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Leselupe.de > Kindergeschichten
Weihnachtswunder
Eingestellt am 28. 02. 2004 08:05


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bettina
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Feb 2004

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DAS WEIHNACHTSWUNDER

Es war einmal ein kleines MĂ€dchen namens Nina, das mit seiner Mutter und seinem kleinen BrĂŒderlein in einer einsamen HolzhĂŒtte am Waldrand wohnte. Diese Familie lebte sehr bescheiden und hatte keine Verbindungen zur Außenwelt.
Nina und ihre Mutter ernÀhrten sich hauptsÀchlich von Beeren und essbaren Wurzeln, die sie im Wald finden konnten.
Meistens bestand ihr FrĂŒhstĂŒck aus einem kleinen StĂŒck trockenem Brot, das die Mutter selbst backte, und einem Schluck Ziegenmilch von ihrer eigenen, einzigen Ziege, die leider schon sehr alt war. Das Mittagessen fiel meisten ĂŒberhaupt aus und am Abend gab es hĂ€ufig Beeren aus dem Wald.
Nina war ein sehr fleißiges MĂ€dchen und half ihrer Mutter wo sie konnte. Sie suchte Nahrung, hackte Holz und oft achtete Nina auch auf ihren kleinen Bruder namens Lukas. Deshalb hatte Nina keine Zeit eine Schule zu besuchen und konnte somit weder lesen noch schreiben.
Trotz der harten Arbeit die Nina und ihre Mutter tĂ€glich verrichten mussten, war diese kleine Familie sehr glĂŒcklich.
Doch eines Tages wurde Lukas plötzlich sehr, sehr krank. Er bekam hohes Fieber und einen schrecklichen Husten. Die Mutter versuchte den Jungen durch Auflegen von KamillenblÀttern, die Nina im Wald gesucht hatte, zu heilen, aber es half alles nichts. Das Fieber stieg immer höher und höher.
Die Mutter und Nina saßen die ganze Zeit weinend vor dem kleinen Bettchen des BrĂŒderleins und glaubten, es wĂŒrde sterben.
So rĂŒckte der Christtag immer nĂ€her, doch durch ihre Trauer um den kleinen Lukas, bemerkten die Mutter und Nina es nicht. Sonst wurde jedes Jahr am Heiligen Abend eine der kostbaren Kerzen aus Bienenwachs angezĂŒndet und Nina sang mit ihrer schönen, klaren Stimme Weihnachtslieder fĂŒr die Mutter und ihr kleines BrĂŒderlein.
Doch dieses Jahr war alles anders. Heilig Abend brach an, aber dem kleinen Lukas ging es immer schlechter. Das Fieber stieg auf 41°C und der Husten wurde stÀndig schlimmer. Die Mutter wickelte ihn in warme Decken, um das Kind zum Schwitzen zu bringen. Doch es half alles nichts.
Es war schon spĂ€ter Nachmittag, als plötzlich ein lautes Klopfen an der TĂŒr zu hören war. Nina und ihre Mutter erschraken, da es sehr selten vorkam, dass jemand sie besuchte. Zögernd öffneten sie die TĂŒr und trauten ihren Augen nicht.
Vor der TĂŒr stand der Weihnachtsmann mit seinem, mit Geschenken vollbeladenen Schlitten, und zwei Rentieren. Nina war ĂŒberrascht. Sie hatte zwar schon oft Geschichten ĂŒber den Weihnachtsmann gehört, aber dass es ihn wirklich gibt, hatte sie nicht geglaubt. Die Mutter trat zögernd zur Seite und ließ den Mann in die Stube. Dieser sah sofort das kranke BrĂŒderlein und lief zu ihm hin. Der Weihnachtsmann nahm es in den Arm und wiegte es hin und her, sodass es sofort zum Weinen aufhörte. Nina und ihre Mutter hatten das alles mit verfolgt und waren sehr erstaunt. Was tat der Weihnachtsmann bei ihnen?
Plötzlich stand der Mann auf und trat, noch immer mit dem kleinen Lukas im Arm zu den beiden hinĂŒber. „Ich nehme den kleinen Bub mit ins Dorf. Er braucht dringend einen Arzt. Ich bringe ihn euch in einer Woche wieder. Draußen unter dem Busch liegen Geschenke. Hol sie dir, kleine Nina!“, sagte der Weihnachtsmann mit seiner lauten Stimme und verließ das Haus, bevor die Mutter noch irgend etwas sagen konnte.
Nina lief so schnell wie möglich hinaus und fand unter einem Busch eine Menge Geschenke, die sie sofort ins Haus trug. Rasch wickelte sie die Pakete aus. Sie enthielten warme Socken und MĂ€ntel fĂŒr die Mutter und Nina. Der kleine Lukas bekam ein Auto und außerdem war noch ein neuer Kochtopf fĂŒr die Mutter dabei. Da staunten die beiden, dachten aber doch sehr wehmĂŒtig an das kleine BrĂŒderlein. WĂŒrde es ihm gut gehen?
Die Woche verging schnell und plötzlich klopfte es wieder an der TĂŒr. Die Mutter öffnete und sah sich um. Sie konnte nichts entdecken, bis sie auf einmal ein lustiges GerĂ€usch hörte.
Am Boden vor der TĂŒr lag der kleine Lukas und lĂ€chelte vor sich hin. Die Mutter nahm in auf den Arm und schaute sich um, aber der Weihnachtsmann war nirgends mehr zu sehen.
Sie trat zurĂŒck in die kleine Stube und betrachtete ihren Sohn. Es war keine Spur mehr von der schweren Krankheit zu entdecken. GlĂŒcklich umarmte sie ihre beiden Kinder. Nina lĂ€chelte und gab Lukas sein kleines Auto, das er vom Weihnachtsmann bekommen hatte. Er fing sofort an damit zu spielen und hörte nicht mehr auf zu lachen.

SpĂ€ter dankten Nina und ihre Mutter, im Stillen, Gott fĂŒr dieses kleine Weihnachtswunder.

__________________
Bettina MĂŒller

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Uschka
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2003

Werke: 38
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Weihnachtswunder

Hallo Bettina. Herzlich Willkommen bei uns Schreiberlingen.
Deine Geschichte gefÀllt mir ganz gut,schade das Weihnachten schon vorbei ist, denn dann hÀtte sie mir bestimmt noch mehr gefallen.
Liebe GrĂŒĂŸe Uschka
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Was nicht aufgeschrieben ist, wird vergessen, als ob es nie geschehen wÀre. Erhard Wiehn

Uschka

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