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Leselupe.de > Gereimtes
Wenn....
Eingestellt am 21. 12. 2002 20:47


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Joneda
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Registriert: Dec 2002

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Wenn ich Dich sehe,
ich vergehe.

Wenn ich Dich spĂĽre,
ich Dich berĂĽhre.

Wenn ich Dich höre,
ich Dich betöre.

Wenn ich Dich fĂĽhle,
hinweg die KĂĽhle.

Wenn ich Dich schmecke,
ich entdecke.

Wenn ich Dich liebe,
erwachen die Triebe.

Wenn ich Dich fange,
ist es mir bange.

Ganz sanft, ganz sacht, ganz leise,
schicke ich an Dich dies auf die Reise.
__________________
Das Leben ist voller Wunder.

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soleil
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Hallo Joneda,


das sind interessante Pärchen ‚sehe-vergehe’, ‚spüre-berühre’, ..., aber ich stolpere zusehr beim Lesen, auch weil es mir zu konstruiert wirkt; natürlich darf es konstruiert sein, aber es sollte nicht so wirken. Was mir absolut nicht gefällt ist ‚Liebe-Triebe’ in dieser Gruppe. Die meisten Verben, außer ‚fangen’, beziehen sich auf die Sinne (sehen, spüren, hören, fühlen, schmecken) und da finde ich ‚Liebe-Triebe’ als Substantive störend, zu wenig sinnlich, zu laut. Bei ‚fangen’ bin ich mir noch unschlüssig, vielleicht weil ich es mit einfangen, gefangen assoziere.
Ich könnte mir vorstellen, dass es flüssiger klingt, wenn du die strenge Anordnung (die Pärchen-Worte stehen jeweils am Ende) erstens auflockerst und zweitens u.a. durch die Adjektive, die jetzt im letzten Zweizeiler stehen bereicherst.

Beispiele:
Wenn ich dich höre - will ich dich leise betören / leise dich betöre

Wenn ich (dich)* spĂĽre - sacht dich berĂĽhre

Wenn ich (dich)* schmecke - dich sanft entdecke

* Es ist eigentlich eindeutig wen (dich) du spürst. Es wäre u.U. möglich das ‚dich’ hier wegzulassen.

Ich hoffe du kannst mit meinem Kommentar etwas anfangen und ich wünsche dir noch einen schönen Tag

Soleil

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Joneda
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

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Wenn...

Hallo Soleil,

:-), wenn ich mich so gefühlt hätte wie Du ,
hätte ich es auch so geschrieben.
Ich verlange aber von meinen Reimen Authenzität,
das heiĂźt, wie ich es fĂĽhle schreibe ich es.
Mich selbst einzuschleimen, gelingt mir nicht :-),
(wäre schade),. Ich holpere halt gerne. Rein prosaisch gesehen hast Du bestimmt recht,aber dann wäre es Deine Prosa. ;-).

Danke trotzdem fĂĽr Deinen Kommentar, hat mir ein gutes GefĂĽhl gegeben. :-).

LG Joneda

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soleil
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GlĂĽcklicherweise sind wir alle verschieden

Hallo Joneda,

ich wollte dein Gedicht nicht zu meinem machen. Mein Kommentar war als Anregung gedacht und wenn er nicht in deine Vorstellung passt ist das o.k., ohne wenn und aber.

Eine Frage drängt sich mir auf. Du schreibst:
"Ich verlange aber von meinen Reimen Authenzität,
das heiĂźt, wie ich es fĂĽhle schreibe ich es. Mich selbst einzuschleimen, gelingt mir nicht."
Ist arbeiten an Texten, in diesem Fall an poetischen, für dich, sich selbst einschleimen? Meinem Verständnis und meiner Erfahrung nach taugt "wie ich fühle schreibe ich" fürs Tagebuch, das private Tagebuch. Sobald ich etwas Lesern zugänglich mache, muss ich mir überlegen was ich ausdrücken will und wie, mit welchen sprachlichen Mitteln, ich das erreiche und sei es nur, dass es 'holprig' klingt.
Oder um mit Margots Worten zu sprechen:
"ein gedicht schreiben ist wie einen
blumenstrauĂź pflĂĽcken. du kannst ihn fĂĽr jemanden
pflĂĽcken. oder du pflĂĽckst aus herzenslust.
es kommt auf die wiese an, auf deine auswahl,
deine tagträumerei ...
manchmal pflückst du ihn und läßt ihn am wiesenrand
liegen."
(margot in Hier klicken

Viele GrĂĽĂźe
Soleil

PS: Ich vergaß: ich hatte mich mit deinem Gedicht beschäftigt, weil es mir - trotz meiner Anmerkungen - gefällt.

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Joneda
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dran arbeiten

hallo Soleil,

die Wahrheit, nichts als die Wahrheit, sowahr mir Gott helfe :-))))). An Gedichten arbeite ich auch, genauso wie Du, aber nur wenn ich mag, und wie ich mag.
Klauseln, ĂĽbergestĂĽlpt, nein Selbstverwirklichung, Selbsterkenntnis, positives Denken :-), die Muse.
Ich finde Schreiben sollte jedem SpaĂź machen.
In diesem Sinne, laĂź mich bei meinem Sinn und ich laĂź Dich bei Deinem Sinn. Toleranz und nicht Vernichtung.
Meinungen nebeneinander und nicht ĂĽbereinander.
Sonst werde ich zum Gecken einer anderen Macht.

LG Joneda

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soleil
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Sorry Joneda,

jetzt sehe ich, dass ich dich miĂźverstanden hatte.

Herzliche GrĂĽĂźe
Soleil

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