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Leselupe.de > Kurzprosa
Weiterleben? Weiterleben!
Eingestellt am 09. 06. 2005 08:53


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Gabriele
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Sonja:

Verdammt, wer muss denn da drau├čen schon in aller Fr├╝he so laut quatschen? Heute ist doch Sonntag!
Mensch, ist das hei├č hier unter der Bettdecke! Und schwer ist die... St├Âhnend sch├╝ttle ich sie ab. Aber obwohl ich nun nackt auf meinem Bett liege, ist mir noch immer hei├č. Oh, mein Kopf! Kann ich denn nicht noch einmal einschlafen...
W├Ąhrend ich mich auf die andere Seite w├Ąlze, f├Ąllt mein Blick auf den Wecker. Was ÔÇô schon halb elf? Mist, ich muss doch heute um zw├Âlf bei Irene sein! Kindergeburtstag mit gro├čem Familientreffen, Sonntagsbraten, Torte und allem Drum und Dran. Wie ich das hasse! Neffe Benjamin ist ja s├╝├č. Drei wird er nun schon... Wie ich Irene kenne, wird er auch bald ein Geschwisterchen bekommen.
Irene: wunderbare Mutter ÔÇô unersetzlich als rechte Hand in der Anwaltskanzlei ihres Mannes ÔÇô ungeheuer sportlich und gebildet - sicher auch im Bett eine Wucht....
Ach, was denke ich da schon wieder? Ich hab meine Schwester doch lieb! Fr├╝her hat sie mich immer besch├╝tzt, wenn die gro├čen Jungs auf uns losgingen, mich verteidigt, wenn Mutter wieder mal wegen meiner schlechten Noten schimpfte. ÔÇ×Nimm dir doch ein Beispiel an deiner Schwester!ÔÇť hie├č es immer.
Wollte ich ja! Aber in der Schule war ich eben zu doof. Mein erster Job war super, aber die Firma ging pleite. Und dann hatte ich jobm├Ą├čig nur noch Pech. Klar, einmal war ich selbst schuld daran, dass ich meinen Job verlor! Musste ich mich denn ausgerechnet in Jochen, unseren Abteilungsleiter, verknallen? Mit seinen zweideutigen Bemerkungen brachte er mich so aus dem Konzept, dass ich nur noch Mist baute.
M├Ąnner haben mir ohnehin immer nur Ungl├╝ck gebracht. Wenn ich nur an Rolf denke! Wie hingerissen er anfangs von mir war, von meiner Offenheit, meiner F├Ąhigkeit mich hinzugeben... und dann hie├č es pl├Âtzlich nur noch, ich sei klebrig und einengend.
Oder Walter: Sein Ruhepol sei ich, nur bei mir k├Ânne er sich von seinem anstrengenden Job erholen ÔÇô bis ich erfuhr, dass er l├Ąngst eine andere, wohl aufregendere Freundin hatte...
Verflixt, ich muss aufstehen und etwas gegen diese verdammten Kopfschmerzen schlucken! Musste ich denn gestern unbedingt die ganze Flasche Merlot trinken?
Ja, musste ich. Na und? Wen geht das etwas an? Ich bin f├╝r niemanden verantwortlich als f├╝r mich selbst!
Im ├ťbrigen glaube ich, heute ist es soweit. Heute habe ich endlich den Mut, das zu tun, woran ich schon seit Monaten, nein Jahren denke:
Ich werde nicht mit der U-Bahn zu Irene fahren, sondern mit dem 35er zur Gro├čfeldsiedlung. Bei einem der sechzehn- oder siebzehnst├Âckigen H├Ąuser werde ich anl├Ąuten - irgendjemand wird mich schon ins Haus lassen. Mit dem Lift ins oberste Stockwerk hochfahren, das Gangfenster ├Âffnen, aufs Fensterbrett klettern und...
Schnell muss es gehen, damit mich niemand mehr aufhalten kann! Hundertmal habe ich es mir schon ├╝berlegt, zweimal war ich sogar schon in einem der H├Ąuser oben, habe aus dem Fenster geschaut und dar├╝ber nachgedacht, ob die H├Âhe wohl ausreichen w├╝rde. Wenn ich mir bei dem Sturz nun nur eine Querschnittl├Ąhmung zuzog? Aber es waren doch mindestens 35 Meter, und direkt vor dem Haus war keine Wiese, nur Asphalt.
Ja, es wird gen├╝gen, und es muss heute geschehen! Ich habe es endg├╝ltig satt, Tag f├╝r Tag zu funktionieren, habe es satt, die Leere in meinem Leben mit Arbeit, Alkohol und Heavy-Metal zu f├╝llen, habe es satt, bei jeder Begegnung mit anderen Menschen diese unsichtbare Mauer zu sp├╝ren, die mich von ihnen trennt.
Satt, satt, satt!
Der Ekel, der w├Ąhrend dieser Gedanken in mir hochgestiegen ist, der Zorn auf diese Frau, die hier kraftlos und verkatert im Bett in einer gesichtslosen Zweizimmerwohnung liegt, gibt mir endlich die Energie, die ich brauche, um aufzustehen und mich anzuziehen.


