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Leselupe.de > Horror und Psycho
Weiß wie Schnee
Eingestellt am 29. 01. 2017 12:04


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Alvar Borgan
Hobbydichter
Registriert: Jan 2017

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Es hat geschneit. Wie eine weiße Decke überzieht der Schnee die Landschaft, rundet Kanten, nimmt den Dingen die Härte. Ich lasse die Gardine wieder vors Fenster fallen. Zeit zu gehen. In Mantel und Stiefeln, mit einem Extrapaar Strümpfen über der Strumpfhose trete ich ins Freie, die Tasche lose über die Schulter gehängt.

Ich spüre kaum, wie mir die Kälte unters Kleid kriecht. Zu sehr freue ich mich über die in Watte gepackte Welt, so still und friedlich, nur meine Schritte knirschen leise im Schnee. Von Schneeflocken bedeckte Äste glitzern in der Morgensonne, als wären sie aus Kristall. Ich muss einfach stehen bleiben, die Arme ausbreiten, all das umarmen, die Sonne, das Licht, die sanfte Schönheit des Winterzaubers.

Meine Schritte führen mich vom Wald zurück ins Dorf. Aus den Schornsteinen steigt schon Rauch, irgendwo kräht ein Hahn. Aber der Weg ist noch jungfräulich, meine Schritte hinterlassen die erste Spur im Schnee. Alles scheint wie frisch aus dem Ei gepellt.

Plötzlich springt eine Katze aus dem Gebüsch, läuft mit einer Amsel im Maul vor mir den Weg entlang. Beim Anblick des toten schwarzen Vogels kommt die Erinnerung wieder hoch. Wie ein Schwall Erbrochenes schwappt sie in mein Bewusstsein. Rot, Schwarz, Blut, Dunkelheit. Von Schwindel gepackt sinke ich auf einem Baumstumpf zusammen, hocke keuchend in der Märchenlandschaft, sende mit meinem Atem Rauchsignale.

Nur langsam beruhigt sich mein Puls wieder. Ängstlich blicke ich zurück zum Forsthaus, aber da ist nichts. Nur unberührte Natur im weißen Brautkleid. Mühsam nehme ich die Wanderung wieder auf.

Mein Vater, er ist der Urgrund dieser Pest. Vielleicht auch sein Vater oder dessen Vater, jedenfalls war es richtig, davon zu laufen. Ich muss dieses Dasein hinter mir lassen. Leider verfüge ich weder über Geld noch Fähigkeiten, mit denen ich auf dem Land meinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Erst in der Stadt werde ich am Ziel sein, in den Webfabriken werden immer Frauen gesucht.

Verschneit wirkt das Dorf noch malerischer und abweisender als gestern Abend. Aus den Häusern höre ich geschäftige Stimmen, Kühe muhen in den Ställen, nur die Straße liegt wie ausgestorben da. Unbehelligt erreiche ich die Dorfschenke. Ein hölzerner Aufsteller, ein fröhlicher Saufkumpan mit roter Nase und jetzt auch mit weißer Mütze, winkt Gäste herein. Seit gestern Abend weiß ich, dass nur zahlungskräftige Gäste gemeint sind.

Als ich im Dorf ankam, hungrig und müde, bat ich in der Schenke um ein wenig Brot und Wasser, um einen Platz am Kamin, an dem ich die Nacht überstehen mochte. Der Wirt hatte ein gutmütiges rundes Gesicht und einen ebensolchen Bauch, ich hoffte inständig, auf ein weiches Herz zu treffen, das sich von meinen Bitten rühren ließ. Aber er blaffte mich nur rüde an, er sei nicht die Heilsarmee, und wenn ich essen und trinken wolle, dann müsse ich zahlen wie alle anderen auch.

In meiner Verzweiflung sank ich vor dem Tresen auf die Knie, bat ihn nur um ein wenig Wärme am Kamin, der Herrgott möge es ihm vergelten. Aber der Grobian zog mich mitleidslos wieder hoch. Ich rang mit ihm, er zerrte mich zum Ausgang. Ich nutzte das Durcheinander, um ihm in die Tasche zu greifen in der Hoffnung, wenigstens irgendetwas Nützliches zu erbeuten, aber als ich allein und frierend auf der Straße vor der Schenke stand, hielt ich nur sein Taschentuch mit eingesticktem Monogramm in Händen. Weder gegen Hunger noch gegen die Kälte der Nacht würde es helfen.

