauf der bunten Waren
ganz schnelles GlĂŒck - verpackt in AlutĂŒten.

Weit hinter mir ertönt ein Weihnachtflöten,
das rauscht im Qualm der heißen sĂŒĂŸen Mandeln
und Leuchtreklamen glÀnzen zum Verschandeln,
ich seh ein Kind und könnt vor Scham erröten.

Ich tĂŒmmle krank in aufgeblĂ€hten StĂ€dten
und möcht mich meisenhaft zu Haus verstecken,
der Wahnwitz hÀngt sich dran an meine Kleider,

verbleib entblĂ¶ĂŸt als Staub in den Gezeiten,
sie schiebt uns vor, sie schnĂŒrt uns immer weiter,
jetzt kotzt’s mich an - der Zwang in den Freiheiten.

__________________
Mensch, du willst das Sein der Ewigkeit aussprechen,
so mĂŒĂŸt du dich zuvor des Redens ganz erbrechen.
Angelius Silesius

Version vom 13. 12. 2008 18:25

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Olinn,

dein Sonett gefĂ€llt mir formal (schöner Übergang zwischen den Terzetten) und wegen seines geistreichen Inhalts.

Nur: Ausgerechnet im letzten Vers, im letzten Wort, bringst du dich um Vieles. Die Sache mit den Freiheiten passt da nicht hin, meine ich.

quote:
verbleib entblĂ¶ĂŸt als Staub in den Gezeiten,
sie schiebt uns vor, sie schnĂŒrt uns immer weiter,
jetzt kotzt’s mich an - der Zwang in den Freiheiten.

Kannst du dafĂŒr nicht noch etwas anderes finden?

Herzliche GrĂŒĂŸe
Heidrun

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

An Freiheit stört mich gar nichts *grins, im Gegenteil.

Nur erschließt sich mir aus dem Text die Zwanghaftigkeit der Freiheit nicht ganz. - Vielleicht könntest du etwas mit "mir zu bereiten" anfangen, mit entsprechender Umstellung? Dann hĂ€ttest du auch das zweimalige "in den" draußen ...

Ich weiß, das ist schwierig.
Liebe GrĂŒĂŸe
Heidrun


(Oh, Olinn ist eine Frau, lese ich gerade. Das ĂŒberrascht mich ein wenig, weil du eine so ausgesprochen kraftvolle Sprache hast, die mir sehr gut gefĂ€llt.

Die MĂ€dels hier lyren ja oft nur schĂŒchtern vor sich hin ... Na ja, nicht oft. Nur gaaaanz selten.)

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