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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Welch ein Tag Gospodin!
Eingestellt am 12. 04. 2002 14:17


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pit staub
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2002

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Aus Serbische Geschichten

Welch ein Tag Gospodin!

Teil 1 Die Ăśberraschung


Der Eilbus, den man auch Balkanexpress nennt, und der zweimal die Woche Zürich –Belgrad - Nice bedient, donnert mit hoher Geschwindigkeit durch die Nacht. Er ist gut belegt. Es ist kühl, eine diesig - neblige Spätherbstnacht, mit einer miserablen Sicht. Obwohl der Fahrer äusserst konzentriert wirkt, scheint er guter Dinge zu sein. Er summt mit, ja er betet es nahezu, das schwermütige serbische Volkslied, welches sanft melancholisch durch das grünlich abgedunkelte Wageninnere zu schweben vermag.

Rade heisst er, der Fahrer, der Serbe Rade, wie schon zuvor sein Vater, sein Grossvater, und manchmal denkt er, es wäre schön, auch endlich einen Sohn zu haben. Doch die Frauen die er kennt, wollen ihren Mann des Nachts zu Hause haben. Die sehnen sich nach Zärtlichkeit und Geborgenheit, auch wollen die dann, ab und an, ihre Wohllust ausleben, zumindest ein paar Jährchen. Bei diesem Gedanken beginnt er zu schmunzeln. Na ja, denkt er, für schöne Stunden habe ich Vesna, meine mollig-knackige Freundin. Die ist sanft – fordernd, aber auch willig, manchmal fast gierig. So ist mir das gerade recht. Da gibt es kein Wenn und Aber. Dass sie neben im noch zwei oder drei andere Lover hat stört ihn nicht. Hauptsache keine Verpflichtungen und, dass sie’s immer mit Gummi treibt. Auch gibt sie ihm daumendick belegte Rauchwurstbrote mit auf seine langen Reisen. Ein gutes Mädchen seine Vesna.
So also ist er nicht unzufrieden mit seinem Leben, zumal er in gut zwei Stunden abgelöst wird.
Dann wird man die Ungarische Grenze erreicht haben. Die phosphoreszierende Borduhr zeigt ihm die Zeit, 02 Uhr 33.Der Nebel hat sich etwas gelichtet, die Sicht jetzt nahezu normal. Er zündet sich eine Zigarette an, und erhöht nochmals ein wenig die Geschwindigkeit. Er ist in seinem Element, er fühlt sich glücklich, als Profi, als Kapitän der Autobahn.
Krze, der zweite Fahrer zwängt sich plötzlich, noch längst nicht erwartet, mühsam aus der Schlafkabine, die direkt über den rechten Vorderrädern liegt. Er ist ein stattlicher Mann mit einem Vorzeigebauch. Ein leichter Knoblauchgeruch entströmt seinem weit aufgerissenen Mund. Der Gute gähnt herzhaft, und lässt einen knarrenden Wind sausen. “ Du abartiges Schwein“ empfängt ihn unser guter Rade. “ Verpestest mir die Luft im Cockpit. Wir sind hier nicht bei dir zu Hause, falls du so etwas überhaupt hast.“ Der so Gerügte, grinst verschmitzt und mit heiserer, noch schlaftrunkener Stimme, meint er trocken:“ Kannst dich dafür etwas früher hinlegen, oder dich mal unter den Passagieren etwas umsehen. Hab da zwei flotte Häschen ausgemacht. Die Eine scheint mir ein strammer Feger zu sein. Da habe ich Brüste ausmachen können, die deine schmutzige Fantasie bestimmt anregen könnte. Na ja geh schon, scheisse dir nicht in die Hose, versuche dein Glück! Ich übernehme.“
Das wiederum lässt sich Rade nicht zweimal sagen. Ein listig - vorfreudiges Lächeln huscht über sein Gesicht ,er drosselt das Tempo, fährt rechts ran auf den Pannenstreifen und stoppt den Bus.
Beide wechseln ihre Tachoscheiben, der Nachtexpress nimmt wieder Fahrt auf, wird schneller und rast jetzt ebenso donnernd durch die Nacht wie zuvor.
Rade schnuppert kurz an sich, streicht die Haare zurückt und schmiert sich ein parfümiertes Wässerchen ins Gesicht. Er lächelt süffisant. „ Na dann“, denkt er,“ auf in den Kampf!“
Die meisten der Passagiere schlafen, dösen zumindest. Leises Schnarchen hier, ein Hüsteln dort, jemand beschäftigt sich mit einer Knistertüte Chips. Eine völlig normale Nachtfahrt in seinem heissgeliebten Balkan-Express. Nichts Ungewöhnliches, und doch wird er auf einmal unruhig. Irgend etwas wird auf ihn zukommen er spürt das, aber zum Teufel was? Welch ein Süppchen ist da wieder am köcherln. Seine Nasenflügel vibrieren leicht, während er sich katzenartig durch den Mittelgang nach Achtern schleicht.