Mir war klar, dass ich erfrieren würde, sollte ich draußen einschlafen. Wenn in der Dorfschenke wenigstens ein Gast seine Stimme zu meinen Gunsten erhoben hätte, an jede Tür hätte ich geklopft, um irgendwo im Dorf unterschlüpfen zu können. So aber fehlte mir die Hoffnung, hier noch Aufnahme zu finden. Mir blieb nichts anderes übrig, als weiter zu gehen, die Landstraße entlang zum nächsten Dorf, um dort womöglich auf verständigere Seelen zu treffen.

Ich schlug dieselbe Richtung ein, in die ich jetzt gehe, von der Schenke über die Querstraße zur Kirche. Kleine Fenster aus buntem Glas glänzen in der Morgensonne. Der Schnee lässt das gedrungene Gebäude leichter wirken, als zöge er die weißen Dachflächen himmelwärts. Trotzdem kommt mir die Kirche dumpf vor, einfältig in ihrer Schlichtheit. Ich frage mich, wie Menschen denken mögen, zu denen in solch trübseligem Bau täglich von Gott und Teufel gepredigt wird.

Werden sie verstehen, welche Bestie von der Leine gelassen wurde? Oder werden sie glauben, ein böser Geist, womöglich der Teufel selbst hätte nachts gewütet? Wie werden sie das Bild auffassen, das sich ihnen im Forsthaus bietet? Ich habe die gute Stube heute Morgen nicht mehr betreten, den Anblick hätte ich nicht ertragen. Meine Überlegungen führen zurück in die Dunkelheit, wieder springt mich die Erinnerung an wie ein böses Tier, das versteckt in meinem Schädel gelauert hat. Ich sinke auf die Knie, in den nassen Schnee, zittere am ganzen Leib.

Nein, sie können es nicht missverstehen, die Spuren sind überdeutlich. Da waren Kratzer in den Tapeten, wie sie nur von Krallen stammen können. Die Wunden erkannte man sofort als Bisswunden und vom herausgerissenen Fleisch troff der Geifer in langen Schlieren. Kein Geist, nicht einmal ein Teufel, würde sein Opfer so bestialisch zurichten.

Nach der Kirche führt der Weg am Friedhof vorbei. Mit immer noch zitternden Knien stapfe ich am Zaun entlang. Die Gräber liegen still, sehen mit ihren Schneekissen aus wie Betten mit weißer Bettdecke. Fast neide ich den Toten ihre Ruhe. Wenigstens müssen sie nicht mit meinen Erinnerungen zurechtkommen.

Genau hier, vor dem Friedhof, hat er mich gestern Abend angesprochen. Ein großer, hagerer Mann mit hohem Hut und schwerem Mantel.

„Sie werden sich in der Kälte noch den Tod holen, junges Fräulein“, kam seine Stimme plötzlich von hinten. Ich hatte ihn weder gehört noch gesehen, aber er mochte mir von der Dorfschenke aus gefolgt sein. In seinem Mantel hing ein Geruch nach Kaminrauch und schalem Bier, wie er mir auch im Schankraum in die Nase gestiegen war. Der Wirt hatte meine Aufmerksamkeit so in Beschlag genommen, dass ich mich an die Gäste kaum erinnern konnte. Ich wand mich zu dem Mann um, doch genau in diesem Moment verschwand das letzte bisschen Mond hinter dunklen Wolken, man konnte kaum mehr etwas erkennen.

„Wo wollen sie denn hin, zu dieser Stunde?“, fragte er.

Ich zuckte die Schultern. „Was soll ich tun? Man hat mir einen Platz am Ofen verwehrt, also ziehe ich meines Weges.“

„Der Weg dort hinaus ist lang, und die Nacht wird kalt.“

„Wenn Sie beim Wirt ein gutes Wort für mich einlegten, wäre ich ihnen dankbar.“

Er schnaubte verächtlich. „Bei dem Halsabschneider helfen keine Worte. Aber ich kann sie einladen, mich zu begleiten, ich bin gerade auf dem Heimweg. Der Herd ist geheizt, eine gute Suppe wartet bereits auf mich, es wird auch für sie reichen.“

Vor meinem geistigen Auge sah ich seine Frau mit dem Holzlöffel einen Kessel dampfender Brühe umrühren. Das Bild war zu verlockend. „Ich bin ein anständiges Mädchen“, betonte ich.

Er nickte. „Daran habe ich keinen Augenblick gezweifelt. Hier entlang dann, wenn ich bitten darf.“ Seine einladende Geste wies in die Richtung, aus der ich gekommen war. Wir gingen wieder an Kirche und Schenke vorbei, verließen das Dorf dann aber auf einem anderen Weg als dem, der mich hergeführt hatte.

