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Leselupe.de > Gereimtes
Welken und Seufzen
Eingestellt am 13. 10. 2011 20:21


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Liesske
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Welken und Seufzen

Still h├Ąlt der Herbst die Uhren an.
Die Schatten sprie├čen in dem reifen Raume,
und an dem blattbeflissnen Pflaumenbaume
h├Ąngt stirnerunzelnd eine letzte Zwetschge dran.

Der Wind beginnt von Oslo her zu f├Ącheln.
Er streift gen├╝sslich durch die bleichen Binsen,
wo hie und da schon Reifkristalle grinsen
und aus den Nebelnetzen Spinnen l├Ącheln.

Ganz unverdrossen bl├╝ht die frohe Heide.
Die Rose blickt mich leise welkend an
und fr├Ągt, wieso ich jetzt noch leben kann.

Ich wei├č es nicht. Doch irgendwann
seufz ich ihr zu: Getrost! Wir welken beide.

__________________
Frank Lie├čke

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Schriften
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Liesske,
mir gef├Ąllt dein Gedicht sehr gut. Es sind sch├Âne Bilder, sch├Âne Gedankeng├Ąnge, sch├Ân herbstlich.
Ich frage mich nur, wen die Rose fragt. Dich oder die Heide? Wenn sie mit der Heide spricht, solltest du bei der vorherigen Perspektive bleiben.

quote:
Ganz unverdrossen bl├╝ht die frohe Heide.
Die Rose blickt mich leise welkend an
und fr├Ągt, wieso ich jetzt noch leben kann.

Ich wei├č es nicht. Doch irgendwann
seufz ich ihr zu: Getrost! Wir welken beide.

Als Leser irritiert mich das ein wenig.

Also vielleicht einfach nur:
Ganz unverdrossen bl├╝ht die frohe Heide.
Die Rose blickt sie leise welkend an
und fr├Ągt, wieso sie jetzt noch leben kann.

Sie wei├č es nicht. Doch irgendwann
seufzt sie ihr zu: Getrost! Wir welken beide.

Wenn du es doch anders meintest, dann w├Ąre dort m.E. nach ein Bruch, dann solltest du eine ├ťberleitung zwischen den Perspektiven finden.
Trotzdem gef├Ąllt es mir sehr gut!
Liebe Gr├╝├če
Schriften

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Liesske
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Hallo Schriften und W├╝stenrose,
sch├Ân, dass Euch das Gedicht 'erreicht'. Danke f├╝r Eure Anmerkungen!

Die Rose spricht tats├Ąchlich mit dem Betrachter. Ich finde, der Mensch geh├Ârt immer mit dazu, wenn wir Natur beschreiben. Wir leben nicht neben oder au├čerhalb der Natur, wir sind Teil von ihr.

F├╝r mein Empfinden gibt es daher keinen Bruch in diesem Text. Vielleicht kommt ja das Auftauchen des Betrachters grade etwas ├╝berraschend, das w├Ąre auch nicht schlecht. Allenfalls k├Ânnte ich mir nach der Heide noch eine Leerzeile vorstellen, die sozusagen den ├ťbergang ank├╝ndigt.

Ja, W├╝stenrose, Entschleunigung ist ein ganz aktuelles Thema...Danke!

Liebe Gr├╝├če
Frank
__________________
Frank Lie├čke

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