Eine warme Hand berührt ganz sanft die seine. “He Fahrer setze dich doch einwenig zu mir. Bist sicher müde. Nimm doch ein Schlückchen Calvados aus meinem Flachmännchen!“ Die Stimme die das sagt erscheint ihm dunkel, rauchig - erotisch, leicht spöttisch . Die grünliche Nachtbeleuchtung, der schwer - süssliche Moschusduft dieser Frau ,der ihm entgegen dringt, versetzt ihn in Erregung. Er wähnt sich für einen Moment in einem Belgrader Nachtclub. Rade schluckt leer, setzt sich wortlos neben diese Frau.

Er wirkt nervös, unruhig, seine Handflächen werden feucht, er beginnt zu transpirieren. Die Frau lächelt unmerklich, und führt seine Hand unter ihre Seidenbluse an ihre prallen Brüste. “Das mein Süsser magst du, magst du sehr, ich vermeine dies zu erkennen. Du bist mir schon in Zürich aufgefallen. Du bist ein Mann, ein wahrer Mann und weißt du, “jetzt flüstert sie nahezu unhörbar, „ ich will dich, ich bin scharf auf dich.“! “Jaaaah“, das bin, bin, bin ich auch“! Rade stöhnt: “ Ich will es tun, mit dir, gleich jetzt und hier. In meiner Hose herrscht Platznot, und dem muss, denke ich, abgeholfen werden!“ Die Frau scheint ebenfalls erregt zu sein und raunt ihm zu:“ Ich bin die Svetlana, meine Freunde nennen mich die scharfe Sveti. Los, beeilen wir uns, bevor wir an der Grenze zu Ungarn sind. Wir treiben es in deiner Schlafkabine, wir ziehen da eine ganz scharfe Nummer durch Liebster, ist dir das recht?“
„Und ob teure Sveti, ich geh jetzt nach vorn, du kommst nach - in etwa fünf Minuten. Die Reisenden müssen davon nichts mitbekommen. Das könnte mich, weiss Gott, den Job kosten.

Lautlos erhebt er sich, um nahezu auf Zehenspitzen die Schlafkabine aufzusuchen. Mit fahrigen Händen versucht er, noch etwas Ordnung, ins zerwühlte Bett zu bringen, einen Kerzenstummel anzuzünden. Dies misslingt ihm gründlich.
„Keine Umstände mein Süsser,“ vernimmt er bereits Svetlanas rauchige Stimme.“ Ich bin heiss wie du wohl auch. Alsdann lass es uns tun.“
Rades Hose fällt zu Boden. Fahrig, und doch gierig greift er nach Svetlana. Die lässt mit einem tiefen Stöhnen ihre letzten Hüllen fallen.
Der Hartgesottene, mit vielen Wässerchen gewaschene Fernfahrer wird blass, leichenblass, er vermeint ohnmächtig zu werden. Nichts ist mehr wie es war. Der Himmel scheint einzustürzen. Jesus, Maria , heiliger Nicolai. Ihm wird schlecht, der Schweiss perlt auf seiner Stirn, er zittert heftig.
„Du Dreckskerl, du abartige Sittensau, du Lustmolch, verkriech dich, ehe ich dir die Fresse poliere!“

Sein ungläubiger Blick stiert auf das erigierte, pralle Glied
„Allmächtiger, der Slobodan!“
Der Schankbursche Slobodan , oh mein Gott!


