Wir stellten uns gegenseitig vor, er fragte nach dem Grund meiner Reise. Zum Glück hatte ich meine Geschichte oft genug geübt, so konnte ich ohne Zögern behaupten, ich sei auf dem Rückweg zu meinen Eltern. Man hätte mich ausgeschickt, meinem Onkel zu helfen, dessen Frau bei der Niederkunft verschieden wäre. Aber mein Onkel hätte sich Freiheiten herausgenommen, sei immer zudringlicher geworden, bis es mir schließlich zu viel geworden sei und ich Reißaus genommen hätte.

„Es ist nicht immer leicht, allein zu sein, mein Kind. Für dich nicht, aber für deinen Onkel sicherlich auch nicht“, seufzte er.

„Man freut sich mehr auf sein Heim, wenn dort jemand Suppe für einen kocht“, versuchte ich das Thema zu wechseln.

„Oh, da hast du mich falsch verstanden. Die Suppe habe ich selbst gekocht. Die Kohlenreste im Ofen halten sie warm.“

Ich wäre fast gestolpert. „Heißt das“, fragte ich so beiläufig wie möglich, „sie leben allein?“

„Leider ja“, bekannte er, „meine Frau ist vor Jahren spurlos verschwunden.“

„Und sie wurde nie gefunden?“, fragte ich, einen Blick zurück zum Dorf werfend. Der warme Schein in den Fenstern, so schwach er auch war, erschien mir plötzlich ungeheuer verlockend.

Er schüttelte den Kopf. „Sie war wie vom Erdboden verschluckt. Aber mach dir keine Gedanken, du bist nicht der erste Gast, den ich in mein Haus aufnehme, um etwas Gesellschaft zu haben, und es gab noch nie Klagen über meine Gastfreundschaft.“

Ein flaues Gefühl nistete sich in meinem Magen ein. Aber da war auch die Kälte, die in die Glieder kroch und beim Gedanken an die Suppe lief mir bereits das Wasser im Mund zusammen. Ich begann mich ernsthaft zu fragen, was mir bevorstehen mochte, wenn ich dem einsamen Mann folgte. Anderseits wusste ich genau, was mir bevorstand, wenn ich umkehrte und den ganzen Weg durchs Dorf zurückging, dann weiter über die Landstraße bis zum nächsten Dorf. Und diese Aussicht schreckte umso mehr, als ich mich bereits auf baldige Wärme und eine Mahlzeit eingestellt hatte.

„Wir sind gleich da“, sprach er mit beruhigender Stimme, als hätte er meine Gedanken gelesen. Schweren Herzens behielt ich die einmal eingeschlagene Richtung bei. Und tatsächlich schälte sich bereits nach kurzer Zeit unvermittelt ein Forsthaus aus der Dunkelheit. Es lag direkt am Waldrand, aus der Ferne hatten die dunklen Tannen es überschattet und förmlich verschluckt. Als ich den Giebel gen Himmel ragen sah, stand ich bereits fast vor der Tür.

Ein unbeschreibliches Hochgefühl erfasste mich, sobald ich ihm ins Haus und sogleich in die Küche folgte. Im Herd glommen Kohlereste, genug, um die Herdplatte wunderbar zu erwärmen. Vom Topf darauf ging ein verlockender Wohlgeruch nach Kartoffeln und Lauch aus. Ich warf Tasche und Mantel auf einen Stuhl, schwang mich auf den warmen Herd, lupfte den Deckel vom Topf und erblickte zu meiner Freude große Fettaugen, die in der dickflüssigen Brühe schwammen.

„So ist es schon besser, was?“, fragte er freundlich, während er erst frische Holzscheite zu den Kohlen warf und dann eine Handvoll Reisig unter sie schob, um das Feuer in Gang zu bringen.

„Viel besser“, gab ich zu.

„Gefällt es dir bei mir?“

Ich zögerte. „Ich bin sehr dankbar, bei einem guten Samariter Unterschlupf gefunden zu haben.“

Er zündete Lampen an, die auf dem Tisch und am Fenster standen. „Du hast Glück gehabt. Draußen wärst du in der Kälte erfroren.“ Er kam zu mir herüber, das Gesicht unruhig erleuchtet von den flackernden Öllampen. „Noch vor Mitternacht wärst du am Wegesrand zusammen gebrochen. Die Morgensonne hätte nur noch deine steif gefrorenen Glieder beschienen.“ Sein Gesicht war ledrig, gezeichnet von harter Forstarbeit bei Wind und Wetter. Ich versuchte, in seinen Augen zu lesen, aber sie waren dunkel. Nicht blau, grau, grün oder braun, sie waren einfach nur dunkel wie riesige Pupillen. Eine namenlose Angst packte mich.