Irene:

So, die Torte ist fertig! Sieht lecker aus. W├Ąre das sch├Ân, jetzt eine halbe Stunde auf der Terrasse zu sitzen oder ein wenig mit Benni zu spielen!
Aber G├╝nter und er brauchen mich ohnehin nicht. Was die beiden im Kinderzimmer wohl wieder anstellen? G├╝nter ist ein wundervoller Vater... und doch wird Benni wohl unser einziges Kind bleiben. Wie ansteckend sein Lachen klingt! Beinahe muss ich mitlachen.
Dabei ist mir ganz und gar nicht zum Lachen zumute. Schrecklich m├╝de bin ich, und da ist auch wieder dieser stechende Schmerz.
Ich muss mich mit dem Huhn beeilen, sonst gibtÔÇÖs vor eins sicher kein Mittagessen.
Manchmal w├Ąre es mir ja lieber, G├╝nter w├╝rde etwas weniger mit seinem Sohn spielen und stattdessen mir im Haushalt helfen! Er muss es ohnehin lernen, f├╝r den Fall, dass ich...
Quatsch, der Tumor ist doch fr├╝h entdeckt worden, ich werde bald operiert, wahrscheinlich brauche ich danach noch Therapien, aber dann wird wieder alles gut werden. Solange ich au├čer Gefecht bin, wird Mutter zu Hause f├╝r mich einspringen. Gut, dass sie endlich in Rente ist! Und in G├╝nters Kanzlei wirdÔÇÖs wohl auch mal ein paar Wochen ohne mich gehen!
Aber heute muss ich es ihnen endlich sagen! In drei Wochen ist schon der OP-Termin. Klar ist so ein Kindergeburtstag nicht der g├╝nstigste Tag f├╝r solche Hiobsbotschaften! Doch heute sind wenigstens mal alle da. Mutter und Vater, G├╝nters Eltern und sogar Sonja. Endlich sehe ich auch meine Schwester mal wieder! Da wohnen wir in derselben Stadt und treffen uns doch nur alle paar Monate. Am Telefon ist sie immer so einsilbig, dass ich meistens bald wieder auflege. Ich wei├č, dass sie einsam und unzufrieden ist, aber wie soll ich ihr helfen? Oft habe ich beinahe ein schlechtes Gewissen, weil ich soviel mehr Gl├╝ck habe als sie.
Gl├╝ck hatte! Wer wei├č...
Ich werde es ihnen erst sagen, wenn Benni im Bett ist. Benni wird zwar auch erfahren m├╝ssen, dass ich krank bin und operiert werden muss, aber dass es so etwas Ernstes ist, braucht er nicht zu wissen.
Hoffentlich bleiben am Abend alle lang genug hier! Na ja, zuerst Mittagessen, dann ein Spaziergang in den Park hin├╝ber, hinterher Kaffee und Torte und dann die Geschenke f├╝r das Geburtstagskind. Danach wird Benni vielleicht mit seinen Freunden noch auf den Spielplatz gehen, und die M├Ąnner werden sich wohl im Fernsehen das Autorennen ansehen, w├Ąhrend die beiden Omas Kochrezepte austauschen oder so.
Eigentlich sind mir diese vorhersehbaren biederen Familienfeiern in letzter Zeit schon gewaltig auf den Keks gegangen! Aber seit der Diagnose ist pl├Âtzlich alles anders...
Also: Sobald Benni im Bett ist, machen wir eine Flasche Wein auf und ich sage es ihnen, ganz emotionslos und sachlich. Ob ich das schaffe? Wie auch immer, heute m├╝ssen sie es erfahren!
Verdammt, es wird schon elf ÔÇô das Huhn!


