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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Weltmacht-Syndrom
Eingestellt am 20. 03. 2003 20:33


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Brigitte Pulley-Grein
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2000

Werke: 121
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„Weltmacht-Syndrom“


Das Rad der Geschichte
Rollt unerbittlich voran
In eine blutige Zukunft
Mit ungewissem Ausgang.
Einzig gewiß sind die
Zahllosen unschuldigen Opfer
Eines sinnlosen Krieges!
Heraufbeschworen von einem
Macht- und Reichtum besessenen
„GrĂ¶ĂŸenwahnsinnigen“,
Der nur ein Ziel kennt:
Schon bald die gesamte Welt
Beherrschen zu können,
Koste es was es wolle!
Obschon der grĂ¶ĂŸte Teil
Der Weltbevölkerung ĂŒber
Das unangemessene und
UnrechtsmĂ€ĂŸige Vorgehen
Seiner Tötungsmaschinerie
Maßlos empört ist,
Schaut sie dennoch zu,
LĂ€ĂŸt die grausamen
Massaker tatenlos geschehen!
Wer aber wird spÀter den physisch
Und psychisch verkrĂŒppelten
Waisenkindern erklÀren,
Daß der Krieg ein unumgĂ€ngliches
Muß gewesen sei? Nun ja, ein Krieg
Fordere eben auch Opfer,
Das sei einfach unvermeidbar.
Es sei doch schließlich alles nur
Zu ihrem Wohl geschehen,
Damit sie ihr Leben fortan
In Frieden und Freiheit verbringen können.
Sagt mir, wer wird diese unrĂŒhmliche
Aufgabe ĂŒbernehmen wollen?

Brigitte Pulley-Grein

2 0. M À r z 2 0 0 3

__________________
Ich glaube an die Magie der Liebe (Hermann Hesse)

Brigitte Pulley-Grein

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ziner
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2003

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Also, werte Frau Pulley-Grein,
daß muß man sich man sich mal auf der Zunge vorstellen. Diese Affekt-Poesie, die eigentlich keine ist. Posie nĂ€mlich. Ist sie gar nicht. Keine Poesie ist das. Uberhaupt nicht. Das ist ... unaussprechlich... - und ich sag's trotzdem - aber nur ganz leise,daß mich keiner hört und mich einen Defaitisten schimpft - das ist allerevangelischste hochkatholische gegutmenschelte Anbiederungsprosa. Punkt. Mit Poesie hat das soviel zu tun, wie dieser Krieg mit Gerechtigkeit. Geschweige denn mit Befreiung. Und genaugenommen sollte es heißen: Ab ins Plaudereck.
Aber bevor mir der Vorwurf gemacht wird, ich nĂ€hme dies nicht ernst, will ich konstatieren, daß ich sehr wohl verstehe was Sie treibt. Sie wollen Zeichen setzen. (Nein die Zeichensetzung meine ich nicht so sehr - wobei ihnen bei dem GrĂ¶ĂŸenwahn wohl nicht ganz Wohl gewesen ist, weswegen sie es lieber parenthetisch zu entschĂ€rfen trachteten. LeichtgetĂŒttelt? Hat doch dieses Attribut bereits einige andere TrĂ€ger in unserer ferneren und nĂ€heren Vergangenheit. Weshalb es vielleicht auf einen mehr nicht ankommt? Aber das fĂŒhrt jetzt zu weit.)
Also, ab ovum: Wenden wir uns zunĂ€chst dem Rad der Geschichte zu - welches bekanntlich nicht aufzuhalten ist. Dieses Rad nun, rollt. Was fĂŒr ein Rad an sich nicht schwer ist, ist es nur rund genug. Ihres hingegen rollt in eine blutige Zukunft mit ungewissem Ausgang. Also, daß ich das recht verstehe: Wer, oder was, hat hier einen ungewissen Ausgang? Das Rad? Das ist ein Kreis und ist - deswegen - ein geschlossenes System und somit hat es - so es wieder an seinem Scheitel- oder Ausgangspunktpunkt anlangt einen sehr gewissen Ausgang. So ist das, wenn etwas Rundes sich um sich selbst dreht. Sogar einen vorhersagbaren Ausgang hat es dann. (Jeden Tag einen Morgen.)
Oder gar die Zukunft? Die Zukunft ist per Definition der Ausgang. Sie ist die Destination um sie geht es. Genaugenommen ist "eine ungewisse Zukunft" eine Tautologie. Die Zukunft ist stets ungewiss. Zukunft ist das, worum es geht. Bei all der innenpolitischen Debatten... es geht nur um Zukunft. Ums uneigentliche. Und ebenso ist ihre sogenannte Poesie uneigentlich.
Oder meinten Sie Futur II? "Wir werden vergessen haben?"
Aber nein. Ich habe gefehlt. Ich habe nicht weitergelesen: Ich habe nicht erkannt, daß sie das Ungewisse als Kontrapunkt benutzen wollen. Als Gegenspieler des Gewissens, des Vorhersagbaren... (Im ĂŒbrigen sind Kriege immer nur fĂŒr jene sinnlos, die nicht an ihnen verdienen...)
[Also ich bin jetzt bei: "Heraufbeschworen von einem
Macht- und Reichtum besessenen..." also das mit den Koppelwörtern... ts, ts, ts.]

OK, was soll's: Den Rest können wir uns bei Sabine Christiansen oder in der Bastelstunde anhören.
Im Wesen nichts Neues.
Poetisieren Sie. Politisieren Sie, aber schaffen Sie eine Verbingung zwischen Polis und Poesie, und verschonen Sie mich mit GeschwÀtz.

Sagt: ziner

(Der ganz entschieden und ausdrĂŒcklich gegen Krieg und Gewalt ist - seltsam, daß man das in diesen Tagen betonen muß)
__________________
in a world of mediocrity genius is dangerous

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blaustrumpf
???
Registriert: Mar 2003

Werke: 20
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Schade um die MĂŒhe

Sehr geehrte Frau Pulley-Grein

Schade um die MĂŒhe, die Sie sich mit dem Text gemacht haben.

Abgenutzte Metaphern, eine Reihung von PlatitĂŒden und eine Rundreise durch möglichst viele Klischees machen einen Text lang, aber niemals gut.

Mehr GlĂŒck bei der nĂ€chsten Arbeit
wĂŒnscht

blaustrumpf
__________________
DafĂŒr bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
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Der Inhalt ist ehrenwert, aus dem Herze
gewachsen. Aber wenn es Literatur sein
solle und nicht ein Aufschrei, dann ist
es Prosa und nicht Lyrik.

Vielleicht hÀtte der Text in dem Forum
Tagebuch, die gebĂŒhrenden Kommentare
und Reaktionen erhalten.

Schade drum.

Liebe GrĂŒĂŸe Noel
__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der ToxizitÀt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

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