„Und es wäre doch schade um diese schönen Glieder gewesen.“ Seine Hände fuhren meine Waden entlang, die lose vom Ofen herunterbaumelten. „Jammerschade.“ Als er unterm Kleid meine Knie erfasste, warf ich schnell ein: „Die Suppe ist bestimmt warm genug, wir sollten uns unverzüglich stärken!“

„Du sollst deine Suppe haben“, lockte er, näherte sein Gesicht immer mehr dem meinen. „Wir wollen ja nicht, dass du uns vom Fleisch fällst. Wo du doch so ein überaus verlockendes Fleisch dein Eigen nennst.“

„Worauf warten wir dann, lassen sie uns essen“, stammelte ich, während er mir so nah kam, dass ich seinen Atem auf meiner Wange spürte. Diese Augen, so schwarz, dass sie nicht nur alles Licht verschluckten, sondern nachgerade Schwärze verströmten, als wollten sie mich bis in die Seele mit Dunkelheit erfüllen. Ich war wie gelähmt, mein Blickfeld verengte sich, ich sah nur noch seine Kohlenaugen.

„Worauf wir warten? Darauf, dass du dich für die Einladung erkenntlich zeigst“, flüsterte er. Seine Hände waren jetzt an meinem Rücken, schnürten das Mieder auf.

„Bitte nicht“, flehte ich, den Tränen nahe, „ihr wisst nicht, was hinter mir liegt. Mein Vater …“

„Ach, jetzt ist es dein Vater? Ich dachte, du läufst vor deinem Onkel davon?“

„Ja, nein, bitte lasst mich in Frieden, ich bin schon gestraft genug.“

Er zog mir das Kleid von den Schultern, schob es bis zur Taille herunter, auch über die Arme, dass die Ärmel nutzlos um meine Handgelenke baumelten. „Mir scheint, du kennst dich aus mit diesen Sachen“, begann er, „komm, zeig mir, was du so kannst, hm?“

Mein Leibchen hatte er schneller geöffnet als das Mieder, schon griff er nach meinen Brüsten. Es hätte mich nicht gewundert, wenn ihm Sabber aus dem Mund gelaufen wäre, so schmierig war der Blick, mit dem er sich an meiner Blöße ergötze. Als er den Busen berührte, verschwand meine Lähmung auf einen Schlag.

„Hören sie auf!“, kreischte ich, versuchte seine Hände weg zu drängen. Da schlug er mich hart auf die Wange, dass ich fast übergekippt wäre.

„Du wirst noch die Suppe vom Herd stoßen, wenn du so weiter machst“, herrschte er mich an. „Begreif endlich deine Lage und füge dich mir. Du musst nur deine zarten Lippen benutzen und deine Zunge spielen lassen, bis ich meinen Frieden habe, das ist alles!“

Tränen liefen mir über die Wangen. „Das ist alles?“, fragte ich.

„Versprochen“, antwortete er ruhig.

Ohne in seine furchtbaren Augen zu sehen, ließ ich mich langsam vom Herd gleiten, kniete mich vor ihn hin. Als er seine Hosen herunterzog, schlug mir der Geruch seines Geschlechts entgegen. Leichte Übelkeit überfiel mich, doch ich tat, was er von mir verlangte. Immerhin schien er reinlich zu sein, auch ließ er seine Finger von mir, während ich sein Geschlecht mit Mund und Händen rieb.

Zwar schwoll es an, wurde hart wie altes Brot, doch so sehr ich mich auch bemühte, es zu reizen, blieb mir der letzte entscheidende Erfolg verwehrt. Immer wieder hörte ich ihn leise keuchen, er ruderte mit den Armen haltlos in der Luft, doch ans Ziel seiner Wünsche gelangte er nicht.

„Es hat keinen Sinn“, stieß er schließlich hervor, „du bist zu unerfahren. Ich kann es nicht dir überlassen, mich zu befriedigen, ich muss mich selbst deiner bedienen.“

Von unten her blickte ich zu ihm auf. „Ihr habt versprochen, dass es hiermit genug ist.“

„Ich mache dir ein Angebot. Komm mit!“ Grob zog er mich hoch und hinter sich her. Das Kleid schlackerte um meine Arme, ich stolperte voran, konnte seinem schnellen Schritt kaum folgen. Er schleifte mich in einen vornehm möblierten Raum, zwischen Chaiselongue und Teetisch hindurch zum Fenster, das er öffnete, um dann irgendetwas dort draußen zu tun.

Ich nutzte die Gelegenheit, mein Leibchen zu richten, dann spähte ich hinaus. Im Mondlicht sah ich, dass er einen Verschlag an der Hauswand geöffnet hatte, etwas herausnahm und den Kasten sorgfältig wieder abschloss. Mit beiden Händen hob er seine Beute durchs Fenster. Es war ein riesiges Steak, rotes, noch fast frisches Fleisch. Ich fragte mich, ob es eine gute Idee war, das Fleisch zum Abhängen draußen zu lassen, so direkt am Wald. Selbst durch den Verschlag hindurch musste der Geruch Füchse anlocken.