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Bluomo
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Hallo Gabriele,

da fange ich doch mit dem ersten Teil des ersten Text an, bevor ich vielleicht zum zweiten Text komme. Meine Meinung und nur meine Meinung.

Insgesamt ist der Aufbau des Textes nicht stimmig. Bevor du die Prot. vorgestellt hast, beginnst du schon mit weiteren Textteilen. Dabei fehlen mir Bilder zum Hintergrund und zur Figur, ich habe keine Ahnung wer der Prot. ist und kann somit keine Beziehung zu ihr aufbauen.
Dann berichtest du im Zeitungsstil ├╝ber die Vergangenheit der Prot., aber mich interessiert die Vergangenheit nur, wenn ich die Gegenward kenne.

Das ist besonders Schade, weil du dir offensichtlich sehr viele Gedanken ├╝ber die Figuren und Figurenkonstellation gemacht hast. Auch habe ich immer wieder das Gef├╝hl, da├č du mir eine interessante Geschichte erz├Ąhlen willst, und stilistisch sind die Textteile in Ordnung.
Es fehlt nur eine Systematisierung der Handlung nach Szenen und wesentlich mehr show, und weniger tell.

Aber nun in den Text selber und etwas genauer.

quote:
Verdammt, wer muss denn da drau├čen schon in aller Fr├╝he so laut quatschen? Oh, mein Kopf! Lasst mich doch schlafen...

Hier am Anfang wird das Problem dieses Textes sehr deutlich. Du schreibst nicht in Szenen, sondern du beginnst an einem Ausgangspunkt, an den, wie hier, nicht zur├╝ckkehrst. Somit k├Ânntest du dir diesen Absatz sparen, weil er keine Funktion in deinem Text hat. Denn was nur nebens├Ąchlich erw├Ąhnt wird, es keinen weiteren Bezug hat, kann gestrichen werden.
Aber du hast mit gutem Grund hier den Hintergrund eingef├╝hrt, wo die Gedanken der Prot. beginnen. Denn Romane brauchen einen Raum, in dem die Vorstellung des Lesers und der Romaninhalt stattfinden. Das vernachl├Ąssigst du zumindest im ersten Teil dieser Prot. v├Âllig.

quote:
Was ÔÇô schon halb elf? Mist, ich muss doch heute um zw├Âlf bei Irene sein! Kindergeburtstag mit gro├čem Familientreffen, Sonntagsbraten, Torte und allem Drum und Dran. Wie ich das hasse! Neffe Benjamin ist ja s├╝├č. Drei wird er nun schon... Wie ich Irene kenne, wird er auch bald ein Geschwisterchen bekommen.

Aus dem konkreten Ort gehst du weg, in die Tagesplanung. Aber das interessiert im Moment noch niemand. Der Prot. ist dem Leser nicht bekannt, und er kann die genannten Figuren nicht einordnen. Und bevor du das hinbekommst, ist es nicht so wichtig.

quote:
Irene: wunderbare Mutter ÔÇô unersetzlich als rechte Hand in der Anwaltskanzlei ihres Mannes ÔÇô ungeheuer sportlich und gebildet - sicher auch im Bett eine Wucht....

Allein durch das Irene: wirkt dieser Teil wie die Zusammenfassung einer Figurenbeschreibung f├╝r ein Expos├ęe. Weil du nichts zeigst, sondern alles nur kurz nennst, ohne es zu begr├╝nden.

quote:
Ach, was denke ich da schon wieder? Ich hab meine Schwester doch lieb! Fr├╝her hat sie mich immer besch├╝tzt, wenn die gro├čen Jungs auf uns losgingen, mich verteidigt, wenn Mutter wieder mal wegen meiner schlechten Noten schimpfte. ÔÇ×Nimm dir doch ein Beispiel an deiner Schwester!ÔÇť hie├č es immer.