Teil 2 Der BĂĽcherwurm


Ein Mann aber, in diesem dahinjagenden Bus ist wach, hellwach. Er sitzt bequem an einem Tischchen, und schreibt auf Teufel komm raus. Seine GesichtszĂĽge locker, entspannt, und sein Tun scheint ihm Freude zu bereiten. Er raucht eine Zigarette und schmunzelnd schaut er den Kringeln nach. Welch eine Nacht, denkt er, sein Blick huscht zur hellerleuchteten Borduhr. 04. 32 stellt er befriedigt fest und er weiss, dass in wenigen Minuten die Ungarische Grenze erreicht ist.

Wie von Geisterhand geweckt, erwachen nach und nach, die meisten Passagiere. Flüstern erst, dann wünscht man sich Dobor Dan , irgendwo rülpst jemand, ein fettes untersetztes Männlein furzt hemmungslos, was ungemeines Gelächter - oder eben - auch betretene Gesichter hervorzurufen vermag. Ein erster säuischer Witz macht die Runde. Der vermeintliche Witzbold verpasst - was ihn fürchterlich zu ärgern scheint - die Pointe, und erntet eisiges, ablehnendes Schweigen.
Unser Mann am Tischen lehnt dankend ein Stück Dauerwurst, welches ihm sein Gegenüber anbietet, ab. Dieser wird sauer, und er zeigt das auch. Da schlägt dieser westliche Rüpel, diese schreibende Lachnummer, meine Gastfreundschaft aus, denkt er, und dass der wohl noch nie im Balkan war. Der kennt offensichtlich das Wort Gastfreundschaft nur vom Hörensagen. Das muss eine ungehobelte Gebirgskreatur sein. Ein Neandertaler vielleicht. Meine Mamuschka würde dem die ungewaschenen Hammelbeine lang ziehen.
Seine wilden Überlegungen werden durch eine blechern klingende Lautsprecherstimme unterbrochen. Es wird die Nähe des Grenzübergangs durchgegeben,dass man die Dokumente bereit halten solle. Routine eben.
Unser schreibender Wurstablehner blickt nochmals zur Uhr. 05.15. Er klappt seinen Laptop zu, kramt nach seinen Papieren, und bietet seinem GegenĂĽber verschmitzt eine Zigarette an.
Dieser lächelt, bedient sich und murmelt: “ Du mein Freund, bist ein guter Mann, irgendwie wie hab ich das geahnt, ja gewusst. Gott schütze dich!“ Ja so ist das nun mal. Verstehe unsereiner den Balkan.
Der Bus hält. Zwei Zollbeamte mit steinernen Gesichtern, bodenlangen Mänteln, derben Stiefeln, und prunkvollen Steifhüten mustern, mit geübt missmutigem Blick die Passagiere, kontrollieren die Pässe und Visen. Der Grössere der Beiden, eine imposant - stattliche, reichlich mit Ordensblech behangene Erscheinung, bleibt beim Mann am Tischchen stehen. Dem entgegengestreckten Pass schenkt er kaum Beachtung. Er starrt auf den Tisch auf dem, neben Wurst und Käseresten, eben auch der Laptop des „Gebirglers“ steht. “ Wozu das“ fragt er in ausgezeichnetem Deutsch“. Wollen sie das Ding etwa schmuggeln, verhökern? Solch neumodisches Zeug kommt mit äusserst suspekt vor. Solche Dinger tragen zur totalen Verblödung der Menschheit bei. Ein gutes Buch ,ein mit Hingabe handschriftlich verfasster Brief , scheint ausser Mode geraten zu sein. Wohin, frage ich sie, führt denn das noch hin?“