„Das hier brate ich dir, dir ganz allein, wenn du mir zu Willen bist und mich zwischen deine Beine lässt.“ Triumphierend streckte er mir sein Lockmittel entgegen, noch ehe er das Fenster schloss. Mir wurde schwindlig. Das enorme Steak leuchtete im Mondlicht, Fett durchzog in feinen Fasern das rote Fleisch, aber da war noch etwas. Etwas, das mir den Verstand raubte und die Sinne schwinden ließ, das mich ins Mark traf, mir den Magen umdrehte und das Blut wie rasend durch meine Adern peitschte.

„Dieser Geruch“, stammelte ich, „was ist das …“ Er sah mich irritiert an. Ich atmete zu schnell, konnte aber nichts dagegen tun. Mehr und mehr verlor ich die Gewalt über mich.

„Das ist Menschenfleisch“, entfuhr es mir. Überrascht ließ er es fallen.
„Wie kommst du … wer bist du?!“, schrie er mich an, Zorn und Furcht hielten sich in seiner Stimme die Waage. Er stürzte sich auf mich, dass ich rücklings zu Boden fiel. „Du bist niemand!“, brüllte er und versuchte, meine Arme auf die Dielen zu pressen, „eine Landstreicherin, die von niemandem vermisst wird!“

„Ich bin nicht die Erste“, sagte ich ihm auf den Kopf zu, „ es stimmt doch, oder? Sie laden sich Gäste ein, haben ihren Spaß mit ihnen, töten sie und essen sie auf!“ Meine Stimme überschlug sich. Jeden Moment musste ich wahnsinnig werden.

„Du Hure!“, schimpfte er, „du wirst tun, was ich verlange, sonst ergeht es dir wie der hier!“ Mit erstaunlicher Kraft warf er mich herum, so gerade eben konnte ich mich fangen und auf allen Vieren halten.

„Wann fing es an?“, keuchte ich, aber dann wurde mir alles klar. „Ihre Frau. Sie haben sie geschlachtet, sie Monster!“ Das Blut dröhnte in meinen Ohren, die Muskeln zuckten unkontrolliert. Ich konnte mich nicht gegen den Griff wehren, mit dem er mich von hinten gepackt hielt. Schon waren seine Hände unter dem Kleid, schoben es hoch, fassten meine Wäsche.

Noch einmal trat ich mit dem Mut der Verzweiflung nach ihm, stieß ihn mit dem Fuß von mir weg. Aber ich konnte meine Chance nicht nutzen, wand mich nur in Krämpfen auf dem Boden, während er schimpfend und drohend wieder über mich herfiel.

Als seine Hand erneut unter das Kleid fuhr, packte sie mein Höschen mit solcher Kraft, dass es zerriss. Ich schrie, er lachte, wenigstens einen Augenblick lang, bis er mit beiden Händen mein Gesäß packte, gierig nach den runden Backen griff und plötzlich Fell in den Fingern hielt.

Ganz still wurde es hinter mir, einen langen Moment verharrte er unbeweglich, dann riss er mich wieder herum, warf mich auf den Rücken. „Was bist Du?“, konnte er noch ausrufen, bevor ihm der Anblick meines verwandelten Gesichts endgültig die Sprache verschlug. Wir lagen auf dem Boden der guten Stube, der Vollmond schien durchs Fenster zu uns herein. Ich hätte es nicht vergessen dürfen, nie durfte ich die Mondphasen aus dem Blick verlieren. Es liegt in der Familie, mein Vater, von ihm habe ich es geerbt, ich kann nichts dagegen tun.

Von panischer Angst ergriffen sprang der Mann auf, schnellte zum Kamin herüber, griff den Schürhaken und schlug mit dem Eisen nach mir. Aber inzwischen war die Verwandlung fast abgeschlossen, mein riesiger Wolfskörper sprengte mühelos die Nähte der Frauenkleider, wich dem Angriff aus und setzte zum Sprung an.

Gleich zu Beginn des Kampfes katapultierte ich einen Sessel so vor die Tür, dass sie blockiert war. Eine irrwitzige Jagd begann, über alle Möbel und durch alle Ecken, wieder und wieder schnappte ich nach ihm, schlug er nach mir. Keiner konnte es sich leisten, auch nur eine einzige Sekunde unachtsam zu sein. Er brauchte gar nicht daran zu denken, den Sessel von der Tür wegziehen zu wollen. Sobald er auch nur die Lehne ergriffen hätte, wäre ich ihm an die Kehle gesprungen.

