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Leselupe.de > Ungereimtes
Weiteres war nicht vorgesehen
Eingestellt am 28. 07. 2010 20:39


Autor
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Walther
Routinierter Autor
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Weiteres war nicht vorgesehen


Sch├Ân dass wir dar├╝ber redeten
Wir h├Ątten einfach schweigen k├Ânnen
Die Uhr versuchte w├╝rdevoller
Zu sein bei ihrem Stundenschlagen

Du gehst hast du gesagt die T├╝r
War im Aufhalten noch nicht ge├╝bt
Ich belie├č es dabei und dein Po
Wedelte so attraktiv wie immer

Kokettes Haarsch├╝tteln ist gut
F├╝r die R├╝ckenmuskulatur sagt
Dein Pilatestrainer mich schaudert
Die Aussicht auf Deine R├╝ckansicht

Man altert beim Leben bedauernd wenn
Das L├Ącheln festfriert auf Botoxlippen
Und die Nase sich verj├╝ngt genauso wie
Die letzte Gesichtshautspannung die

Wangen bis hinter die Ohren zieht die
Zum Schmucktragen und H├Ârensagen
Beste Dienste tun es war wirklich sch├Ân
Es beim Abwenden bewenden zu lassen

Weiteres war ja auch nicht vorgesehen

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 28. 07. 2010 20:39

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Karl Feldkamp
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Lieber Walther,
nicht schlecht dein One-Night-Stand-Gedicht. Oder waren es ein paar N├Ąchte mehr? Nur einige Kleinigkeiten st├Âren mich.
In der zweiten Zeile w├╝rde ich das das "Wir" streichen.
Die T├╝r kann nicht im Aufhalten ge├╝bt sein, wenn dann im Aufgehaltenwerden. Das kl├Ąnge aber nicht so gut.
Wie w├Ąre es mit "...die T├╝r/war das Aufhalten noch nicht gewohnt/ ... ?
Der Umbruch in der 3. Strophe ist ein wenig ungl├╝cklich:
Dein Pilatestrainer sagst du mich/Schaudert...
wie w├Ąre ... sagt du mir/ist deine R├╝ckansicht zuwider (das zweimalige Aus s i c h t und R├╝ckan s i c h t ist ja ohnehin nicht so gl├╝cklich)
Herzliche Gr├╝├če
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Walther
Routinierter Autor
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Lieber Karl,

danke f├╝r Deinen Eintrag.

In der Tat kann eine T├╝r im Aufhalten ge├╝bt sein, weil der Witz der Sache in der doppelten Bedeutung des Worts "Aufhalten" liegt. Zum Einen kann man eine T├╝r n├Ąmlich aufhalten, dann ist sie offen, und zum andern kann eine T├╝r aufhalten, und dann ist sie zu.

Ebenso beabsichtigt ist das doppelte "-sicht". Auch hier findet ein Spiel mit den Wortebenen statt. Mein Vers libre Texte sind etwas f├╝r Leser f├╝r die Liebe am Spiel mit W├Ârtern, Wortst├Ąmmen und -bedeutungen. Meine Anregung: Einfach einmal das Wort Aussicht in seinen Implikationen betrachten und dann das Wort Ansicht. Das verkn├╝pft mit dem zusammengef├╝gten Hauptwort R├╝ckansicht. Ich glaube, dann wird klar, warum aber auch jedes Wort genau so dastehen mu├č, wie es dasteht.

Mir ist sehr wohl bewu├čt, da├č diese Art von Text und Wortakrobatik nicht jedermanns Sache ist. Dieses Risiko gehe ich bewu├čt ein und nehme die daraus erwachsenden kritischen Kommentare als aus Lesersicht berechtigt mit der n├Âtigen Bescheidenheit zur Kenntnis.

LG W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Rhea_Gift
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Mir gef├Ąllts - bis auf den einen Umbruch, den auch ich anm├Ąkele - w├╝rde einfach durch Streichung korrigieren:

quote:
Kokettes Haarsch├╝tteln ist gut
F├╝r die R├╝ckenmuskulatur sagt
Dein Pilatestrainer sagst du mich schaudert
die Aussicht auf Deine R├╝ckansicht


??

Was meinste?

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Lieber Walther,
o.k. dass eine (verschlossene oder noch zu ├Âffnende T├╝r) aufhalten kann, habe ich nicht bedacht. Ob eine T├╝r aber ge├╝bt sein kann...? ├ťben setzt doch einen gewissen eigenen Willen voraus...?
Beim lauten Lesen stolpere ich in jedem Fall weiterhin ├╝ber die zweimalige -sicht.
Besondere Wortspiele (mit Wortwitz) - das mag durchaus an meinem Unverm├Âgen iegen - kann ich in deinem Gedicht nicht entdecken.
Herzliche Gr├╝├če
Karl


__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
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Lb. Karl,

schade, da├č Du keine Wortspiele erkannt hast. Dann habe ich nicht Deinen Humor und Deine Ironie getroffen.

Nat├╝rlich kann eine T├╝r nicht "├╝ben", aber figurativ k├Ânnen T├╝ren das dann, wenn man hier das LyrIch und sein Verhalten den T├╝ren gegen├╝ber als Metapher akzeptiert. Dass Gegenst├Ąndliches vermenschlicht wird, ist ein durchaus bekanntes und probates sprachliches Stilmittel. Da├č Dich diese Art von Wortspiel nicht erreicht, ist zwar schade, aber eben nicht zu ├Ąndern.

An der doppelten "-sicht" sollte sich der geneigte Leser ebenso aufhalten wie an der ├╝benden T├╝r. So gesehen haben meine Kunstgriffe funktioniert - nur nicht mit dem erhofften Ergebnis.

Danke und Gru├č W.

Lb. Rhea_Gift,

Deinen Vorschlag habe ich umgesetzt. Diese Wendung kann in der Tat gestrichen werden, ohne da├č dem Text viel verkloren geht.

Danke f├╝r Deinen Vorschlag.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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quote:
es war wirklich sch├Ân
Es beim Abwenden bewenden zu lassen

Klasse, lieber Walther, das bringt es auf den Punkt.

lG

Herbert
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