Nahezu erschöpft ringt er nach Atem.“ Mein verfluchtes Asthma“, denkt er,“ muss wohl den alten Doktor in der Kreisstadt wieder einmal aufsuchen.“ Er wirft einen kurzen Blick in den Pass des Laptopmannes ,fragt dann nach seinem Beruf. “ Ach Herr Oberzollchef, ich bin nur ein kleiner Schreiberling, der über Mystik und Mythen des Balkans während der 500jährigen, zeitweiligen Präsenz der Türken, schreibt.“ Der Zöllner scheint zu erstarren. “ Ja Mann, welchen Scheiss wollen sie mir denn da unterjubeln!“ Seine Stimme wird hart und scheppernd. “Sie und Schriftsteller, da grölen ja die Mäuse, und die Schweine verenden an Lachkrämpfen. So einen Seich hat mir in meiner gewiss 30jährigen Dienstzeit noch niemand unter meine Nase reiben wollen! Mann, sind sie einem Irrenhaus abgängig? Brauchen sie vielleicht einen Arzt? Psychische Sofort-Hilfe? Heilige Mutter Gottes was mutest du mir alles zu? Säufer, Schmuggler, Schwerst - Kriminelle, Drogenkuriere, Papierlose, Halsabschneider, Terroristen, Nutten und deren Zuhälter, Ehebrecher, Pädophile, entweihte Priester und Pornografen, und jetzt, als Krönung sozusagen noch einen falschen Schriftsteller!“ Er fixiert den Mann, er tut dies unerbittlich - gründlich, nahezu stechend. “ Im Übrigen“, lamentiert er weiter,“ im Übrigen bin ich, der alte Josip, ein belesener Mann, dem man nichts, aber auch gar nichts vormachen kann. Ich habe mir mein - gewiss umfangreiches Wissen - in der Leihbücherei unseres Dorfes angeeignet. Auch hat mir meine liebe, frühverstorbene Ehefrau Irina, Gott habe sie selig, jeweils zu Ostern, und am Feste Christi Geburt schöngeistige Bücher geschenkt. Die habe ich dann, der vielen Stromausfälle die unser Dorf heimsuchen wegen, oft bei Kerzenlicht gelesen, nahezu verschlungen. Wissen sie denn, sie Furz, wer mich seit vielen Jahren begleitet?“ Nein, ich will es ihnen sagen, Hölderlin, Kant, Thomas Man, Schoppenhauer, Freud, Tucholsky, H. H. Kirst, Gottfried Keller und natürlich auch Väterchen Lenin!“ Er seufzt leise, sein Blick wirkt verklärt, er ist stolz. Ein Sohn der Puszta eben. Edelmütig, warmherzig, der Scholle und dem Schöngeist treu verbunden, und wie wir jetzt wissen..........belesen!
„Also wie denn, was denn“, jetzt schöpft der musische Zollbeamte tief Luft um unbeirrt, mit enormer Lautstärke weiterzufahren:“ Was, sie Wicht, haben sie den geschrieben? Hat man je eine durch sie verfasste Zeile gedruckt? Mann, sie sind wohl ein „Vondenandernabschreiber“. Wo gibt es denn so was. Heraus mit der Wahrheit!“
„Na ja“ erwiderte jetzt der Mann und sieht zum Zollbeamten hoch. Er scheint amüsiert zu sein,“ mein Erstling war ein Roman der in Sizilien spielt,“ Die wundersamen Geschichten eines Don ’ s“. Dann war da noch..........“

„Allmächtiger, grosser, gütiger Gott, heilige Mutter Maria“, der Zöllner wird blass, leichenblass, sein ganzer Körper zittert wie Espenlaub. Sein Hals schwillt an, und kalter Schweiss tritt auf seine Stirn. Er reisst sich den Schlips vom Hals, wobei drei Hemdknöpfe zu Boden fallen. Die Mütze liegt längst schon da Unten, und er trampelte wie wild auf ihr rum. Jetzt stiert er den Fremden mit feuchten Augen an:
„Heilige Dreifaltigkeit, gebenedeite Jungfrau, dass ich das erleben darf. Welch ein Tag Gospodin, welch ein Tag
Sie müssen Pit Staub sein....... aus der Schweiz!“
Josip weint.