Bei der Verwüstung des Zimmers war ein Schränkchen umgestürzt und vor das Fenster gekippt. Wie wild mit dem Schürhaken um sich schlagend, zog er sich zum Fenster zurück, sprang auf das Schränkchen, von dort aufs Fensterbrett.

Ich ließ ihn gewähren, beobachtete seine kauernde Gestalt, die wie ein Schattenriss im mondbeschienenen Fenster hockte. Es mag meine Ruhe gewesen sein, die ihm verdächtig vorkam. Jedenfalls sah er sich veranlasst, aus dem Fenster zu schauen, bevor er ins Freie sprang. Dort erblickte er, was meine weit überlegene Nase längst gerochen hatte: Ein ganzes Rudel meiner tierischen Verwandten, deren Augen in der Nacht leuchteten. Vorfreude auf eine unverhoffte Mahlzeit ließ sie unruhig werden.

Dem Mann fiel die Kinnlade herunter, resigniert hockte er auf dem Fensterbrett. Als er sich wieder umwandte, um nach mir zu schauen, erblickte er mich gerade noch mitten im Sprung. Dann gruben sich meine Zähne bereits in seine Schulter, riss ich ihn mit meinem Gewicht vom Fensterbrett herunter.

Ein einziger Biss in die Gurgel hätte gereicht, um ihn zu töten. Aber so leicht sollte er mir nicht davonkommen. Zuerst nahm ich mir die Hände vor, um ihn wehrlos zu machen. Seine Schreie klangen ebenso unmenschlich wie das Geheul der Wolfsmeute draußen, als die Fingerknochen zwischen meinen Kiefern zerknackten.

Sorgfältig zerriss ich seine Kleidung, legte den erbärmlich schwachen Menschenkörper frei. Ich fraß sein Geschlecht in kleinen Bissen, riss Stückchen für Stückchen alles weg, was ihm zwischen den Beinen hing. Ein Schwall von Blut strömte aus ihm heraus, der Geruch machte mich rasend. Ich schlug die Zähne unkontrolliert in seinen Leib, riss fette Batzen von den Knochen, zerfleischte Beine, Bauch, Gedärme, alles.

Seine Schreie schwollen zu einem schrillen Crescendo an, verebbten dann zu kehligem Röcheln. Als ich ihm das Herz aus der Brust riss, erstarben sie ganz.

Ich sprang auf das Fensterbrett, schleuderte sein Herz hinaus und sah zu, wie sich meine Gefährten um den Bissen balgten. Wir heulten gemeinsam, sie verneigten sich vor mir, dann stieß ich von innen das Fenster zu, eine Arretierung klappte herunter.

Verwirrt und erschöpft schob ich den Sessel von der Tür weg, öffnete die Klinke mit der Schnauze und trottete in die Küche. Neben dem warmen Ofen fiel ich in einen Schlaf, aus dem ich als Frau wieder erwachte.

Im Obergeschoß fanden sich zwei Schlafzimmer. Einer der Schränke darin war mit Frauenkleidern gefüllt, die mir leidlich passten. Mit ein paar kleinen Tricks raffte ich sie so, dass sie als meine eigenen Kleider durchgehen mochten. Dann blickte ich aus dem Fenster auf die verschneite Landschaft.

Wenn ich mich jetzt daran erinnere, erschauere ich noch immer so, dass mir übel wird. Das Dorf habe ich hinter mir gelassen, von einer Anhöhe blicke ich auf die malerischen Häuschen zurück. Ob ihre Bewohner die Überreste der letzten Nacht wohl schon entdeckt haben?

Im Moment führt eine deutliche Fußspur vom Forsthaus bis zu mir. Aber gerade beginnt es wieder zu schneien, bald werden meine Schritte unter neuen Flocken begraben sein. Eine sanfte Schneedecke wird sich über die Ereignisse legen, ruhig und friedlich.

Selbst wenn der Schnee ausbliebe, müsste ich mir keine Gedanken machen. Niemand verdächtigt eine Frau, wenn ein Werwolf gesucht wird. Und es stimmt auch, Frauen verwandeln sich viel seltener. Bei Männern scheint es geradezu mechanisch zu funktionieren, Nacht und Vollmond, mehr braucht es nicht, schon werden sie zum Tier.

Aber eine Frau muss in Stimmung sein, etwas muss ihren Verstand ausschalten, ihre animalischen Instinkte wecken, nur dann kommt es zur Verwandlung. Deshalb können weibliche Werwölfe lange Zeit unerkannt unter Menschen leben. Das größte Risiko für jemanden wie mich ist meine Familie. Es kann nicht mehr lange dauern, bis sie meinem Vater auf die Schliche kommen. Bis dahin will ich weit weg sein.

