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Leselupe.de > Ungereimtes
Weine nicht um mich
Eingestellt am 28. 02. 2004 20:19


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Christiane Grenzebach
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Weine nicht
um mich

Steh' nicht
an meinem Grabe
und weine
um mich

Denn ich bin
nicht hier

Ich bin das Fl├╝stern
des Windes,
der Schlag
deines Herzens,
der erste Sonnenstrahl
des jungen Morgens,
der funkelnde Stern,
der deine Nacht erhellt,
der Engel,
der deine Tr├Ąume bewacht,
die Liebe,
die dich auf ewig begleitet

Weine nicht
um mich

Steh' nicht
an meinem Grabe
und weine
um mich

Denn ich bin
nicht hier

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Waldemar Hammel
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"weine nicht um mich"

Nu ja, der Text ist ordentlich gearbeitet, symmetrisch, was die Kernaussage verst├Ąrkt.
Alleine, genau diese Kernaussage macht mir Kopfweh, denn sie bedient ein sehr abgegriffenes Klischee. Und wenn man schon nicht H├Ąresie daraus ableiten will (die "Grab-ist-leer-Szene" Jesu => Weint nicht um ihn, Jungfrauen, Er ist nicht hier!), so einen pantheistischen Naturalismus im Sinne einer bestimmten historischen Auspr├Ągung der Romantik.

Es stimmt schon, dass Tote recycled werden, aber nicht in der Form eines fr├╝heren "Ich", sodass "ich bin Windgefl├╝ster, Kaffeesatz, Regenwasser,..." eine verfehlte Darstellung ist.
Nicht, dass mir die Sympathie f├╝r Romantik fehlte, wohl aber f├╝r falsche, unechte, ├╝berzogene, zuckers├╝├č-sirup├Âse.

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Christiane Grenzebach
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Lieber Waldemar,
vielen Dank f├╝r Deinen Kommentar.

Die Kernaussage ist eigentlich nur, dass Liebe nicht mit dem Tod endet.

Liebe Gr├╝sse,
Chris

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Waldemar Hammel
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dass Liebe nicht mit dem Tod endet

ja, von mir aus...

Aber welche Beweise m├Âchtest Du daf├╝r vorbringen? Und, wenn das nur eine Setzung ist (im Sinne tr├Âstlicher Hoffnung), dann bitte auch im Text unter dieser Flagge vorweisen und nicht als Tatsache.

PS. "Lieben" ist eine ├äu├čerung lebendiger Wesen. Warum sollte ausgerechnet dieses nicht mit dem Tod der Wesen enden?
Ich sag Dir, warum: Weil man zwar "lieben" kann, es aber "die Liebe an sich" als Realium nicht gibt. Das Wort ist ein Reflexionsterminus (= versubstantivierte Adjektive, oder seltener: Verben), und solche haben keine realen Inhalte. Ist bei "das Gute", "das B├Âse", "die Gerechtigkeit" usw immer dasselbe, und, weil diese Worte inhaltslos sind, eignen sie sich hervorragend f├╝r die Zeitlosigkeit als Denkhintergrund. Und so kommts dann zum scheinbar v├Âllig plausiblen Ewicum "Liebe".


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Christiane Grenzebach
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Ich finde es sehr bedauerlich, dass 'die Liebe an sich' f├╝r Dich ein inhaltsloses Wort und nicht real ist...

F├╝r mich ist es eine Tatsache und ich habe es weder n├Âtig etwas zu beweisen noch beabsichtige ich irgendwelche Beweise vorzulegen.

Wie auch immer,
ich w├╝nsche Dir ein Leben voller Liebe,
gute Nacht,
Chris

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Waldemar Hammel
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Du brauchst ja auch keine Beweise vorzulegen,

es ging darum, dass im Text klarsein sollte, inwiefern "Liebe" als literarisches Ewicum heute noch legal ist/ jemals legal war, oder, dass der Begriff halt als Trosthoffnung gebraucht wird.

Zum Rest.
F├╝r mich ist das so: Wer Unplausibles behauptet, ist in der Beweispflicht. Die Annahme, dass irgendeine Lebensaktivit├Ąt ├╝ber den Tod hinaus andauern k├Ânne, ist ziemlich unplausibel.
Dahinter steckt, das Sterbenm├╝ssen nicht ernstnehmen zu wollen, und in Umkehrung, das Leben nicht ernstzunehmen, denn Leben und Tod geh├Âren untrennbar zusammen.

Das "harte" Wissen darum, dass zb Mutterliebe nur w├Ąhrend des Lebens existieren kann, wertet diese Mutterliebe nicht ab, sondern macht sie im Gegenteil noch viel einmaliger, unwiederholbarer, kostbarer. (Alles hat seine Zeit, auch die "Liebe", und "zeitlos"= ewig sein, hie├če: fast wertlos sein, weil immer vorhanden.)

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