Pit Staub Jagodina / Serbia
Landquart / Schweiz

























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willow
Guest
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Hallo,

ehrlich gesagt ist bis auf die Namen daran nichts serbisch für mich, die Charakterisierung ist nicht typisch, das könnte wohl genauso ein deutscher Fahrer sein... was sogar wahrscheinlicher gewesen wäre.
Die Grenzgeschichte ist ebenfalls nicht typisch, sie passt mehr auf russische Grenzen als auf serbische...und ehrlich gesagt entzieht sich mir der Zusammenhang dieser beiden Geschichten, die ich zwar ganz unterhaltsam, nicht aber auch informativ fand.

Lieber GruĂź,

willow

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pit staub
Wird mal Schriftsteller
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Welch ein Tag Gospodin!

Habe Dank, liebe Willow, für deine Kritik. Du hast Recht, die Geschichte ist sicherlich nicht typisch serbisch. Sie ist eine von rund 40 Geschichten, die ich während der Hin - der Rückreise - oder - während meiner längeren Aufenthalte auf dem Balkan , geschrieben habe. Viele Storys - zumeist traurige - habe ich währen des Krieges geschrieben: In dieser Geschichte aber, wollte ich für einmal - nur Unterhalten.

Jetzt aber ein dickes Kompliment für deine Arbeit über die Dame, die so gerne einmal Tango getanzt hätte.
Liebe GrĂĽsse aus der Schweiz.
Pit

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ElsaLaska
Guest
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*lacht herzlich*

Im Gegensatz zu Willow bin ich nicht besonders scharf auf informative Texte, schon gar nicht ĂĽber den Balkan.
Was Du mir hier bietest, lieber Pit, ist mir tausendmal lieber.
Zwei Episoden aus einem Ăśberlandbus, und ich war mittendrin.
Herrlich.
Gut, die erste Episode, o.k, die Story ist ein bisschen, öh... altertümlich.. nicht? Mann trifft heisse Frau und stellt mittendrin fest, dass sie einen Pimmel hat. Allerdings, Deine Schilderung war so liebevoll und farbig, so auf den Höhepunkt hinstrebend, dass es auf die Pointe zum Schluss gar nicht mehr ankam.

Und ich liebe derartige Sätze wie:
"Du mein Freund, bist ein guter Mann, irgendwie wie hab ich das geahnt, ja gewusst. Gott schütze dich!“
Das hat so was von Jaroslav Hasek, oder auch hier, dieser Satz:"Auch hat mir meine liebe, frühverstorbene Ehefrau Irina, Gott habe sie selig, jeweils zu Ostern, und am Feste Christi schöngeistige Bücher geschenkt."

(vielleicht noch Feste Christi GEBURT einfĂĽgen?)
Überhaupt ist mir dieser Josip fürchterlich ans Herz gewachsen, ein echter Sympathieträger geworden.
Deine Charaktere sind einfach wundervoll.

Liebe GrĂĽsse
Elsa



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pit staub
Wird mal Schriftsteller
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Welch ein Tag Gospodin

Besondere, zuweilen ausgefallenen Charaktere - liebe Elsa - vermögen mich seit meiner frühesten Jugend zu faszinieren. Die dann zu ergründen, auszuleuchten - vermeintliches oder tatsächlicher zu erfahren, zu erfinden , den Faden in verschiedene Richtungen weiter zuspinnen, macht mir Spass. Ich gelobe dir Einige auferstehen zu lassen.

Ich freue mich sehr ĂĽber die gute Kritik.
Liebe GrĂĽsse
Pit

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ElsaLaska
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Pit,

"Die dann zu ergründen, auszuleuchten - vermeintliches oder tatsächlicher zu erfahren, zu erfinden , den Faden in verschiedene Richtungen weiter zuspinnen, macht mir Spass."
Ja, das ist Dir deutlich anzumerken, da ist viel Freude im Spiel und in mir hast Du eine Leserin gefunden, die an solchen Charakteren einen mindestens so grossen Spass hat wie Du beim Entwerfen und Weiterspinnen.
Kann Dich in dieser Richtung nur ermutigen!
Liebe GrĂĽsse
Elsa

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