Auch das Dorf hier werde ich für alle Zeiten hinter mir lassen. Ich werde es nicht vermissen. Nur einmal würde ich gerne noch Mäuschen spielen: Wenn sie den Wirt fragen, wie ein Taschentuch mit seinem Monogramm neben die zerfetzte Leiche kommt. Sein dummes Gesicht muss Gold wert sein.

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lapismont
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Hallo Alvar,

auch von mir ein herzliches Willkommen, (auch wenn ich hier selbst noch ein Neuling bin). Insofern bin ich gerade selbst noch auf Entdeckungsreise auf dieser Plattform und dabei eben auch auf Deinen Text gestoßen.
Ich mag Geschichten mit bizarren Situationen, skurrilen Elementen etc., daher hat mir das Thema spontan gut gefallen und auch die Wendungen die Du dabei einbaust. Ich bin aber auch über ein paar Punkte gestolpert, die aus meiner Perspektive noch nicht ganz schlüssig sind, bzw. wo Du die Spannung noch ausbauen könntest:

Zunächst wäre da die Stimmung oder auch die seelische Verfassung der Protagonistin in der Anfangsszene. Die quasi objektive Beschreibung der Landschaft und des Schnees ist ein schöner Einstieg, dann aber kommen die subjektiven Empfindungen der Protagonistin hinzu und die sind für mich nicht ganz nachvollziehbar.

quote:
Zu sehr freue ich mich über die in Watte gepackte Welt, so still und friedlich, nur meine Schritte knirschen leise im Schnee. Von Schneeflocken bedeckte Äste glitzern in der Morgensonne, als wären sie aus Kristall. Ich muss einfach stehen bleiben, die Arme ausbreiten, all das umarmen, die Sonne, das Licht, die sanfte Schönheit des Winterzaubers.

Die Passage zeigt sie in einer freudigen, beschwingten Stimmung, die in der Situation - sie ist ja quasi auf der Flucht, hat Schlimmes erlebt, hat offenbar eine blutige Szenerie hinter sich gelassen - nicht wirklich passt. Erst der Anblick des toten Vogels holt die Erinnerungen zurück - doch diese sind ja gerade mal wenige Stunden bzw. Minuten her. Ein paar Absätze später lassen sie die Erinnerungen dann wiederum zusammenbrechen. Es geht also offenkundig, so weiß ich als Leser an diesem Punkt, um nichts, von dem man sich ohne Weiteres ablenken kann.

In der Situation würde ich mir jemanden vorstellen, der noch immer aufgewühlt ist, auch hektisch, die Welt quasi nur im Augenwinkel wahrnimmt, da er (bzw. sie) noch zu sehr mit den inneren Bildern und Gefühlen beschäftigt ist. Ggfs. würde jener seine Eindrücke der unbefleckten Landschaft mit einem gewissen Zynismus beschreiben - eben im Kontrast zu den eigenen Erfahrungen. Erst nachdem ein gewisser Sicherheitsabstand hergestellt ist, würde sie dann vllt. erstmals innehalten und sogar zusammenbrechen, angesichts des Flashbacks. Für mich als Leser würde das auch die Spannung und die Neugier für das, was passiert ist, noch steigern.

Verwirrt hat mich ferner beim ersten Lesen diese Passage:

quote:
Nur langsam beruhigt sich mein Puls wieder. Ängstlich blicke ich zurück zum Forsthaus, aber da ist nichts. Nur unberührte Natur im weißen Brautkleid. Mühsam nehme ich die Wanderung wieder auf.

Mein Vater, er ist der Urgrund dieser Pest. Vielleicht auch sein Vater oder dessen Vater, jedenfalls war es richtig, davon zu laufen.

Für mich hat die direkte Abfolge suggeriert, dass sie vor ihrem Vater aus dem Forsthaus flieht, bzw. dass das Forsthaus ihr Zuhause ist und sie von dort ins Dorf und weiter in die Stadt will. Das passte dann natürlich nicht mehr dazu, dass sie in der nächsten Szene schildert, wie sie am Abend zuvor schon einmal im Dorf war.

Vielleicht kannst Du den Gedanken an ihren Vater noch besser positionieren.

Hierzu:

quote:
Nein, sie können es nicht missverstehen, die Spuren sind überdeutlich. Da waren Kratzer in den Tapeten, wie sie nur von Krallen stammen können. Die Wunden erkannte man sofort als Bisswunden und vom herausgerissenen Fleisch troff der Geifer in langen Schlieren.


fiel mir ein, dass Du damit die Werwolf-Identität schon vorweg nimmst. Insofern war ihre Verwandlung am Ende für mich gar nicht mehr so überraschend. Um den Überraschungsmoment zu erhalten würde ich daher auf die allzu deutlichen Hinweise verzichten, nur dass eben ein ziemliches Blutbad entstanden ist, etc.