Hier f├╝nf Zeilen R├╝ckblende, weil du nun die Figur Irene n├Ąher untersuchst. Aber du machst die R├╝ckblende nicht an einer konkreten Situation fest, was viel st├Ąrker wirkt, sondern bleibst sehr allgemein, auch die R├╝ckblende hat keinen Hintergrund, keine Gesichter.

quote:
Wollte ich ja! Aber in der Schule war ich eben zu doof. Mein erster Job war super, aber die Firma ging pleite. Und dann hatte ich jobm├Ą├čig nur noch Pech. Klar, einmal war ich selbst schuld daran, dass ich meinen Job verlor! Musste ich mich denn ausgerechnet in Jochen, unseren Abteilungsleiter, verknallen? Mit seinen zweideutigen Bemerkungen brachte er mich so aus dem Konzept, dass ich nur noch Mist baute.
M├Ąnner haben mir ohnehin immer nur Ungl├╝ck gebracht. Wenn ich nur an Rolf denke! Wie hingerissen er anfangs von mir war, von meiner Offenheit, meiner F├Ąhigkeit mich hinzugeben... und dann hie├č es pl├Âtzlich nur noch, ich sei klebrig und einengend.
Oder Walter: Sein Ruhepol sei ich, nur bei mir k├Ânne er sich von seinem anstrengenden Job erholen ÔÇô bis ich erfuhr, dass er l├Ąngst eine andere, wohl aufregendere Freundin hatte...

Hier gehst du in den Gedanken nach einem Gedankensprung von Irene zur Prot. dann ihren Lebensweg in ihren Gedanken durch. Aber auch hier komme ich als Leser nur teilweise mit, weil es wieder eine Zusammenfassung ist, wie ein Lebenslauf. Und ich keine der Beteiligten Personen kenne, incl. der Prot.
Die erste Aufgabe in einem Roman ist es Sympathie f├╝r eine Figur zu entwickeln, und das bedeutet, ich muss sie in ihrem Umfeld kennenlernen. Erst wenn ich eine Figur mag, kann ich mitempfinden. Und dann interessiere ich mich f├╝r ihre Vergangenheit, Gegenward und Zukunft.

quote:
Verflixt, ich muss aufstehen und etwas gegen diese verdammten Kopfschmerzen schlucken! Musste ich denn gestern unbedingt die ganze Flasche Merlot trinken?
Ja, musste ich. Na und? Wen geht das etwas an? Ich bin f├╝r niemanden verantwortlich als f├╝r mich selbst!
Im ├ťbrigen glaube ich, heute ist es soweit. Heute habe ich endlich den Mut es zu tun.
Ich werde nicht mit der U-Bahn zu Irene fahren, sondern mit dem 35er zur Gro├čfeldsiedlung. Bei einem der sechzehn- oder siebzehnst├Âckigen H├Ąuser werde ich anl├Ąuten - irgendjemand wird mich schon ins Haus lassen. Mit dem Lift ins oberste Stockwerk hochfahren, das Gangfenster ├Âffnen, aufs Fensterbrett klettern und...
Schnell muss es gehen, damit mich niemand mehr aufhalten kann! Hundertmal habe ich es mir schon ├╝berlegt, zweimal war ich sogar schon in einem der H├Ąuser oben, habe aus dem Fenster geschaut und dar├╝ber nachgedacht, ob die H├Âhe wohl ausreichen w├╝rde. Wenn ich mir bei dem Sturz nun nur eine Querschnittl├Ąhmung zuzog? Aber es waren doch mindestens 35 Meter, und direkt vor dem Haus war keine Wiese, nur Asphalt.
Ja, es wird gen├╝gen, und es muss heute geschehen!

Das Problem setzt sich hier fort: Ich kenne die Figur nicht, und sie will Selbstmord begehen- das erweckt bei mir keine Neugier, weil ich die Person nicht kenne, keine Gef├╝hle f├╝r sie entwickelt habe. Und die Stelle "Ich werde... aufs Fensterbrett klettern" ist viel besser als der Rest, weil du mir hier einen Hintergrund f├╝r die Situation lieferst.
Zudem ist die Ank├╝ndigung: "es mus heute geschehen" eigentlich eine Ank├╝ndigung, die Neugier erwecken will, aber hier gilt das gleiche, wie auch f├╝r den Rest.

Und da du keine Gef├╝hle der Prot. f├╝r ihren Selbstmord mitgibst, bleibt sie gef├╝hllos, und ich habe immer noch keinen Grund mich f├╝r die Figur zu interessieren, ich habe keinen Grund/ Hinweis auf einen Grund f├╝r den von ihr geplanten Selbstmord, und kann mich nicht mit der Figur identifizieren.

Mein Vorschlag:
Der gesamte Textteil wirkt nicht durchgeplant. Anscheinend geht es in deinem Text um zwei Schwestern und ihr Leben. Ich w├╝rde dir vorschlagen im ersten Kapitel mit Aktion zu beginnen, an dem beide Schwestern beteiligt sind.

