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Leselupe.de > Ungereimtes
Weiße Bö
Eingestellt am 20. 05. 2011 09:38


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lapismont
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Weiße Bö

Auf seinem Stoppelkopf
ist Wind nicht zu sehen

ihre Haare wuchsen nach
ein/zweimal
seine rasiert er kurz
bald wieder

was muss er erzählen
während seine Stoppeln zittern

glaubst du an die Seele,
dass sie mit dem Wind
weitertanzt
und wirbelt
ruhelos
diese kleine aufgeregte Freude
es müsste stürmen

was man sich alles wünscht
was andre dann befolgen
schafft euch
kein Heim für Asche

schwarzen Ästen
platzen die Knospen
Schalen fallen zur Erde
die Sonne weckt die Bäume
und bräunt die fahle Kopfhaut

eine kleine Bö
bittet ihn zum Walzer


Version vom 20. 05. 2011 09:38

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Heidrun D.
Guest
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Hallo Lap,
mit einer Interpretation bin ich mal gaaanz vorsichtig, weil es sich immerhin wieder um eine eurer Schreibaufgaben handeln könnte ...
Ab "was muss er erzählen" finde ich dein Gedicht perfekt.
Im ersten Teil wäre das Gestoppel m. E. besser durch ein Synonym ersetzbar. Auf "bald wieder" könntest du gut und gerne verzichten, könntest sogar den Text mit "was soll er erzählen" beginnen, wenn du statt der Stoppeln ein anderes Wort finden würdest ... bei Krebskranken (daran denke ich spontan) bilden sich ja zunächst solche kleinen Haarinseln nach. - Auf jeden Fall erklärst du mir einleitend zuviel.

Zum Ende hin wirst du von Vers zu Vers besser.
Herzliche Grüße
Heidrun

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lapismont
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Moin Heidrun,

der Text gehört zu keiner Schreibaufgabe.

Ich habe mir Deine Anmerkungen durch den Kopf gehen lassen.
Aber ich werde nicht soviel ändern. Zum einen, weil es schon eine sehr emotionale Sache war, den jetzigen Text aus all dem herauszuschneiden, was man sagen könnte.
Zum anderen ist gerade der Anfang in der Form für mich wichtig und fühlt sich auch richtig an.

Vielleicht ist es nicht so deutlich zu erkennen, aber der Stoppelkopf gehört keinem Kranken. Er trägt das Haar einfach sehr kurz. Um das deutlicher zu machen, hab ich mal ein Pronom eingebaut.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Ralf Langer
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hallo lapismont,
ich durchsteige deine weiße bö nicht wirklich.
ich weiß nicht recht "ihn" und "sie" in deinem stück
einzuordnen.
aber ich weiß das es sich tragisch-schön liest.

ich selbst konnte den gedanken von heidrun bezüglich einer
interpretation dieses stückes gut folgen. nun gut, dem scheint nach deiner antwort nicht so zu sein.

nichtdestotrotz erspüre ich vergänglichkeit,
meine da einen gram zu sehen, und auch eine gewisse freude
(schafft euch kein Heim für Asche)
(diese kleine aufgeregte Freude
es müsste stürmen)

ich weiß nicht warum die kurzen haare bei ihm wichtig sind.
ich spüre hier wenig.

sicherlich, da ist die andeutung ,und sie scheint wichtig, daß bei ihr die haare nur ein-zweimal wuchsen, und wenn ich das bild richtig deute, ist die ähnlichkeit hier, daß beide kurze haare haben. er freiwillig und sie ?


doch am ende ist"er" wohl allein.
denn nur die bö bittet zum walzer.

was ich im übrigen als starkes bild empfinde.

kurz noch zum titel: "weiße bö"

wenn ich eine korrekte erinerung habe ist das ein begriff aus
der segelschifffahrt und meint einen plötzlich auftretenden
wind-sturm der kurzfristig hohe wellen schlägt, und die kronen schäumen in weiß und schiffe versinken spurlos.

( das erinnert mich an einen film, den ich mal gesehen habe, glaube ich).

alles in allem:
hier ist trauer, und angst?

lg
ralf



__________________
RL

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Milko
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Hallo

- für mich bist du es mit....
- vergangenem -

und

weiße Bö

finde ich sehr gut, rein aufrichtig gewaltig rein gut
(nur nicht immerwährend)
mm
__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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