Dann kommt ja die Szene mit dem Fremden und ich muss gestehen, dass ich seine wahren Absichten doch sehr vorhersehbar fand in der unvermittelten Art, wie er sie sofort zu sich nach Hause einlädt. Dass sie - trotz der Argumentation des drohenden Kältetods - sich so schnell auf die Einladung einlässt (und auch als sie erfährt, dass er alleine lebt, ihn weiter begleitet) kam für mich zudem ziemlich naiv rüber. Für mich als Leser ist also hier bis zu einem gewissen Ausmaß schon klar, was passiert und das nimmt wieder Spannung raus.
Als Idee hatte ich folgende Konstellation: Sie könnte ja tatsächlich draußen zusammengebrochen sein, nachdem man sie im Wirtshaus abgewiesen hat. Der Fremde würde dann noch mehr in die Rolle des guten Samariters schlüpfen. Sie wiederum könnte sich dagegen auch kaum wehren, wirkt also ebenfalls glaubwürdiger. Im Forsthaus kippt dann natürlich irgendwann das Bild des vermeintlichen Retters und schafft ein neues Spannungsmoment.

Unabhängig von dem letztgenannten, fand ich auch an der Szene im Forsthaus, ab der er seine wahren Absichten zeigt, einiges seltsam, bzw. schwer nachzuvollziehen:

- Selbst, als er sie schon begrapscht und auch eindeutig klar macht, worauf es hinausläuft, ist sie noch auf die Suppe fixiert. Wie kann sie in diesem Moment überhaupt noch an Essen denken? Bzw. glaubt sie wirklich, dass sie mit diesem Mann noch ganz gemütlich an einem Tisch sitzen und Suppe löffeln wird?
Vielleicht hilft hier eine nähere Beschreibung ihrer inneren Vorgänge, um die Äußerungen zu erklären.

- In einem Moment setzt sie sich plötzlich doch zur Wehr, lässt sich dann aber von einer Ohrfeige wieder völlig lähmen. Warum? Genauso gut könnte sie ihm auch die heiße Suppe überkippen, in Panik versuchen zu fliehen etc. Und glaubt sie ernsthaft, dass er sie nach dem Blowjob in Ruhe lässt, so dass sie sich ganz freiwillig darauf einlässt? Auch hier wäre es hilfreich, ihre Gedanken, nachzuvollziehen.

- Auch die Vorgehensweise von dem Mann fand ich seltsam, vor allem, wenn er wirklich ein psychisch gestörter Serientäter ist. Als solches würde ich mir jemanden vorstellen, der ganz anders vorgeht und gut vorbereitet ist. Vllt. Fesseln oder sonstige Utensilien parat hält und vor allem nicht groß diskutiert. Er ist ihr (vermeintlich) körperlich überlegen - warum muss er sie dann erst 'überzeugen', erst mit der Suppe, dann dem Versprechen, sie in Ruhe zu lassen, dann mit dem 'Steak', ihm Folge zu leisten? Ich glaube, hier lässt sich diese Szene noch ausbauen und vor allem noch horrormäßiger gestalten, bevor es zum Rollentausch der beiden kommt.

- In zwei Beschreibungen, wo er sie begrapscht, hatte ich sie als recht wohlgenährte junge Frau vor Augen:
quote:
„Wir wollen ja nicht, dass du uns vom Fleisch fällst. Wo du doch so ein überaus verlockendes Fleisch dein Eigen nennst.“
quote:
bis er mit beiden Händen mein Gesäß packte, gierig nach den runden Backen griff...
Weiter oben hatte ich dafür eher den Eindruck, dass sie ausgezehrt ist, eben hungrig, und daher auch kaum der Kälte standhalten kann.
Hier könntest Du noch mal verdeutlichen, welche Statur sie tatsächlich besitzt.

Zum Schluss hast Du dann in den beiden vorletzten Absätzen noch einiges an Erklärungen zu weiblichen Werwölfen eingebaut, was dort ziemlich viel ist. Um die Stimmung am Ende zu halten, würde ich diese Informationen vorher schon einstreuen, nicht geballt, aber an Stellen, z. B. bei der Verwandlung, wo es gut passt.

So viel zu meinen Eindrücken und Einfällen, ich hoffe, es ist hilfreich für Dich. Ansonsten finde ich, hast Du einen flüssigen, gut lesbaren Erzählstil. Bin gespannt auf weitere Werke!

Viele Grüße

Cathryn









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Cause I am the traitor, the mind liberator
The faithful creator - of the ending you wait for

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