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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Welch ein Held...
Eingestellt am 03. 01. 2010 20:09


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Anton Bretterschlegel
One-Hit-Wonder-Autor
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Naja, das hier dient eigentlich nur als Anschauungsmaterial dafür, weshalb ich es - sollte ich nicht Abhilfe finden aus dem starren Muster auszubrechen - langsam verabscheue Reime zu verwenden... Wobei auch der Inhalt hier stellenweise mit ein paar Durchhängern zu kämpfen hat.

Welch ein Held...

Von Geburt an war er Sklave
zählte zu des Kaisers Leib
und für ihn sollt´ er auch sterben
zum Spasse - und zum Zeitvertreib.

Darum lehrten sie ihn kämpfen,
durch Tritte und durch Peitschenhiebe;
Dass Schwert und Fluch den sie ihm gaben
ihm bis zum Tod in Händen bliebe.

Und wie willig das er lernte -
mit jeder Qual ein Schritt nach vorn
denn gut verborgen vor den Schergen
hielt sein Herz den heissen Zorn...

Er wĂĽrde nicht im Beifall sterben,
unter Gröhlen und Applaus,
Und wen er sich zum Feind erklärte
sucht sich fĂĽr ihn kein Kaiser aus.

Es wird durch sich sein Ende finden,
dies dunkle Spiel das sie getrieben
und mit dem Tage seiner Freiheit
wird manches Schicksal neu geschrieben.

So Stark und innig war die Sehnsucht
dass sie wie Licht durch Ritzen drang
und in des Kerkers kalten Schwärze
schien sie wie der Hoffnung Klang.

Und sie rief mit ihm zum Kampfe;
Gegen Rom - fĂĽnf dutzend Mann,
so gingen sie um das zu ändern
was man nicht verändern kann.

Er hatte einen Traum entzĂĽndet,
als ihre Hoffnung, als ihr Licht;
Wenn er nicht wollte das sie folgten -
Auch verhindert hat er´s nicht.

Sie war´n vom Feuer angetrieben
vom Zorn und Wut so langer Zeit
er war ihr Retter, ihr Erlöser
hatte er sie nicht befreit..?

Doch wenn auch manche Gegner wichen,
sein Herz lies ihn den Kummer spĂĽren
er konnte kämpfen, konnte töten
doch wohin nur sollt´ er führen.

In all den Nächten kalter Tränen
träumte er von Rast und Glück,
von Freiheit, Heimat und von Frieden,
doch wie nur fĂĽhrt der Weg zurĂĽck...

Wie kann er das wiederfinden
was verbrannt von Zorn und Pein
was nun fort war - und vergangen,
wie haucht man Asche Leben ein.

Ohne Zukunft, ohne Ziele..!
Er wusste es, er bringt sie um,
in all den Augen voller Hoffnung;
In ihrem Blick ertrank er stumm.

So verlor er Mut und Leben
in den Stunden grösster Not
und mit ihm ging all ihr Wille,
er zerbrach mit seinem Tod.

Und wessen Herz erloschen ist
dessen Schwert, das trifft so schlecht,
das sie an ihre Freiheit glaubten -
Man hat´s mit ihrem Blut gerächt.

Und wer noch ĂĽbrig war am Ende,
den lies man an Kreuze schlagen,
denn niemand trotzt des Kaisers Fängen
und keiner soll es je noch wagen.

So zerfiel ein Traum zu Asche
und von der Hoffnung heisser Glut
ist zuletzt nicht mehr geblieben
als Verzweiflung, Leid und Blut.

FĂĽr die Sehnsucht eines Mannes
bezahlten sie den Preis am Schluss
und die Frage bleibt am Ende...
Welch ein Held war Spartakus..?



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Sta.tor
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Hallo Anton,

ich habe mal versucht, ohne den Inhalt wesentlich zu verändern, die äußere Form etwas aufzuwerten. Ich hoffe Dir damit den Spaß am reimen und der Versform erhalten zu können.

Viele GrĂĽĂźe
Sta.tor


quote:
Von Geburt an war er Sklave,
zählte zu des Kaisers Leib
und für ihn sollt´ er auch sterben,
nur zu SpaĂź und Zeitvertreib.

Darum lehrten sie ihn kämpfen,
quälten ihn durch Peitschenhiebe;
Dass das Schwert, das sie ihm gaben
stets in seinen Händen bliebe.

Und wie willig er das lernte -
jede Qual ein Schritt nach vorn,
denn verborgen vor den Schergen,
hielt sein Herz den heiĂźen Zorn...

Er würd’ nicht im Beifall sterben,
unter Grölen und Applaus,
Und wen er zum Feind erklärte,
sucht fĂĽr ihn kein Kaiser aus.

Denn es wird sein Ende finden,
dieses Spiel, das sie getrieben
und am Tage seiner Freiheit,
wird manch Schicksal neu geschrieben.

Stark und innig war die Sehnsucht,
dass sie selbst durch Ritzen drang.
In des Kerkers kalter Schwärze
schien sie wie der Hoffnung Klang.

Und sie rief mit ihm zum Kampfe
gegen Rom - fĂĽnf Dutzend Mann!
Gingen los um das zu ändern,
was man nicht verändern kann.

Denn ein Traum ward angezĂĽndet,
als die Hoffnung, als ihr Licht;
Viele standen ihm zur Seite
und verhindert hat er´s nicht.

KĂĽhn, vom Feuer angetrieben,
Zorn und Wut so langer Zeit,
zogen sie, dafür zu kämpfen,
bis der Letzte wär’ befreit.

Wenn auch manche Gegner wichen,
lieĂź sein Herz ihn Kummer spĂĽren.
Trotz der Kämpfe der Gefährten
könnte er sie doch nicht führen.

In den Nächten kalter Tränen
träumte er von Rast und Glück,
von der Freiheit, Heimat, Frieden,
doch wie fĂĽhrt der Weg zurĂĽck...

Wie kann er das wiederfinden
was verbrannt von Zorn und Pein,
was nun fort war – fragt sich, wie nur
haucht man Asche Leben ein.

Ohne Zukunft, ohne Ziele
wusste er, er bringt sie um.
All die Augen voller Hoffnung,
ihrem Blick erlag er stumm.

So verlor er Mut und Leben
in den Stunden größter Not.
Mit ihm ging ihr Kampfeswille
und zerbrach mit seinem Tod.

Wessen Herz nicht mehr am Schlagen
dessen Schwert, das trifft so schlecht,
dass sie an die Freiheit glaubten -
wurd’ mit ihrem Blut gerächt.

Wer noch ĂĽbrig war am Ende,
wurde an das Kreuz geschlagen.
Niemand trotzt des Kaisers Fängen -
keiner soll’s je wieder wagen.

So zerfiel ein Traum zu Asche
und von Hoffnung heiĂźer Glut,
ist zuletzt nicht mehr geblieben,
als Verzweiflung, Leid und Blut.

FĂĽr die Sehnsucht eines Mannes
zahlten sie den Preis am Schluss.
Und die Frage bleibt am Ende:
Welch ein Held war Spartakus?


__________________
schlimmer geht immer

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