Bsp.: Szene mit beiden- in der Schule. Die j├╝ngere Schwester steht auf dem Basketballfeld, die ├Ąltere ist bei den Rauchern.
Anfang: Eine Mitsch├╝lerin macht die j├╝ngere Schwester an, greift sie an. Sie versucht sich zu wehren, aber zwei andere kommen ihrer Gegnerin zur Hilfe. Sie wird gepr├╝gelt, bis die ├Ąltere Schwester eingreift. Danach Gespr├Ąch der beiden.
Wichtige Infos: Die j├╝ngere Schwester will Hilfe, aber am liebsten nicht von der Schwester.Das Verh├Ąltnis ist angespannt, weil die j├╝ngere Schwester Druck macht. Die ├Ąltere Schwester versucht ihr zu helfen, aber das ist in dieser Situation schwierig und kommt nicht als Hilfe, sondern als Bevormundung an. Die ├Ąltere Schwester f├╝hlt sich ungerecht behandelt.

Danach Blende, erstes Kapitel:
Einleitung, da├č Zeit vergangen ist, ├╝ber Vergleich Aussehen der j├╝ngeren Schwester zu heute. Vier S├Ątze zur ihrer Wohnungssituation, Verweis auf den Alkohol einflechten.
Danach Beginn des Hauptteils:
Die N├Âte der j├╝ngeren Schwester andeuten, die anhand der Wohnung assoziert werden sollten. Also bei Geldprobleme- Rechnungen, Inhalt der Wohnung, leerer K├╝hlschrank.
Bei Einsamkeit- vielleicht Bilder der Exfreunde, aber sie hat nur eine Zahnb├╝rste im Bad. Und die Wohnung ist ganz klar auf sie zugeschnitten, kein Raum f├╝r jemand weiteren.
....
Und dann muss mindestens ein Hinweis kommen, warum sie sterben will. Die Familienfeier und die Angst davor, Abends alleine zu Hause zu sitzen. Oder wurde sie verlassen. Hat sie Schulden. Ist sie krank?
Du musst es nicht ausschreiben, aber dem Leser andeuten, was sie f├╝r Probleme hat.

Gruss

Bluomo

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Gabriele
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Hallo Bluomo,

danke f├╝r Deine intensive Auseinandersetzung mit meinem Text.
Mit manchen Kritikpunkten hast Du sicher recht. Allerdings m├Âchte ich Deinen Vorschlag, die Prot. Sonja besser "vorzustellen" nur ansatzweise in die Tat umsetzen, denn ich m├Âchte dem/der Leser/in Raum geben, sich selbst Gedanken dar├╝ber zu machen, wie diese lebt, warum sie verzweifelt ist und sterben m├Âchte usw. Glaubst Du wiklich, dass man schon ganz am Anfang soviel ├╝ber sie wissen muss? Nimmt das dem Leser nicht eher die Neugierde? Im Laufe der Geschichte werden Sonja und Details ├╝ber ihr Leben sicher noch ausreichend dargestellt.

Dann schreibst du:
"Es fehlt nur eine Systematisierung der Handlung nach Szenen und wesentlich mehr show, und weniger tell."
und:
"Die erste Aufgabe in einem Roman ist es Sympathie f├╝r eine Figur zu entwickeln, und das bedeutet, ich muss sie in ihrem Umfeld kennenlernen. Erst wenn ich eine Figur mag, kann ich mitempfinden. Und dann interessiere ich mich f├╝r ihre Vergangenheit, Gegenward und Zukunft."
Diese Kritikpunkte m├Âgen berechtigt sein; ich werde das Ganze dahingehend noch einmal unter die Lupe nehmen. Gerade der Anfang ist u.U. ├╝berarbeitungsbed├╝rfitg; den grunds├Ątzlichen Ablauf der Handlung m├Âchte ich aber nicht soweit wie von Dir vorgeschlagen ab├Ąndern.

Liebe Gr├╝├če - und nochmals danke!
Gabriele

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Gabriele
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Hallo Bluomo und Co!

Ich habe jetzt einige Ver├Ąnderungen vorgenommen - vor allem im "Sonja"-Teil, der nun noch etwas mehr ├╝ber die Prot. und ihre Lebensumst├Ąnde verr├Ąt.
Gru├č
Gabriele


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